AM 001

 

 

 

Raising Stars

 

Pop-Musical

in 2 Akten

von Helmut Schmidt

 

 

 

Buch und Liedtexte: Helmut Schmidt

Musik: KI/Suno nach Vorgaben von Helmut Schmidt

 

 

 

„Raising Stars“:

Das Musical Raising Stars erzählt den dramatischen Aufstieg und Fall einer Girl-Group. Es zeigt die wunderbare Welt von Popstars, die glücklich und im Ruhm leben, aber auch die dunklen Schatten, die hinter dem glamourösen Schein lauern.

Die Geschichte handelt von drei engen Freundinnen – Kelly, Sandy und Ewa-Pamina – die gemeinsam ihre Leidenschaft für Musik teilen. Zusammen singen sie in ihrer Freizeit, komponieren und texten Lieder, träumen von einer großen Musikkarriere und werden durch Zufall von einem Produzenten entdeckt, der mit den dreien einen Demo-Song aufnehmen möchte. Voller Euphorie starten sie zwar durch, doch hinter den Kulissen brodelt es vorher gewaltig. Kellys Vater möchte, dass sie bald die Leitung seines Unternehmens übernimmt, und hält sie von ihren Freundinnen fern. Sandy trägt schwere Lasten aus ihrer Vergangenheit – als Dreizehnjährige wurde sie von ihrem Stiefvater sexuell missbraucht. Erst wenn sie es schafft, ihren Vater anzuzeigen und damit endgültig abzuschließen, kann sie ihre musikalischen Träume verwirklichen. Ewa-Pamina ist aus Polen, hat liebevolle Eltern, die sie bei ihrer musikalischen Zukunft unterstützen; Ewa kämpft aber mit Sprachbarrieren und Unsicherheiten, ob sie ihre Fans auch mit ihrem Akzent überzeugen kann.

Dennoch steigen die „Raising Stars“ mit ihrer ersten gleichnamigen Single in die europäischen Charts ein und erobern im Sturm die Musikwelt.

Der plötzliche Aufstieg bringt viel Erfolg, die drei jungen Frauen könnten nicht glücklicher sein und ihnen liegt die Welt zu Füßen.  Nach und nach geraten sie jedoch auch unter enormen Druck, den die drei Mädchen nur schwerlich aushalten. Während Sandy und Eva Pamina die Strapazen ihrer ersten Tournee dennoch bewältigen, gerät Kelly zunehmend außer Kontrolle. Der Druck führt sie auf einen dunklen Weg: Sie beginnt Tabletten zu konsumieren. Zunächst sind es nur Aufputschmittel, später härtere Substanzen, bis hin zu Heroin. Der Stress, die Erwartungen und persönliche Dämonen fordern ihren Tribut – Kelly verliert den Boden unter den Füßen.

Als ihre Freundinnen den drohenden Zusammenbruch bemerken, ist es bereits zu spät. Kelly, gezeichnet von Abhängigkeit und Verzweiflung, wird tot im Park aufgefunden – eine Überdosis Heroin hat ihr das Leben genommen. Die Tragödie wirft Fragen auf: Wer trägt die Schuld? Waren Kellys Eltern zu streng? Haben der Produzent, Manager oder Choreograph sie zu hart behandelt, hat das viele Geld sie in das Verderben geführt oder war der Druck in der Musikbranche für Kelly einfach zu groß?

 

Hinweise:

Wenn Sie dieses Werk beim Autor/Verlag zur Ansicht bestellen, erhalten Sie einen Tonträger mit AUSZÜGEN aller Titel des Musicals.

Erst wenn Sie sich dafür entscheiden, dieses Werk zu inszenieren und aufzuführen, erhalten Sie Tonträger und Playbacks aller Songs in voller Länge, sowie das Notenmaterial sämtlicher Tracks, auf Wunsch als Word-Datei oder Zip per E-Mail oder ausgedruckt.

 

Die Songs/Tracks:

                                     ERSTER AKT:

 

1.         Was für ein Abschied

2.         My song for you

3.         Drei Engel im Super Trouper

4.         Bilanz einer Erziehung

5.         Leben wie ich will

6.         Jestesmy dumni

7.         Dunkle Schatten 1

8.         Ein bisschen fliegen (Bitte, bitte Monkey)

9.         Du und ich vielleicht

10.       Du und ich vielleicht (Split-Instrumental)

11.       Mein Deutsch ist nicht so gut – ihr Deutsch ist nicht

            so gut

12.       Raising Stars (Instrumental)

13.       Sie lernen´s nie

14.       Girlgroup-Grütze

15.       Dunkle Schatten 2

16.       Drei Engel im Super Trouper (Instrumental)

17.       Raising Stars

 

                                   ZWEITER AKT:

 

18.       Zwischenaktmusik – Raising Stars

19.       Wir können es nicht glauben

20.       Mehr davon

21.       Seelenschatten

22.       Du und ich für immer

23.       Einer ist Dir zuviel

24.       Forever together 1

25.       Forever together 2

26.       Forever together 3

27.       Eternal Dawn

28.       Wer bin ich?

29.       Wege zum Abgrund

30.       Kelly, komm heim

31.       Superstar

32.       Eternal Flame

33.       Sie tun, was wir sagen

34.       Forever together 4

35.       Ein Superstar muss stark sein

36.       Was ich tun muss, muss ich tun

37.       Wo ist Kelly?

38.       Fallen

39.       Wer trägt die Schuld?

 

 

Exposé:

Prolog:

November 2025 - Die Beerdigung von Kelly (Star der Popgruppe „Raising Stars“). Sie wurde in einem Park tot aufgefunden, hatte sich eine Überdosis Heroin gespritzt. Die Trauergemeinde klagt den Tod an. 1. Track – Glocken, Auftaktmusik, kurze Rede vom Priester/Pastor, „Was für ein Abschied“. Die Trauernden bestehen aus Eltern, die erst jetzt erkennen, dass sie bei ihrer Erziehung manches falsch gemacht haben, Kellys Freund Tom, trauernde Fans. Aber auch Neider und Raising-Stars-Hasser sind auf der Beisetzung anwesend, sowie viele Reporter. Während des Klageliedes meldet sich auch Kelly aus dem Himmel.

 

Erster Akt:

(Rückblende – 6 Monate zuvor)

1.Szene – Mai 2025 – Kellys erste kurze Begegnung mit Tom. Danach eine Lichtung im Wald, der Lieblingsplatz von Kelly, Ewa-Pamina und Sandy. Kelly erzählt euphorisch ihren Freundinnen, dass sie nach Einsenden eines Gesangstapes eine Einladung für ein Probesingen von einem Produzententeam erhalten hat. Sandy und Ewa freuen sich mit ihr, feiern dies und überlegen, welches Lied Kelly dort singen könnte.

2. Szene - Gemeinsam komponieren und texten sie einen Lovesong, proben diesen zum Spaß. 2. Track – „My song for you“.

3. Szene - Zufällig hört Mr. Urban die drei singen, ist sofort begeistert und möchte alle drei am nächsten Tag in sein Studio einladen, um einen Demo-Song aufzuzeichnen. Mr. Urban bespricht die ersten Details mit den Mädchen, sieht ganz große Stars in Kelly, Ewa-Pamina und Sandy. Voller Euphorie spinnen sie dann zusammen mit Mr. Urban von einer Karriere als Girlgroup-Popstars. 3. Track – „Drei Engel im Super Trouper“.

4. Szene – Kelly, Sandy und Ewa können kaum glauben, welche musikalischen Chancen sich ihnen bieten und beschließen, dass sie sofort ihren Eltern davon berichten sollten.

5. Szene – Kelly spürt, dass Sandy Sorgen mit sich trägt, fragt, ob sie helfen kann, wird von Sandy aber recht barsch abgewiesen. Kelly befürchtet, dass ihre Eltern von ihrer bevorstehenden Musikkarriere nicht sehr begeistert sind.

6. Szene – Kellys Eltern warten wieder mal auf ihre Tochter, weil diese nicht pünktlich zum Abendessen erscheint.

7. Szene - Kelly kommt nach Hause und erzählt voller Freude über ihre mögliche bevorstehende Musikkarriere. Kellys wohlhabende Eltern Billy und Martha – die sich selbst auch schon besser verstanden haben – kommen mit Kelly nicht mehr zurech, weil diese seit einiger Zeit ihre eigenen Wünsche und Träume verwirklichen will. Vater Billy möchte jedoch, dass Kelly nach ihrem Abitur seine Firma übernimmt, welches Kelly jedoch nicht vorhat. Ihr Vater spricht ein ernstes Machtwort mit Kelly. 4. Track – „Bilanz einer Erziehung“.

8. Szene – Kellys Mutter kommt dazu, bringt sich in das Machtwort mit ein. Nach trotziger Reaktion bekommt Kelly eine Ohrfeige von ihrem Vater und läuft weinend davon.

9. Szene – Martha kann kaum glauben, dass Billy ihre Tochter geschlagen hat, geht Kelly tröstend hinterher.

10. Szene - Billy ist selbst überrascht, dass ihm die Hand ausgerutscht ist, meint dann aber zu sich selbst, dass sie das verdient hat.

11. Szene - Kelly rennt nach dem heftigen Streit mit ihren Eltern zu einem Platz im Wald bei einer Lichtung, im Kampf mit sich selbst zwischen Hoffnungslosigkeit und Stärke beschließt sie jetzt endgültig ihren eigenen Weg zu gehen – den Weg mit ihrer musikalischen Begabung. 5. Track – „Leben wie ich will“.

12. Szene – Garten vor Ewa-Paminas Elternhaus. - Im Gegensatz zu Kellys Eltern reagieren der Vater und die Mutter von Ewa-Pamina völlig anders auf die musikalischen Pläne ihrer Tochter – nämlich voller Freude. Die polnische Familie feiert und die Eltern von Ewa – Wanda und Wislaw - wünschen ihrer Tochter viel Glück und Erfolg mit 6. Track – „Jesteschme dumni“.

13. Szene - Am Ende 12. Szene steht Kelly bei Ewas Eltern vor der Tür und fragt, ob sie für einige Tage dort wohnen darf, weil ihr Vater sie geschlagen hat.

14. Szene – im Stadtpark. Viele drogenabhängige Menschen warten um Mitternacht auf ihren Dealer Monkey, um Ware zu bekommen. 7. Track – „Dunkle Schatten“.

15. Szene – gleicher Schauplatz - Monkey erscheint wie an jedem Abend, muss Abhängige abweisen, weil viele Ware von ihm möchten, aber wieder mal nicht zahlen können. 8. Track – „Ein bißchen fliegen/Bitte bitte Monkey“. Am Schluß trifft Monkey zum ersten Mal auf Sandy, Ewa und Kelly, die zufällig im Stadtpark vorbeilaufen. Monkey sieht sofort neue Kunden in diesem Trio und bietet seine Sachen an, die alle Sorgen vergessen lassen. Die drei lehnen ab, es ist jedoch Kelly, die sich hier schon ein wenig interessiert zeigt.

16. Szene – gleicher Schauplatz. Als Monkey und die Drogenabhängigen das Weite gesucht haben, unterhalten Kelly, Pam und Ewa sich kurz darüber, dass sie es kaum glauben können, dass dieser Monkey in dem Park ganz öffentlich seine Drogen verkauft.

17. Szene – Tom kommt dazu, Sandy und Ewa gehen zusammen schon fort, weil sie Kelly und Tom alleine lassen möchten.

18. Szene – Kelly und Tom erzählen von ihren Gefühlen füreinander 9. Track – „Du und ich vielleicht“. Am Ende der Szene der Instrumental-Split 10. Track – „Du und ich vielleicht“

19. Szene – Im Studio von Mr. Urban. Die Mädchen haben die ersten Probeaufnahmen gemeistert, Mr. Urban ist sehr zufrieden mit dem Ergebnis.

20. Szene – Die in Polen geborene Ewa weiß, dass ihre deutsche Sprache recht schlecht ist und zweifelt, ob sie dieser Popstar-Karriere damit gewachsen ist. 11. Track –

„Mein Deutsch ist nicht so gut – Ihr Deutsch ist nicht so gut“. (mit Ensemble)

21. Szene – Großer Tanzsaal – Einüben der Choreographie. Tiger Jay fordert die Mädchen mit harten und lauten Worten. Track 12 – „Raising Stars“ (Instrumental) - Danach glaubt Tiger Jay, dass es keinen Sinn hat mit den drei Mädchen weiterzuarbeiten, weil er äußerst anspruchsvoll ist. Track 13 - „Sie lernen´s nie“. Kelly, Ewa und Sandy sind ein wenig verzweifelt, weil sie wirklich alles geben, mit den Tanzschritten aber ihre Probleme haben.

22. Szene – im Stadtpark – Harry liest in der Zeitung vom ersten öffentlichen Auftritt einer neuen Girlband Raising Stars und kann nicht fassen, dass es immer wieder junge Menschen gibt, die glauben, sie könnten auf Dauer erfolgreich sein. Track 14 – „Girlgroup-Grütze“

23. Szene – Kelly kann der Versuchung nicht widerstehen und sucht im Stadtpark Monkey auf, um sich Aufputschmittel von ihm zu besorgen. Track 15 – „Dunkle Schatten 2“

24. Szene – Showbühne – Vorbereitungen für den ersten öffentlichen Auftritt der Raising Stars vor Publikum. Techniker, Aufbauhelfer und auch Mr. Urban sind aufgeregt und unsicher, wie der Auftritt werden wird und wieviele Zuschauer gekommen sind. Track 16 „Drei Engel im Super Trouper – Instrumental“

25. Szene – Showbühne – DER ERSTE AUFTRITT der Raising Stars – Track 17 – „Raising Stars“. Der Song wird von den Dreien gesungen und mit einer komplett fehlerfreien Choreographie dargeboten. Die Fans sind begeistert.

 

 

ENTR´ACTE --- PAUSE

 

 

 

Zweiter Akt:

Etwa drei Monate später

1.Szene – Vor einem Café – Kellys Eltern Billy und Martha stehen vor einem Café und warten auf Ewa-Paminas Eltern. Sie haben seit Wochen nichts von Kelly gehört.

2. Szene – Wislaw und Wanda kommen dazu; berichten Kellys Eltern davon, dass die drei Mädchen auf Europa-Tournee waren, um ihr Album vorzustellen. Sie sind sehr stolz auf ihre Ewa – Kellys Eltern sind empört. 19. Song – „Wir können es nicht glauben“ (mit Ensemble)

3. Szene – Lichtung im Wald – Die „Raising Stars“ sind von ihrer Tournee zurück und erinnern sich daran, dass hier an ihrem Lieblingsplatz alles angefangen hat. Sie reden über Geschehnisse und auch über das viele Geld, dass sie jetzt verdienen. Kelly wirkt aufgedreht von ihren Aufputschmitteln. Sie erzählt den beiden anderen, dass sie nur Vitamintabletten einnimmt. Dann bekommen alle drei mobile Nachrichten von Mr. Urban mit den Terminen für die nächsten 10 Tage und die drei spüren, welcher Stress das Popstarleben mit sich bringt. Sandy wirkt wieder depressiv, doch sie will weiterhin nicht über ihr Problem reden.

4. Szene – gleicher Schauplatz – Viele Fans haben die Raising Stars endlich gefunden und bitten um Autogramme, stellen Fragen, bewundern sie. Als es Kelly, Sandy und Ewa zuviel wird, flüchten sie schnell.

5. Szene – gleicher Schauplatz – Das Ensemble singt den Track Nr. 20 – „Mehr davon“.

6. Szene – gleicher Schauplatz – Sandy erinnert sich an den sexuellen Missbrauch vor fünf Jahren. Track Nr. 21 – „Seelenschatten“.

7. Szene – Am Ende hört Ewa sie, versteht jetzt, weshalb Sandy manchmal so betrübt ist, tröstet sie und will ihr helfen.

8. Szene – Tom trifft auf Sandy und Ewa-Pamina; sagt den beiden, dass er auf Kelly wartet, weil er unbedingt mit ihr reden muss.

9. Szene – Der glückliche Tom plant, Kelly einen Heiratsantrag zu machen. Track Nr. 21 – „Du und ich für immer“.

10. Szene – Kelly kommt zur Lichtung. Sie lehnt Toms Antrag ab, weil sie frei sein will und sagt ihm, dass ihr einer zuviel ist.

11. Szene – Tom versteht die Welt nicht mehr. Track Nr. 22 – „Einer ist Dir zuviel“. (mit Ensemble) Es kommen weitere drei Männer dazu, mit deren Gefühlen Kelly wohl ebenso gespielt hat.

12. Szene – In Mr. Urbans Studio. Der neue Song „Together forever“ soll aufgezeichnet werden. Bei einer erneuten Probe vergisst Kelly den Text. Track 24 – „Together forever1“.

Mr. Urban reagiert darauf jedoch gelassen. Beim weiteren Versuch Track 25 – „Together forever2“ patzt Sandy und wird von Mr. Urban scharf kritisiert. Nachdem Ewa sich durchsetzt und die Textblätter - gegen Mr. Urbans Anweisungen – wieder an sich reißt, lesen die drei ihre Texte nochmal durch und mit Track 26 – „Together forever3“ klappt es endlich, den Song fehlerfrei zu singen. Am Ende stellt sich heraus, dass Mr. Urban nur deshalb so freundlich mit Kelly umgeht, weil diese miteinander schlafen. Danach Übergang zur 13. Szene mit Track 27 – Eternal Dark.

13. Szene – Im Stadtpark. Kelly wartet im Stadtpark auf den Drogendealer Monkey. Doch sie versteht selbst nicht, warum sie so viele Aufputschmittel nimmt. Track 28 – „Wer bin ich“?

14. Szene – gleicher Schauplatz - Am Ende des Songs trifft sie auf Monkey und sagt ihm, dass sie stärkere Mittel braucht. Monkey verkauft ihr Kokain.

15. Szene – gleicher Schauplatz - Drogensüchtige haben Monkey entdeckt und kommen rasch an, um Ware zu kaufen. Es gibt Streit, Ärger, Handgreiflichkeiten. Track 29 – „Wege zum Abgrund 1“.

16. Szene – gleicher Schauplatz - Kellys Eltern Martha und Billy Fischer haben gehört, dass Kelly in den letzten Tagen im Stadtpark gesehen worden ist und suchen sie dort. Sie zeigen einem Drogenabhängigen ein Foto von Kelly, ob er sie kennt, von ihm erhalten sie jedoch keine Antwort.

Martha und Billy fragen sich, ob sie Kelly je wiedersehen oder ob sie ihre Tochter schon verloren haben. Track 30 – „Kelly, komm heim“.

17. Szene – Lichtung im Wald – Kelly und Ewa-Pamina reden über ihre Fanpost, die teilweise äußerst skuril ist.

18. Szene – Gleicher Schauplatz – Sandy kommt dazu. Sie hat soeben einen Anruf von der Polizei bekommen, dass ihr Stiefvater sich wegen Missbrauchs selbst angezeigt hat. Schnell stellt sich heraus, dass Ewa-Pamina das in die Wege geleitet hat. Sandys Sorgen sind dahin und Kelly meint, dass sie als Superstar ihr Geld verprassen sollten. Track 31 – “Superstar”.

19. Szene – Im Stadtpark – Track 32 – “Eternal flame”. Kelly besorgt sich über einen Zeitrahmen von 2 Wochen immer wieder Ware bei Monkey. Zunächst lehnt sie Herion noch ab, zum Schluss kann sie jedoch nicht mehr wiederstehen und kauft die Droge von ihm. Ein Abhängiger hilft ihr bei ihrem ersten Schuss. Als es schon geschehen ist, wird sie von Sandy und ihrer Mutter gefunden.

20. Szene – In Kellys Zimmer bei Ewa-Paminas Eltern. Kellys Mutter ist gekommen, ist sehr besorgt um ihre Tochter. Sandy, Ewa und Martha reden mit Kelly über den Drogenkonsum. Martha erfährt, dass der Dealer Monkey heißt. Kelly verspricht, mit den Drogen aufzuhören und kommt ihrer Mutter wieder näher.

21. Szene – Im Studio von Mr. Urban. Tiger Jay und Mr. Urban freuen sich über den Erfolg der Raising Stars und vor allem über das viele Geld, was die drei Mädchen ihnen einbringen. Track 33 – “Sie tun was wir sagen”.

22. Szene – Showbühne. Die Raising Stars geben erneut ein Konzert. Nach der Pause und dem Beginn der 2. Hälfte der Show präsentieren sie ihre neue Single Track 34 – “Together forever” und Kelly bricht auf der Bühne zusammen.

23. Szene – Leere Bühne – Harry hat von Kellys Zusammenbruch und dem abgebrochenen Konzert gehört und meint gemeinsam mit dem Ensemble mit Track 35 – “Ein Superstar muss stark sein”.

24. Szene – Im Stadtpark. Martha sucht den Stadtpark auf und wartet darauf, dass sie alleine ist, bis Monkey auftaucht. Sie weiß, dass es der Dealer ist, der letztenendes Schuld daran ist, dass ihre Tochter Kelly an die Drogen geraten ist. Track 36 – “Was ich tun muss, muss ich tun”. Als Monkey endlich auftaucht und er ihr seinen Namen verrät, erschiesst Martha Monkey und flüchtet. Neugierig, nachdem sie den Schuss gehört haben, tauchen viele Abhängige auf und sehen das Geschehen. Danach nehmen sie alle Drogen aus Monkeys Taschen.

25. Szene – Leere Bühne – Ein Auftritt steht unmittelbar bevor und Kelly ist nirgends aufzufinden. Track 37 – “Wo ist sie”? Alle suchen sie und geraten schon fast in Panik. Ewa und Sandy wollen nicht, dass der Auftritt platzen muss. Mehr und mehr kommen dazu, so dass zuletzt auch Tom, Mr. Urban und Tiger Jay sie suchen. Irgendwo findet ein Drogenabhängiger sie dann unter schlafenden Drogenabhängigen. Tom stellt den Tod fest, trägt sie fort. Track 38 –“Fallen”.

26. Szene – Leere Bühne – Das komplette Ensemble und alle Akteure klagen Kellys Tod an und suchen den Schuldigen. Track 39 – Endsong “Wer trägt die Schuld”?

 

E N D E

 

 

 

Mitwirkende: Hauptdarsteller: 5 weibliche – 7 männliche, sowie ca. 10-15 Ensemble-Mitglieder (männlich u. weiblich)

 

Kelly                                                             

Sandy                                                  

Ewa-Pamina               -                  zunächst drei Freundinnen

später die Popgruppe Raising Stars  

Billy

Martha                        -                  Eltern von Kelly

Wislaw

Wanda                        -                   Eltern von Ewa-Pamina

Tom                            -                    zunächst Single, später

 der Freund von Kelly

Harry                          -                    der “Raising Star –

  Hasser”

Mr. Urban                   -                    Produzent

Tiger Jay                     -                   Choreograph

Monkey                      -                    Drogendealer

sowie das Ensemble aus etwa 10-15 Darstellern (Trauergäste, Tänzer, Pärchen, Drogenabhängige, Polizisten, Fans u.a. – teilweise mit Gesang und Text)

 

Hinweis: Manche der 12 Darsteller mit kleinen Rollen können auch zum Ensemble gehören wie z.B. Monkey, Tiger Jay, Wislaw, Wanda u.a. - Kleine optische Veränderungen bieten sich hier an.

 

Spieldauer des ersten Akts ca. 75 Minuten

Spieldauer des zweiten Akts ca. 75 Minuten

 

WICHTIGE HINWEISE:

Dieses Musical wurde speziell für Laien- und Amateur-Musical-Theatergruppen geschrieben. Deshalb sind Bühnenbilder und Wechsel der Szenen auch ohne Drehbühne und hochtechnische Mittel leicht zu bewältigen.

WIE Sie dieses Musical mit Ihrer Gruppe inszenieren, ist komplett Ihnen überlassen. Sie können auch ohne Stellwände und Kulissenteile arbeiten; auch nur mit wenigen Requisiten ist das Stück aufführbar. Dennoch sind in diesem Manuskript einige Spielanweisungen mit Szenenbildern vorgegeben, so wie es auf der Bühne aussehen KÖNNTE.

Dieses sind jedoch nur Vorschläge, die Sie so nicht machen MÜSSEN.

Als Schauplätze vorgegeben sind z.B. ein Friedhof, eine Waldlichtung, Wohnküche, ein Garten vor einer Hausfront, ein Stadtpark, Showbühne, Probenraum u.a.

Die Lieder im Stück (Musik u. Texte) sind für dieses Musical gemacht worden und sind nicht auf Tonträgern zu

erwerben (weder im Handel, noch anderweitig) und man kann sie auch auf keinerlei Downloadplattform wie z.B. Spotify, Deezer, Apple Music u.a. streamen. Obwohl der Autor H. Schmidt die Nutzungs- und Vervielfältigungsrechte von Suno erhalten hat, werden die Songs nicht zum Kauf vertrieben, sondern werden ausschließlich bei Aufführungen des Musicals „Raising Stars verwendet. Deshalb sind hier für Ihre Aufführungen keine zusätzlichen GEMA-Gebühren fällig.* Sie zahlen nur die Aufführungsgebühren, die Sie mit dem Verlag im Vertrag geschlossen haben und halten die darin angegebenen Regeln ein.

Falls Sie von Ihrer Inszenierung jedoch Tonträger an Ihre Zuschauer weitergeben wollen (Verkauf), erteilt der Autor Ihnen das Vervielfältigungsrecht auf Anfrage. Hier sind Sie jedoch dazu verpflichtet, dem Verlag das mitzuteilen, weil dann Verkaufsgebühren fällig werden.

Wenn Sie dieses Rollenbuch zur Ansicht bestellt haben, bekommen Sie vom Verlag einen Tonträger (CD), auf dem nur Ausschnitte von den Titeln zu hören sind, die in diesem Musical verlangt werden.

Erst wenn Sie sich für eine Inszenierung und Aufführungen entschieden und den kompletten Rollensatz bestellt haben, erhalten Sie dazu zwei Tonträger (CDs). Die erste CD enthält alle Titel in kompletter Länge, die zweite alle Instrumental- bzw. Playbackversionen.

Selbstverständlich dürfen Sie auch von den originalen Songs Instrumentalfassungen oder Playbackversionen in einem Studio o.a. einspielen lassen oder können auch mit einem Orchester arbeiten. Noten von den Songs gibt es vom Autor oder vom Verlag jedoch nicht.

Die Texte der Songs und das Buch selbst wurden zu 100% vom Autor verfasst. Chat GPT oder AI kamen hier nicht zum Einsatz. Aber die Musik wurde nach Vorgaben vom Autor von dem KI-Programm Suno erstellt. Einige Worte in den Texten, die Sie auf den Tonträgern hören, sind aber teilweise NICHT so, wie SIE sie auf der Bühne singen sollten. Der Autor bittet darum, diese Fehler zu entschuldigen. Halten Sie sich bitte ausschließlich an die Texte im Rollenbuch.

Manchmal hören Sie auch auf dem Tonträger eine männliche Stimme, wenn es jedoch eine weibliche sein muss – und auch umgekehrt. Halten Sie sich auch hier bitte UNBEDINGT an die Vorgaben im Rollenbuch. (hierbei handelt es sich um einen Fehler des KI-Programms)

Ihre Akteure können bei den Aufführungen selbstverständlich live singen; es bietet sich jedoch an, die Songs vorher in einem Studio aufzunehmen. Teilweise sind auch gesprochene Szenen in den Liedern enthalten. Diese können Sie ausblenden und live die Texte sagen, oder auch lippensynchron stumm „sagen“.

 

*Beachten Sie auch bitte die Suno-Nutzungsrechte am Ende dieses Rollenbuches

 

 

 

Prolog

November 2025*

*(dieses kann gerne für die Zuschauer eingeblendet werden)

Der Vorhang öffnet sich. Ein Friedhof. Zunächst sind keine Akteure auf der Bühne – Nebel. Man hört eine Kirchenglocke läuten; darauf folgt Orgel-Musik. Im Hintergrund sieht das Publikum zunächst nicht deutlich erkennbar eine Gruppe von ca. 10 – 15 Menschen, die auf der Bühne hinter einem Sarg herlaufen, welcher von sechs Männern (Sargträger - Ensemblemitglieder) getragen wird. Der Nebel verschwindet mehr und mehr und die Akteure werden sichtbarer. Vor dem Sarg geht der Priester/Pastor (Ensemblemitglied), als Letzter in dieser Schlange mit kleinem Abstand zu den Anderen geht Tom. Alle gehen mit gesenkten Häuptern, trauernd, manche wischen sich die Tränen ab. Der Sarg wird von den Trägern nach vorne in Richtung Zuschauerraum getragen, so dass alle Akteure ebenfalls nach vorne schauen. Der Trauerzug hält, der Sarg wird am Grab zunächst abgesetzt, dann in das Grab heruntergelassen. (falls Ihrer Spielgruppe das nicht möglich ist, nur abgesetzt) (währenddessen mehrere Fotografen, die Fotos machen – kurzes „Blitzlichtgewitter“. Die Auftaktmusik verstummt... (HINWEIS: Die Musik der 1. Szene - Glocken und Auftaktmusik - vom ersten Auftritt der Akteure bis zum Satz des Priesters dauert 1:15 Min. Achten Sie hier auf das richtige Timing, dass der Sarg dann auch abgesetzt wurde)

 

 

Priester/Pastor: (gesprochen - währenddessen der Sarg herabgelassen oder nur abgestellt wird und die Auftaktmusik verstummt ist) Und somit geben wir den Leib von Kelly Fischer in Gottes Acker zurück. Asche zu Asche – Staub zu Staub.

(die Sargträger nehmen ihre Hüte ab, verbeugen sich gleichzeitig, sodann beginnt der erste Song.) Weinende Menschen, Kellys Mutter wird von ihrem Mann gestützt, Sandy und Ewa-Pamina* umarmen sich tröstend. Der Priester/Pastor und einige Trauergäste (vom Ensemble) gehen langsam ab nach hinten. Leichter Nebel steigt erneut auf. Tom kommt beim Einsatz des Liedes weiter nach vorne. Jeder, der dann seinen Songeinsatz hat kommt sodann ebenfalls weiter nach vorne, das Ensemble bleibt im Hintergrund) *(Ewa-Pamina und Sandy sollten dunkle Mäntel und darunter schon die Kleidung für die folgende Szene tragen, damit sie dafür nur wenig Zeit benötigen)

1.Track – Prolog (Glocken, Auftaktmusik, „Was für ein Abschied“) Länge: 7:00 Min.

Tom:               Kelly, warum lässt du mich allein

Mein Körper ist wie Eis – mein Herz wie Stein

                        Kein einziger Gedanke ist mehr klar

                        ich liebte dich so sehr, mein Superstar

                        Kelly, warum lässt du mich allein

                        Kelly, kann das wirklich Wahrheit sein

                        Wie soll ich denn nur leben ohne dich

 

Sandy&Ewa: Sag, warum lässt du uns zwei nun im Stich

Tom:               Sie war meine erste und einzige Liebe

Harry:             (ein unsympathischer und recht ungepflegter Mann; sein Gesang

klingt eher gehässig) Ihr Motto hieß Habgier und Luxus und Triebe

Sandy&Ewa: Uns´re Karriere sie ist nun zuende

Tom:               Kelly, warum lässt du mich allein

Harry:             Sie hat jeden behandelt wie ein Schwein

Tom:                Du warst für mich der allergrößte Star

Sandy&Ewa: Nie wird es wieder wie es einmal war

Martha:           (verzweifelt) Mein liebes Kind, ich würd´ auch gerne sterben

Billy:               (eher verärgert als traurig) Der Ruf der Familie, er liegt jetzt in Scherben

Martha:           Als Mutter versagt, ach, verzeih´ mir mein Engel

Harry:             Und in ihrem Bett gab es manches Gedrängel

Alle:                (außer Harry) Sie war ein Star – hübsch - phänomenal

                        Dieses Talent – groß - einfach genial

Tom:               So jung – und zart...

Harry:             …so kalt – und hart

 

REFRAIN: (folgender Gesang zunächst ohne Harry – der aus der Gruppe von vorne nach rechts oder links geht, sich dabei kurz mimisch spöttisch über alle anderen zeigt.)

Alle:                Was für ein Abschied – sie ist vor ihrem Schatten weggerannt

                        Nach kurzer Reise das Ende erreicht

Was für ein Abschied – wer auf der Welt hat dich wirklich gekannt

Du bist gestolpert – Dein Weg war nicht leicht

Tom:               Auf den Wolken wirst du wandern – aus dem Himmel wirst du seh´n

Überall Menschen – doch eine fehlt uns, Kelly – das bist Du                                

(Plötzlich ein heller Sonnenstrahl (Scheinwerfer), der auf die Bühne fällt auf Kelly – alle Akteure drehen sich um, schauen nach oben, wir sehen Kelly in weißer Kleidung, hören Kelly singen „aus dem Himmel):

Kelly:              Hier in meiner völlig neuen Welt – hat sich ein Engel schützend aufgestellt

Hier strahlen Sterne hell und klar – hier werden meine Wünsche wahr                 

(Kellys Silhouette verblasst sofort wieder, Die Akteure schauen wieder nach vorne)

 

Alle:                Was für ein Abschied – die letzte Ehre erweisen wir dir

                        Nur die Erinn´rung ist alles was bleibt

                        Was für ein Abschied

Billy:               Trauer und Wut macht sich breit jetzt in mir

Alle:                gescheitert am Ruhm, Raising Star – welch                         ein Leid

Harry:             (kehrt wieder zurück zur Gruppe)

Alle:                Was für ein Abschied – sie ist vor ihrem Schatten weggerannt

Tom:               Kelly, warum lässt du mich allein

Billy:               Nach kurzer Reise das Ende erreicht

Harry:             Sie hat jeden behandelt wie ein Schwein

Alle:                Was für ein Abschied

Tom:               Ich liebte Dich so sehr mein Superstar

Alle:                Nur die Erinn´rung bleibt

Tom:               Wie soll ich denn nur leben ohne Dich

Sandy&Ewa: Sag´ warum lässt Du uns zwei nun im Stich

Harry:             In dem Feuer wirst du schmoren – aus der Hölle wirst du schrei´n

Ein großer Popstar – den niemand jetzt vermisst – Nein nein nein

 

 

Alle:                Was für ein Abschied – sie ist vor ihrem Schatten weggerannt

                        Nach kurzer Reise das Ende erreicht

Was für ein Abschied – wer auf der Welt hat Dich wirklich gekannt

Du bist gestolpert – Dein Weg war nicht leicht

Was für ein Abschied – die letzte Ehre erweisen wir dir

                        Nur die Erinn´rung ist alles was bleibt

                        Was für ein Abschied

Billy:               Trauer und Wut macht sich breit jetzt in mir

Alle:                gescheitert am Ruhm, Raising Star – welch ein Leid

Sandy&Ewa: Sag, warum lässt du uns zwei nun im Stich

Harry:             In dem Feuer wirst du schmoren – aus der Hölle wirst du schrei´n

Ein großer Popstar - den niemand jetzt vermisst

Alle:                (schauen Harry verärgert an) Nein nein nein

Was für ein Abschied – sie ist vor ihrem Schatten weggerannt

Nach kurzer Reise das Ende erreicht

 

 

Was für ein Abschied – wer auf der Welt hat Dich wirklich gekannt

Du bist gestolpert – Dein Weg war nicht leicht

Was für ein Abschied – die letzte Ehre erweisen wir dir

Nur die Erinn´rung ist alles was bleibt

Was für ein Abschied – Trauer und Wut macht sich breit jetzt in mir

Gescheitert am Ruhm – Raising Star…

Alle:                (senken ihre Köpfe)

Harry:             (ironisch) Welch ein Leid. – Was für ein Abschied. (steckt sich den Zeigefinger in den Mund, als wenn er kotzen könnte, abgehend – Blackout, Vorhang)

 

 

 

Erster Akt

Mai 2025 (6 Monate früher) *

*(gerne wieder einblenden)

 

1.Szene (Kelly, Sandy, Ewa)

(Vorschlag:) VOR dem Vorhang

(INFO: Hinter dem Vorhang wird das Bühnenbild jetzt umgebaut und es zeigt NACH dieser folgenden Szene eine Lichtung im Wald. Im Hintergrund an der Wand nur Bäume, auf der Bühne eine kleine Holzbank und ein Mülleimer, einige Sträucher oder auch ein paar Bäume AUF der Bühne. Evtl. eine Laterne.)

Kelly: (kommt belustigt und fröhlich von links flott auf die Bühne gelaufen, sie trägt eine Umhängetasche, darin ein Brief und eine Flasche Sekt, spricht dorthin:) Na, jetzt kommt schon. Ich hab´ Euch etwas Wichtiges zu erzählen.

Sandy: (und Ewa-Pamina kommen eifrig und auch belustigt – fast albern – dazu. Alle drei tragen lockere zeitgemäße Kleidung, ihrem Alter entsprechend. Sandy hat eine Gitarre dabei, Ewa trägt einen gefüllten Rucksack auf dem Rücken und hat eine zusammengefaltete Decke unterm Arm) Hast Du gesehen Ewa, wie er Kelly angeschaut hat?

Ewa: (spricht im ganzen Stück mit einem polnischen Akzent, jetzt ein wenig übertrieben theatralisch) Er hat gesehen Kelly und… Peng… ist er verliebt in sie.

Kelly: Ach, jetzt hört auf.

Sandy: Na komm, SO schlecht sah er nicht aus. Und seinen Namen hat er Dir auch schon verraten. (stottert fast, macht nach) „Ha… Hallo. Ich bin To…hom“. (lacht)

Ewa: (lacht auch) Das wird sicher ganz große Liebe. Ich fühle es ein bisschen, Kelly. Und ihr habt auch geklebt zusammen mit Augen.

Kelly: Aneinander, Ewa-Pamina. Es heißt aneinandergeklebt.

Sandy: Na bitte – nun gibst du´s ja sogar selbst zu.

Kelly: Schluss jetzt! – Sandy – Ewa-Pamina - wollt ihr jetzt hören, warum ich heute so glücklich bin?

Ewa: Aber ja. Erzähle.                      

Kelly: Darauf sollten wir aber anstoßen. Es wird Euch nämlich von den Socken hauen, was ich zu berichten hab´.

Ewa: Anstoßen? Zusammen? Es ist aber nur Orangensaft in Rucksack.

Kelly: Kein Problem. Denn hier… (holt aus ihrer Umhängetasche eine Flasche Sekt hervor, schwenkt damit hin und her) …hab´ ich schon vorgesorgt. Kommt, wir gehen zu unserem Platz in den Wald. (Alle drei zügig ab nach           rechts, gleichzeitig wird der Vorhang wieder geöffnet und die Zuschauer sehen das neue Bühnenbild. Kelly, Ewa-Pamina und Sandy kommen dann von rechts auf die Bühne.)

2. Szene (Kelly, Sandy, Ewa, Statisten, Mr. Urban)

Ewa: (breitet schnell die Decke auf den Boden aus, Sandy und Ewa setzen sich im Schneidersitz darauf.)

 

Sandy: (entnimmt Kelly die Flasche) Ich mach´ schon mal auf und Du erzählst. (tut das)

Kelly:  Genau. (holt während ihrer folgenden Sätze drei Gläser und einen Brief aus ihrer Tasche, ohne Umschlag. Die Gläser reicht sie Ewa.) Passt auf. Ich hatte doch vor ein paar Wochen mein Demo-Tape eingeschickt. Und heute… Tatatata… …kam dieser Brief, dass ich… und ich kann es selbst kaum glauben… (euphorisch, erhebt die Stimme) …zum Vorsingen eingeladen bin.

Ewa: (und Sandy beide sehr erfreut) Kelly. Du darfst singen vor Menschen, die entscheiden, ob Du gut bist für Karriere?

Sandy: Meine Güte, das ist ja voll der Hammer.

Kelly: Jaaa! Ich bin jetzt schon total aufgeregt. Dabei war es wirklich ein ganz schlechtes Tape. Ich hab´ das Lied in ein Diktiergerät gesungen mit einem Playback im Hintergrund. Und dennoch krieg´ ich eine Chance.

Sandy: Was willst Du dort vorsingen? Etwas Modernes? Pop? Was Aktuelles? ´nen Oldie? Oder vielleicht einen Song von Taylor Swift*? *(nennen Sie einen weiblichen Popstar, der aktuell sehr erfolgreich ist) Oder was von Whitney? Vielleicht wäre was von den No Angels oder den Spice Girls auch gar nicht schlecht.

Kelly: Oh, ich hab´ noch keine Ahnung.

Ewa: Das ist so gute Nachricht. (hat bereits die Gläser gefüllt, verteilt diese) Auf Kelly!

Sandy: Auf Kellys musikalische Zukunft. Prost.

Ewa: Dzieki. (sprich: Dschenki)

Kelly: Prost und Dzieki. (alle trinken)

Ewa: Wenn Du vorsingst… also… etwas Eigenes wäre auch sehr schön.

Sandy: EWA! Genau das ist es! (dann zu Kelly:) Wenn Du mit einer eigenen Komposition und auch eigenem Text vorsingen würdest… was glaubst Du, was das für einen coolen Eindruck auf die Produzenten macht?

Kelly: Meinst Du?

Sandy: Aber ja. Und wozu hast Du zwei geniale Freundinnen?! – Also? (schnippst Ewa zu, sie selbst nimmt die Gitarre)

Ewa: (holt aus ihrem Rucksack schnell einen Block und einen Stift) Sandy kann so gute Melodien erfinden.

Sandy: Und Ewa hat manchmal echt gute Texte dazu.

Ewa: Danke.

Sandy: Wir machen Dir einen wunderbaren Song – und zwar wird es ein Lovesong von Kelly… (belustigt) …an ihre neue Liebe Tom.

Kelly: Hey! Ich kenne den Typen gar nicht.

Sandy: NOCH nicht.

Ewa: Wir machen Lovesong. Genau. Passt auf. (schreibt) Ein Liebeslied für „Beautiful Klebe-Augen-Tom“.

Sandy: Und es könnte beginnen mit... Äh… „Voller Geigen hängt der Himmel...“

Ewa: ...“und Kelly denkt an Tommys P…“

Kelly: (erbost aber dennoch belustigt) EWA!

Alle: (lachen)

Sandy: (zu Ewa-Pamina:) Du hast mir doch gestern einen neuen Text gezeigt. Könnte der passen?

Ewa: Oh, ich arbeite noch daran – ich weiß nicht, ob das schon gut ist.

Sandy: Zeig her! (nimmt sich die Gitarre)

Ewa: (holt einen Bogen Papier mit dem Song aus ihrem Rucksack hervor)

Sandy: (liest) Hey – das hört sich doch super an. Als wäre es für Kelly und Tom gemacht.

Kelly: Könnt ihr bitte mal damit aufhören?!

Sandy: Lass mich mal schauen ob ich darauf eine Melodie finde. (versucht zunächst leise singend, den Text mit einer Melodie zu füllen, summt dann) Hhhmmm… (begleitet sich dabei auf der Gitarre. Zunächst gelingt es ihr noch nicht so recht, schnell findet sie aber eine passende Melodie. Sie beginnt den Refrain zu singen, bzw. wiederholt) Okay, passt auf. Ich glaub´ so könnte es gehen. (dann setzt die Musik ein von Track Nr. 2)

2. Track – „My song for you“ Länge: 4:15 Min.

Sandy: Yesterday i took a walk in the park,

my lonely heart looks quiet sad and dark

but then I met you, and with one look into your eyes

my heart suddenly is spinning like a wheel so nice

(Im Hintergrund laufen jetzt langsam einige Spaziergänger (Ensemblemitglieder) vorbei, von rechts nach links und umgekehrt. Singles, Pärchen… Ein Paar kann auch stehenbleiben und sich küssen, dann weitergehen.)

I am lost in love when I think to his face and his eyes

Something´s happend to me – I can´t believe it – but I know it´s true

Baby – can you hear it - this is my song for you

Sandy: (gesprochen:) Und? Gefällt uns das?

Ewa: Sehr schön.

Sandy: Na dann macht mit.

Kelly: Aber nur, wenn ihr mir versprecht, dass der Text nicht auf mich bezogen ist. (Kelly setzt sich jetzt zu den beiden auf den Boden)

Sandy: Das werden wir ja in den nächsten Wochen sehen.

Alle: (singen, das Textblatt liegt vor den dreien auf dem Boden – sie lesen ab)

Alle:    Yesterday i took a walk in the park,

my lonely heart looks quiet sad and dark

but then I met you, and with one look into your eyes

my heart suddenly is spinning like a wheel so nice

Mr. Urban: (läuft hinten auch vorbei, hört die Mädchen, bleibt stehen, hört zu, kann sich auch auf die Bank setzen)

Alle:    I am lost in love when I think of his face and his eyes

Something´s happend to me – I can´t believe it – but I know it´s true

Baby – can you hear it - this is my song for you

Sandy: When the dawn begins and I still can´t sleep

´cause my feeling for you is so deep

My heart´s still burning, come on and give me desire

When I think of you there´ll be a kind of fire

(deutet den beiden, dass sie jetzt wieder mit einsetzen sollen)

Alle:    I am lost in love when I think to his face and his eyes

Something´s happend to me – I can´t believe it – but I know it´s true

Baby – can you hear it - this is my song for you – yeah

Sandy: Can you hear me, Baby – this is my little song for you

Yes, this is my song for you

Yes, this is my song for you

3. Szene (Kelly, Sandy, Ewa, Mr. Urban)

Mr. Urban: (applaudiert) Bravo!

Kelly: (Sandy und Ewa-Pam leicht erschrocken, stehen sofort auf) Haben Sie uns belauscht?

Mr. Urban: Ja. Aber eher ungewollt. Ich wollte nur einen Spaziergang durch den Wald machen und dann… Das, was ich da soeben zufällig hören durfte... das war... unglaublich!

Sandy: Unglaublich? Was soll das heißen?

Ewa: Genau. Was heißt das für Sie? Unglaublich.

Mr. Urban: Das war… unglaublich schön. Von wem ist der Text und wer hat das komponiert?

Kelly: (erkennt ihn) Sie... Sie sind doch...

Mr. Urban: Richtig! – Jeder nennt mich „Mr. Urban“.

Kelly: (flüstert Ewa-Pamina und Sandy ins Ohr, um wen es sich handelt)

Mr. Urban: (währenddessen) Und ich bin immer auf der Suche nach neuen Talenten. – Wer hat Euch ausgebildet? Wo tretet ihr auf?

Ewa: Ausgebildet? Auftreten? Wovon dieser Mann nur spricht?

Kelly: Wir sind nicht musikalisch ausgebildet. Wir sind nur Freundinnen, die zum Spaß seit Jahren singen. Nur für uns machen wir das. Das ist Ewa-Pamina – sie textet gerne; Sandy hat eine Ader dafür, Melodien zu erfinden, und ich bin Kelly.

Sandy: Und Kelly hat die beste Stimme von uns allen. Und SIE möchte auch gerne mehr machen aus ihrem Talent.  

Mr. Urban: Ja wunderbar. Auf der ganzen Welt werden ständig 1000de von Menschen

gecastet – und heraus kommt dabei meistens nur Müll oder nur One Hit Wonder. Und ich hab´ heute das Glück drei unentdeckte Talente zu... (stockt) Nein – sagen wir lieber: Ihr drei habt das große Glück mich getroffen zu haben. Denn ich – Mr. Urban mache Euch – na ja – vielleicht zu Stars. Solche Stimmen braucht Deutschland. Aus Euch könnte wirklich was werden.

Kelly: Meinen Sie das ernst?

Mr. Urban: Wir sollten es zumindest ausprobieren. Wann kommt ihr in mein Studio?

Ewa: Wieso wir? Was heißt das: EUCH?

Sandy: Wir alle drei sollen zu Ihnen in Ihr Studio kommen?

Mr. Urban: Ja. Damit wir mal schauen, was möglich ist und evtl. gemeinsam einen Promo-Song aufnehmen. Ich habe das Gefühl, in meinen heiligen Musikräumen wird bald etwas völlig Einzigartiges geboren – sowas wie… eine neue Girl-Band.

Ewa: (kann es gar nicht glauben) Eine neue Girlband? Meine Güte Gott, – habt

ihr gehört das? Habt ihr eine Vorstellung davon, was das kann bedeuten für uns alle drei?

Sandy: (ganz begeistert) Sie wollen mit uns ernsthaft etwas aufnehmen – ein eigenes Lied?

Kelly: Aber ich habe doch schon eine Einladung bekommen von Cherry Sound. Da soll ich doch nächste Woche vorsingen.

Sandy: Ja, Du alleine. Aber was ist mit uns?

Mr. Urban: (hat das gehört) Entschuldigung. Hörte ich da Cherry Sound? Aaah… die vergiss besser. Komm zu mir, Kelly. Mit Deinen beiden Freundinnen.

Kelly: Soll ich wirklich?

Sandy: Kelly! – Ich denke, Mr. Urban weiß, was er tut. Außerdem hat er auch

die Freeky Fraizers produziert vor zwei Jahren.

Ewa: Ja, aber die haben getrennt sich vor einigen Monaten. Wegen wenig Erfolg.

Mr. Urban: Nicht ganz. Der Leadsänger Jimmy ist in meinem Studio ausgeflippt und hat einige Instrumente zerstört. Da hab´ ich der Band den Vertrag gekündigt. Er hatte wohl ein paar Pillen zuviel eingeworfen, denke ich. Außerdem ist er bei manchen Auftritten gar nicht erst erschienen und wir mussten 1000de Fans wieder nach Hause schicken. Diesen Misserfolg hat die Band sich ganz alleine zuzuschreiben. 

Ewa: Oh… Sowas darf natürlich nicht passieren.

Sandy: (zu Kelly) Wenn Du willst, kannst Du ja dennoch zu Deinem Casting zu Cherry Sound gehen. Ich meine – wenn Du oder wir alle Mr. Urban enttäuschen. Bevor Du Verträge unterschreibst ist doch alles offen.

Mr. Urban: Richtig. Und mit Eurem Talent und diesen Stimmen sehe ich da kein Problem.

Kelly: Ein Promo-Song von uns drei? Das wäre ja… der Wahnsinn! Mr. Urban – wann denken Sie, könnten wir zu Ihnen kommen, um alles zu besprechen?

Mr. Urban: Wir sollten den Menschen Eure wunderbaren Stimmen nicht mehr allzu lange vorenthalten. Wie wäre es mit morgen Nachmittag um vier bei mir im Studio. Hier ist meine Karte. (Reicht Kelly eine Visitenkarte) Wir könnten aber jetzt schon ein paar Einzelheiten besprechen, wenn ihr wollt. Hätten die Damen dafür noch Zeit?

Alle drei: ABER JAAAA!

(alle Statisten als Pärchen u.a. sind jetzt von der Bühne weg)

Ewa: Ich kann nicht glauben, was hier gerade ist passiert.

Kelly: Ich auch nicht.

Sandy: Dann hört MIR nochmal gut zu, damit ihr es glaubt: WIR DREI WERDEN VIELLEICHT POPSTARS!

Kelly: Moment mal, Sandy. So weit sind wir noch lange nicht.

Sandy: Das ist richtig. Aber wir dürfen doch träumen, oder?

Alle: (schauen sich einen Moment unsicher an, dann auch Mr. Urban, dann alle vier euphorisch:) Aber JAAAA!

Sodann beginnt Track Nr. 3 „Drei Engel im Super Trouper“. Länge: 4:32 Min. Das Bühnenbild bleibt unverändert, sollte aber heller werden und hier sollte auch –besonders im Refrain - mit vielen sich schnell-bewegenden Super Troupern gearbeitet werden. Die drei Mädchen tanzen zu dem Song – aber keine Choreographie. Mr. Urban steht am Rand und kommt nur dann leicht vor, wenn er einen Songeinsatz hat, hält aber sonst einen deutlichen Abstand zu den drei Mädchen. Ewa kann – während der Song schon angefangen hat - aus ihrem Rucksack drei Haarbürsten o.a. herausholen, die die drei dann zum Spaß als Mikro benutzen)       

                

3. Track – „Drei Engel im Super – Trouper“

Kelly:  Hey eh eh… – Hey eh eh… oh oh oh…

Morgen schon kann es gescheh´n - mein Traum – er wird wirklich wahr

Sandy:             Auf großen Bühnen werd´ ich steh´n

Ewa:                Applaus für mich – ich bin ein Popstar

Mr. Urban:      Ich bring sie nach oben, die Welt wird sie lieben in den Charts die Number one

Die Fans werden toben, und sie werden fliegen in den Popstarhimmel dann

Kelly:              Das Rampenlicht, es fängt mich ein

Sandy: Konzert! – Lampenfieber geh´

Kelly:              Für Tausende ein Vorbild sein

Ewa:               Ein Hit! – Zukunftsangst passé

Mr. Urban:      Ich bin der Entdecker, und nicht Dieter Bohlen

das macht mich stolz, keine Frag´

Erwachs´ner und kecker, wie auf heißen Kohlen in Hamburg, Berlin und Prag

Refrain:

Alle:                (außer Mr. Urban) Wir sind fast am Ziel – in uns ist Musik

                        Wir sind drei Engel im Super Trouper

Gestern noch ein Nichts – hey - morgen schon ein Star

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Super Trouper – Super Trouper 

Kelly:              Drei Engel im Super Trouper            

Kelly:              Ein Grammy für das Video - Titelseiten nur mit mir

Sandy:             Der große Hit im Radio

Ewa:               Drei Mega-Stars – das sind wir

Mr. Urban:      Es klingelt die Kasse, ich könnt´ mich bepissen, ich bin bald ein reicher Mann

Es jubelt die Masse, man ist hingerissen, die Zukunft heißt Geld und Fun

(geht freundlich winkend sich verabschiedend nach hinten rechts oder links ab)

 

Refrain:          

Alle:                Wir sind fast am Ziel – in uns ist Musik

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Gestern noch ein Nichts - morgen schon ein Star

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Super Trouper – Super Trouper - drei Engel im Super Trouper

Instrumental-Teil

Alle:    Wir sind fast am Ziel – in uns ist Musik

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Gestern noch ein Nichts - morgen schon ein Star

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Super Trouper – Super Trouper - drei Engel im Super Trouper

Kelly:  Jede von uns sitzt bald auf einer Farbe vom VIP-Regenbogen

Sandy&Ewa: Von tausenden Fans, Macht, Ruhm und Erfolg sind wir täglich umwogen

Kelly:  Wir sind bald ganz oben, das Leben kann so einfach sein

Wir schauen jetzt nach vorne und niemals mehr zurück

Refrain (verändert)

Alle:    Wir sind fast am Ziel – in uns ist Musik

 

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Gestern noch ein Nichts - morgen schon ein Star

Wir sind drei Engel im Super Trouper

Super Trouper – Super Trouper - drei Engel im Super Trouper

Wir im Super Trouper

Das Leben kann so einfach sein

Wir schauen jetzt nach vorne und niemals mehr zurück

Kelly:  Hab´ daran geglaubt – gestern ist vorbei

Kein Mensch kommt mehr vorbei an die drei Engel im Super Trouper

(die drei Mädchen fallen sich laut lachend und erfreut in die Arme, Vorhang)

4. Szene (Kelly, Sandy, Ewa)

Alle: (drei kommen von rechts wieder vor den Vorhang. Die Requisiten wie Gitarre, Decke, Rucksack u.a. müssen sie jetzt nicht dabeihaben. Die Bühne wird umgebaut. Bühnenbild wird jetzt die Wohnküche – oder auch nur angedeutet – von Kellys Eltern. Mindestens Tisch, drei Stühle, der Hintergrund einfarbig, wenn Sie es nicht hinbekommen, dort eine Einbauküche, Fenster o.a. zu zeigen)

Ewa: (Vor dem Vorhang) Wir müssen das erzählen unbedingt sofort unsere Eltern. Die werden sich so freuen.

 

 

Meine Mama und meine Papa haben immer geglaubt an mich. (prahlt) Ihre Ewa wird ein Popstar.

Sandy: Moment, Moment. Wir sind morgen zunächst erstmal nur bei Mr. Urban eingeladen. Das heißt noch nichts.

Kelly: Da hat Sandy wohl recht.

Ewa: Aber ihr habt doch beide gehört ihn. Er hat gesagt, dass er den Menschen unsere Stimmen nicht länger will vorenthalten. Nein - WUNDERBARE Stimmen hat er gesagt, dieser Mr. Urban. Wunderbare! Freut ihr Euch denn doch nicht?

Kelly: Sicher freu ich mich. Wirklich. Ich hoffe nur, dass sich meine Eltern ebenso freuen. Ihr beide seid schon volljährig, aber ich werde erst in 11 Wochen 18. Wer weiß, wieviel Zeit das alles in Anspruch nimmt?! Und ich steh´ kurz vor dem Abi. Na ja und meine Eltern finden mein Hobby – also die Musik – eh nicht so toll.

Ewa: Weil Du bisher nie eine große Chance hattest, daraus etwas zu machen. Aber jetzt ist alles anders. (schaut auf ihre Armbanduhr, immer noch euphorisch und fröhlich) Lasst uns gehen und zuhause erzählen. Aber wir müssen unsere Sachen noch holen. (schon wieder ab nach rechts)

5. Szene (Kelly, Sandy)

Kelly: Und Du, Sandy? Wirst Du diesen Wahnsinn zuhause auch erzählen?

Sandy: Du weißt, dass meine Mutter vor knapp einem Jahr gestorben ist. Und mein Stiefvater… (dann betrübt, winkt ab)

 

Kelly: Ja?

Sandy: Ich möchte nicht darüber sprechen, okay?

Kelly: Aber Du hast doch was. Und wir drei haben uns mal geschworen, dass wir über alles reden. Vor allem über unsere Sorgen. Komm schon; was ist los?

Sandy: Mein Vater… also…

Kelly: Ja?

Sandy: (dann:) Nein, ich will darüber nicht sprechen. (lauter und deutlich. Fährt Kelly fast an mit großen Augen) Ich will nicht. Verstanden? (zügig ab nach rechts)

Kelly: Ja ja, ist ja gut. (ihr hinterher, ab)

6. Szene (Billy, Martha)

Der Vorhang öffnet sich und wir sehen das neue Bühnenbild. Billy sitzt in schicker Garderobe am Tisch und liest die Tageszeitung.

Martha: (kommt ebenfalls in schicker Kleidung von hinten links dazu.) Kannst Du mit bitte mal sagen, wo dieses Kind wieder bleibt?! Sie weiß doch, dass ich pünktlich um 18 Uhr das Abendbrot vorbereitet habe.

Billy: (ruhiger) Nein, ich weiß nicht, warum sie nicht hier ist. Vielleicht sollten wir Kelly zum Geburtstag eine neue Uhr schenken.

Martha: Es wird immer schlimmer in letzter Zeit. Manieren hat dieses Mädchen nie gehabt – aber von mir hat sie das ganz bestimmt nicht. (steht auf, abgehend nach hinten links, ruft) K e l l y !!!

 

Billy: Hab schon verstanden, Schatz. 

7. Szene (Billy, Kelly)

Kelly:  (kommt zügig von hinten rechts, jetzt wieder euphorisch und happy, aber auch ein wenig vorsichtig, weil sie ahnt, dass ihr Vater von ihrer Botschaft nicht sehr begeistert sein wird) Vater. Tut mir leid, dass ich ein wenig zu spät bin. Ich war mit Sandy und Ewa zusammen und Du ahnst nicht, was ich für eine großartige Nachricht habe.

Billy: (beachtet seine Tochter kaum, widmet sich aber weiterhin seiner Zeitung, schaut nicht mal hoch) Da bist Du ja endlich, Kelly. – Großartige Nachricht? Aha. Ich höre.

Kelly: Sandy, Ewa und ich haben… ja eigentlich nur so zum Spaß ein Lied zusammen gesungen – im Wald – bei der Lichtung, da wo wir immer gerne sitzen – und dann hat uns ein Produzent gehört und uns jetzt eigeladen in sein Studio für eine Probeaufnahme.

Billy: (schaut von seiner Zeitung weiterhin nicht hoch) So so. Interessant.

Kelly: Vater – das kann der Beginn einer ganz großen Karriere für uns sein. Verstehst Du denn nicht? Das ist eine echte Chance. Und so eine Einladung bei einem Produzenten – das ist fast wie ein Sechser im Lotto.

Billy: Aha. (achtlos, in dem er sich zunächst weiterhin seiner Zeitung widmet) Ob ich das verstehe? Nicht wirklich, Kelly.

Kelly: Vater, hast Du überhaupt eine Ahnung, was das für mich bedeutet?

 

Billy: (zunächst noch ruhig, immer noch in seiner Zeitung schauend) Das bedeutet, dass Du wieder mal nicht pünktlich zum Abendessen erschienen bist und die Suppe, die in der Küche auf Dich wartet, davon nicht wärmer wird!

Kelly: Ach, die Suppe ist doch jetzt egal. Begreifst Du denn überhaupt, was mir da heute passiert ist?

Billy: (knüllt die Zeitung zusammen, steht auf, wirft die Zeitung wütend auf den Boden) Oh doch – ich verstehe Dich sehr gut. (Track Nr. 4 beginnt „Bilanz einer Erziehung“ – Länge: 4:51 Min.)  Das Bühnenbild verändert sich, indem es etwas dunkler auf der gesamten Bühne wird und die Szenen evtl. mit Licht angestrahlt werden)

Billy:   Jeden Tag ackern – und immer nur rackern

für das eigene Fleisch und Blut

Bloß nicht gehorchen – und ständig dagegen

das bringt mich in Rage und Wut

Wenn deiner Mutter die Erziehung auch misslang

Verspür´ ich Tag für Tag sehr deutlich diesen Drang

Dir all das zu geben was ich hab´

doch du bringst mich noch ins Grab

Aus dem Nichts hab´ ich diese Firma aufgebaut

und meiner Tochter so vertraut

 

(Refrain)

Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Warum tust Du mir das an

Schäm Dich - schäm Dich - schäm Dich

Es wird Dir leid tun irgendwann

Du bist ein undankbares Gör, kennst keine Achtung

Das ist die Bilanz einer Erziehung

Kelly:  Ich hab´ dich sehr lieb, doch mach´ es uns nicht schwer

Ich bewund´re deinen Ehrgeiz wirklich sehr

Doch bitte lass uns darüber nicht streiten

Ich kann deine Firma doch niemals leiten

Jeden Tag Akten, Belege und Schriften

Mein Autogramm mit verschiedenen Stiften

Hämmern auf PCs und Schreibmaschinen

um so mein Geld dann zu verdienen

Im Büro versauern bis tief in die Nacht

Mit dem Ergebnis: Alles falsch gemacht

(Refrain)

Billy:   Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Warum tust Du mir das an?

 

Schäm Dich - schäm Dich - schäm Dich

Es wird Dir leid tun irgendwann

Du bist ein undankbares Gör; kennst keine Achtung

Das ist die Bilanz einer Erziehung

8. Szene (Billy, Kelly, Martha)

Martha: (kommt zurück, bleibt dann stehen, sieht jetzt welche Szene sich gerade abspielt)

Kelly:  (gesprochen:)

Vater, bitte versteh´ das – ich kann nicht eine Firma führen

von der ich nichts verstehe und von der ich auch nichts verstehen möchte

Ich fühle, dass das Leben etwas anderes mit mir vorhat

Martha: (kommt vor) Mußt du deine Eltern denn so kränken

Kannst du uns nicht etwas Achtung schenken

Denk ich an die Geburt – ach, welche Qualen

Für dich, mein Kind, da durft´ ich bitter zahlen

Ein zweites Baby konnte es nie geben

Denn ich quittierte Dich fast mit dem Leben

(Refrain)

Billy&Martha:Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Warum tust Du uns das an

Schäm Dich - schäm Dich - schäm Dich

 

Es wird Dir leid tun irgendwann

Du bist ein undankbares Gör, kennst keine Achtung

Das ist die Bilanz einer Erziehung

Kelly:  Mutter, was soll das? Ich kann doch gar nichts dafür

Ich kenn die Geschichte, doch warum erzählst du sie mir

Ich bin nun mal auf dieser Welt geboren

Doch mit Euren Plänen fühl´ ich mich verloren

Billy:   Du trittst Deine Eltern mit Füßen

Du wirst irgendwann dafür büßen

Warum musst Du immer nur siegen

Viel zu lang haben wir schon geschwiegen

(Refrain)

Billy&Martha:Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Warum tust Du uns das an

Schäm Dich – schäm Dich – schäm Dich

Es wird Dir leid tun irgendwann

Du bist ein undankbares Gör, kennst keine Achtung

Das ist die Bilanz einer Erziehung

Kelly:  Sandy und Pam sind die zwei, die mich verstehen

Martha:Warum musst du denn nur and´re Wege gehen

Billy:   Ein gutes Abitur werden wir nie sehen

 

Martha:Unser Plan mit dir wird im Winde verweh´n

Billy:   Nicht jeder Mensch kriegt vom Vater so eine Chance

Martha:Und trotzdem – dieses Verhalten – fast wie Revanche       

Kelly:  Alles was ich will, ist nur glücklich sein

Billy:   Und das bestimmst Du sicher nicht allein

(Refrain)

Billy&Martha:Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Billy:   Das was wir hier vor uns sehn ist die Bilanz einer Erziehung

Billy&Martha:Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Schäm Dich - schäm Dich - Schäm Dich

Billy:   Das was wir hier vor uns seeeeeehn…

ist die Bilanz einer Erziehung!

Billy: (drohend:) Du wohnst in meinem Haus! Du bist NOCH 17 Jahre alt. Und nach Deinem Abitur wirst Du in meiner Firma arbeiten – und diese später übernehmen, wenn ich abtrete. Ist das klar, Kelly?! (verschränkt die Arme vor der Brust)

Kelly: (steht enttäuscht und etwas ängstlich da, antwortet zunächst nicht)

 

 

Martha: (die sich dann neben Billy stellt, verschränkt die Arme ebenfalls vor ihrer Brust) Ist das klar, Kelly?!

Kelly:  (einen kleinen Moment noch unsicher, dann geht sie zügig zu ihren Eltern, schaut beiden direkt ins Gesicht:) Darauf könnt ihr lange warten.

Billy: (gibt Kelly eine kräftige Ohrfeige)

Kelly: (hält sich die schmerzende Wange, schaut ihre Eltern einen Augenblick an, kann kaum glauben, was ihr soeben passiert ist, rennt dann weinend ab nach hinten) 

9. Szene (Billy, Martha)

Martha: (verblüfft und erschrocken über die Handlung ihres Mannes) Billy, Du... Du hast sie geschlagen! (dann besorgt auch schnell ab nach hinten) Kelly?!                               

10. Szene (Billy)

Billy: (zunächst auch überrascht über sich, schaut seine zitternde Hand an) Das… das tut mir… (dann:) Das hat sie verdient! (auch ab)

 

          Blackout – Vorhang – Bühne wird umgebaut

                                    11. Szene (Kelly)

Kelly: (kommt zügig aber traurig vor den Vorhang und sodann beginnt Song Nr. 5) 

Track Nr. 5 – „Leben wie ich will“ – Länge: 4:24 Min.

Kelly:              Aaaaaah…

 

Bin nur ein Mädchen – wünsch mir zu Leben vor dem Tod

Bin nur ein Mädchen - gibt es für mich kein Rettungsboot?          

Muß parier´n – kann nicht kapier´n – warum Eltern Töchter formen

Hab´ genug – von dem Unfug – Leben hat doch keine Normen

Ist so schwer sich durchzuringen – lasse mich nicht länger zwingen

Ich bin doch keine Schachfigur – die man hinstellt wohin man will

(Der Vorhang öffnet sich und wir sehen ein neues Bühnenbild. Blauer strahlender Himmel, evtl. ein Bootssteg, auf dem Boden und im Hintergrund ist in bewegenden Farben das Wasser eines Sees zu erkennen.)

Refrain

Ich bin nun mal auf dieser Welt – und will sie so, wie´s mir gefällt

Man sagt, ich hab´ Talent – das ist nicht mehr unerkannt

In mir ist Musik, sie klingt rhythmisch, romantisch, laut und still - ich will jetzt leben wie ich will        

Bin nur ein Mädchen - Ich verspür´ nur noch Wut im Bauch

Ein schwaches Mädchen – fühl´ mich wie ein verblühter Strauch

 

 

Muss da raus – aus dem Haus – bin ich denn nur ein dummes Kind

Möchte schrei´n – mich befrei´n – schon viel zu lange war ich blind

Niemand weiß wohin es mich treibt – doch glaub ich, dass die Hoffnung bleibt

Die Bühne das wird mein Leben – daran glaube ich ganz fest

Refrain (leicht verändert)

Ich bin nun mal auf dieser Welt – und will sie so, wie´s mir gefällt

Man sagt, ich hab´ Talent – das ist nicht mehr unerkannt

In mir ist Musik, sie klingt rhythmisch, romantisch, laut und still

Will endlich leben wie ich will                    

Alles was mir Freude macht, das wird mir gleich verboten

was für die Erzeuger zählt, sind einzig gute Noten

doch graut´s mir, denk ich nur an Latein und Mathematik

denn das, was für mich wirklich wichtig ist – ist alleine die Musik

Instrumental – Teil

Kelly: (kommt wieder nach vorne an den Bühnenrand, der Vorhang schließt sich wieder und die Szene wird umgebaut. Garten von Ewas Eltern. Häuser auf der Bühne, Blumen,

 

einfache Dekoration eines Gartens, Wäscheleine, evtl. Haushintergrund und Tür)

Refrain (leicht verändert)

Ich bin nun mal auf dieser Welt – und will sie so, wie´s mir gefällt

Man sagt, ich hab´ Talent – das ist nicht mehr unerkannt

In mir ist Musik, sie klingt rhythmisch, romantisch, laut und still

Will endlich leben wie ich will – ja, will endlich leben so wie ich es will

Ich bin nun mal auf dieser Welt – und will sie so, wie´s mir gefällt

Man sagt, ich hab´ Talent – das ist nicht mehr unerkannt

In mir ist Musik, sie klingt rhythmisch, romantisch, laut und still

Will endlich leben wie ich will – ja endlich leben so wie ich es will

Blackout

Kelly: (ab)

12. Szene (Wanda, Wislaw, Ewa)

(Der Vorhang öffnet sich wieder und wir sehen das neue Bühnenbild. Wanda ist damit beschäftigt, Wäsche auf der Leine aufzuhängen, Wislaw sitzt am Tisch und stopft sich eine Pfeife. Beide tragen einfache Kleidung. Wanda mit

 

Bluse, Faltenrock, Strickjacke, Wislaw gerne Cordhose, Hosenträger, kariertes Flanellhemd o.a.)

Ewa: (kommt von hinten links fröhlich singend herangeeilt)

Wanda: Ewa, was ist passiert mit Dir hier? Du bist fröhlich, Kind.

Ewa: Ja, bin ich fröhlich und glücklich und alles.

Wanda: Powiedz nam. (sprich: Powwitsch nam) Erzähle uns, Ewa. Was macht Dich so fröhlich?

Ewa: Kennt ihr doch meine Freundinnen. Sandy und Kelly. Manchmal wir singen und machen Lieder. Nur so für uns eigentlich. Und jetzt hat gehört eine Mann unser Singen und wir dürfen alle gehen in sein Studio.

Wislaw: (steht auf, kommt dazu) Ist das wahr? Niesamowity. (sprich Njessamowiete)

Ewa: Ja, und dieser Mr. Urban – so heißt diese Mann – will bald machen mit uns eine Platte, also eine Aufnahme für alle Menschen zum Hören. Und wir werden vielleicht auftreten.

Wislaw: Ewa! Das bedeutet, dass Du und Deine Freundinnen werden vielleicht bald berühmt sein?

Wanda: Niesamowity. (sprich Njessamowiete) Unsere Ewa-Pamina. Ich habe gewusst immer, dass irgendwann mal wird etwas aus unsere kleine S/oneczny. (sprich Sswonetschne)

Wislaw: Wir sollten darauf stoßen an.

 

 

Ewa: Ja nur… weißt Du, Vater: Meine Name. Wenn ich bin bald Star ich muss für alle nur noch „Pam“ sein – ist besser, dass nicht gleich jeder merkt, dass ich bin aus Polen. Ist besser International, weißt Du?!

Wislaw: Das ist in Ordnung. Aber für Deine Vater bist und bleibst Du immer meine kleine Ewa.

Wanda: Unsere Ewa – bald eine Plattenstar. Man kann kaum glauben.

6. Track – „Jesteschme dumni“ – Länge: 3:42 Min.

(Wenn Wanda und Wislaw folgenden Song singen, sollten sie sich dazu rhythmisch bewegen, tanzen, mit erhobenen Armen usw. Ewa tut ähnliches, freut sich)

Wislaw:Uns´re Ewa, immer sie war schon so 

War braves Kind, immer fleißig und froh

Konnt´ sie singen schon als sie war noch klein

Macht jetzt Karriere, kann schöner doch nicht sein 

(Refrain)

Wislaw&Wanda: Jesteschme dumni, liebe Ewa wir sind stolz auf Dir 

Doch bleib auf Teppich bei Erfolg, ja das raten wir

Deine Stimme klingt so hell wie Glocke und so fein

Und Dein Papa und die Mama werden an Seite sein 

Wir immer haben schon gewusst, du hast das Talent 

Jesteschme dumni – für Musik Dein Herz so brennt

 

(Hey – hey)

Hey – hey – hey – hey - Jesteschme dumni – dumni - dumni

Deine Eltern sind so stolz

Wilaw:            Geh deinen Weg, mit viel Herz und Mut 

Und glaub´ an Gott, dann wird alles gut 

Und wenn wird Flopp, dann nicht traurig sein

Dann kommt was Neues, für unser Ewalein

(Refrain) 

Wislaw&Wanda: (Hey – hey)

Jesteschme dumni, liebe Ewa wir sind stolz auf Dir 

Doch bleib auf Teppich bei Erfolg, ja das raten wir

Deine Stimme klingt so hell wie Glocke und so fein

Und Dein Papa und die Mama werden an Seite sein 

Wir immer haben schon gewusst, du hast das Talent 

Jesteschme dumni – für Musik Dein Herz so brennt 

(Hey – hey)

Hey – hey – hey – hey – Jesteschme dumni – dumni - dumni

Deine Eltern sind so stolz

(Refrain) 

Jesteschme dumni, liebe Ewa wir sind stolz auf Dir 

 

Doch bleib auf Teppich bei Erfolg, ja das raten wir

Deine Stimme klingt so hell wie Glocke und so fein

Und Dein Papa und die Mama werden an Seite sein 

Wir immer haben schon gewusst, du hast das Talent 

Jesteschme dumni – für Musik Dein Herz so brennt 

(Hey – hey)

Hey – hey – hey – hey - Jesteschme dumni – dumni - dumni

Deine Eltern sind so stolz

Wislaw:Probier´ es aus, vielleicht Du wirst ein Star

Deine Familie sie ist immer für Dir da

Ach libbe Ewa, Du bist unser größter Schatz 

Mit Liebe in Dein Herzen, mach’ alles was dir passt 

(Refrain) 

Wislaw:(alleine:) Jesteschme dumni, liebe Ewa wir sind stolz auf Dir 

Doch bleib auf Teppich bei Erfolg, ja das raten wir

Wislaw&Wanda: Deine Stimme klingt so hell wie Glocke und so fein

Und Dein Papa und die Mama werden an Seite sein 

Wir immer haben schon gewusst, du hast das Talent 

Jesteschme dumni – für Musik Dein Herz so brennt 

(hey – hey)

 

Hey – hey – hey – hey - Jesteschme dumni – dumni - dumni

Deine Eltern sind so stolz

(Refrain) 

Wislaw&Wanda: Jesteschme dumni, liebe Ewa wir sind stolz auf Dir 

Doch bleib auf Teppich bei Erfolg, ja das raten wir

Deine Stimme klingt so hell wie Glocke und so fein

Und Dein Papa und die Mama werden an Seite sein 

Wir immer haben schon gewusst, du hast das Talent 

Jesteschme dumni – für Musik Dein Herz so brennt 

(Hey – hey)

Hey – hey – hey – hey - Jesteschme dumni – dumni - dumni

Deine Eltern sind so stolz

Hey – hey – hey – hey - Jesteschme dumni

Alle: (drei lachen und fallen sich fröhlich glücklich in die Arme)

13. Szene (Wanda, Wislaw, Ewa, Kelly)

Kelly: (kommt von rechts auf die Bühne, wirkt traurig, Ewa sieht sie, geht sofort hin)

Ewa: Kelly! Was ist denn? Hast Du geweint?

Wanda: (und Wislaw sehen sie auch) Aaah… Kelly. Eine weitere von diese Goldkehlchen, die wollen machen

 

Menschen glücklich mit Musik. Wir feiern gerade mit unsere Ewa.

Wislaw: Grüße Dich. Wir haben gehört gerade die gute Nachricht.

Kelly: (passt diese Euphorie gerade nicht sehr) Hallo. – Äh… Ewa, kann ich… also, kann ich bei Euch ein paar Tage wohnen? Wenn Deine Eltern einverstanden… Weil, mein Vater…

Ewa: Meine Güte, ja sicher. Oder? (schaut fragend zu ihren Eltern)

Wanda: Ewas Zimmer ist groß. Wenn Du hast Sorgen und möchtest hierbleiben bis alles geklärt, das ist kein Problem nicht.

Kelly: Danke.

Ewa: Was ist denn nur passiert?

Kelly: Mein Vater… er hat mich… geschlagen.

Wislaw: Wielkie nieba. (sprich: Wjelke njeba) Glaub´ ich das denn? Geschlagen?

Wanda: Wie kann man schlagen seine eigene Kind? Was nicht werden kann geregelt mit Worten – kann man doch nicht regeln mit SCHLAGEN!

Wislaw: (nimmt Wanda in den Arm) So ist es, libbe Wanda. (Kuss auf die Wange)

Ewa: Komm mit in meine Zimmer, Kelly. (tröstend mit Kelly ab. Entweder durch die vorhandene Tür ins Haus oder ab nach links, langsamer Blackout, schnelle Verwandlung

 

des Bühnenbilds in einen Stadtpark. Müll liegt herum, ein bis zwei Bänke, Straßenlaterne.)

14. Szene (ca. 10 Akteure vom Ensemble)

Hier setzt Track Nr. 7 ein „Dunkle Schatten“ – Länge: 1:11 Min. Die Musik dauert 1 Minute bis zum Auftritt von Monkey. In diesen 60 Sekunden kommen von rechts und links Drogensüchtige auf die Bühne. Man sieht, dass sie auf Turkey sind, bzw. Drogen brauchen. Manche mit verschränkten Armen vor dem Bauch, zitternd, zwei bekommen Streit, einer fällt zu Boden, sie laufen umher, brauchen Drogen, rauchen, trinken Bier aus Flaschen, einer kann sich auch übergeben u.a. Nach einer Minute geht die Musik über in Track Nr. 8 „Ein bißchen fliegen/Bitte, bitte Monkey“ – Länge: 3:45 Min. - Monkey ist sodann vorne links auf der Bühne am Rand erschienen, sieht seine „Kunden“. Zunächst sehen die Süchtigen ihn jedoch noch nicht.

15. Szene (ca. 10 Akteure vom Ensemble, Monkey, am Ende Sandy, Ewa, Kelly)

Monkey:(optisch ein typischer Drogendealer) Das hier ist mein Revier 

Was Du brauchst das lief´re ich Dir

(Monkey kann auch damit kokettieren, indem er seinen Mantel öffnet, darin sind innen viele Tüten geheftet mit Inhalt wie Pillen, weißem Pulver u.a.)

Ist Dein Himmel schon wieder grau 

Dann frag mich – ich kenn Dich genau 

 

Du willst bunte Träume und fliegen ganz weit

Bist für den nächsten Höhenflug wieder bereit

(Jetzt sehen die ersten 3 Süchtigen Monkey, gehen zu ihm, bitten ihn stumm um Ware, eine oder einer fällt sogar vor ihm auf die Knie, bettelt. Zwei können nicht zahlen, eine/r holt einen zerknüllten Schein aus seiner/ihrer Hosentasche, bekommt dafür von Monkey eine kleine Tüte mit Inhalt. Dieser läuft schnell zurück nach hinten, konsumiert.)

Man nennt mich Monkey, ich verkaufe eine Welt 

die bis morgen Abend ganz sicher anhält

(Weitere 4 Ensemblemitglieder sehen Monkey jetzt auch, gehen zu ihm, betteln)

Ensemble:       Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

Bitte bitte Monkey – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Monkey:         (Refrain)

Mein Stoff ist geil – mein Stoff ist gut

Ein bißchen Koks geht direkt ins Blut

Nimm doch ´ne „E“ – die coole Langzeit-Quell

Dann wird der Morgen erst nach Tagen hell

Du kannst weit über den Horizont schau´n

Ich hab´ neue Ware, Du musst Dich nur trau´n

Du wirst damit jeden Stress schnell besiegen

 

Mit meinem Kram wirst Du ein bisschen fliegen                

Ensemble: Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

Bitte bitte Monkey – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Monkey: (wehrt die Bettelnden ab, schubst sie, tritt sie sogar)

Haut ab, ihr wisst genau bei mir gibt’s nix auf Pump

Diese Versuche immer wieder sind so billig und Plump

Ihr braucht mich, ich bin ohne Konkurrenz in der Stadt 

Meine Ware die ist heiß, und ihr werdet nicht satt 

Ensemble:       (kommen zurück)

Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

Bitte bitte Monkey – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Monkey:Du kriegst fast alles was Du willst zum fairen Preis

Manches ist nur leicht gestreckt – was keiner weiß

Es gibt Leute die meinen ich wär´ skrupellos

Doch wenn Du süchtig bist bin ich für Dich groß

(Refrain)

Mein Stoff ist geil – mein Stoff ist gut

Ein bißchen Koks geht direkt ins Blut

 

Nimm doch ´ne „E“ – die coole Langzeit-Quell

Ensemblemitglied: (kommt jetzt auch schnell zu Monkey, kauft Ware, zahlt, eine weitere Person reicht ihm mehrere Scheine, bekommt dafür auch etwas mehr Ware von Monkey. Danach gibt es „stummen“ Streit zwischen den Abhängigen, weil manche den Besitzern etwas klauen wollen.)

Dann wird der Morgen erst nach Tagen hell

Du kannst weit über den Horizont schau´n

Ich hab´ neue Ware, Du musst Dich nur trau´n

Du wirst damit jeden Stress schnell besiegen

Mit meinem Kram wirst Du ein bisschen fliegen

(Jetzt kommt auch der Rest vom Ensemble zu Monkey zurück, auch die, die bezahlt haben)

Ensemble:       Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

Bitte bitte Monkey – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Monkey:         (Refrain)

Mein Stoff ist geil – mein Stoff ist gut

Ein bißchen Koks geht direkt ins Blut

Nimm doch ´ne „E“ – die coole Langzeit-Quell

Dann wird der Morgen erst nach Tagen hell

Du kannst weit über den Horizont schau´n

 

Ich hab´ neue Ware, Du musst Dich nur trau´n

Du wirst damit jeden Stress schnell besiegen

Mit meinem Kram wirst Du ein bisschen fliegen

Ensemble:       Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

Bitte bitte Monkey – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Bitte bitte Monkey – ich zahl´ es morgen

BITTE bitte Monkey. – Bitte bitte Monkey

Ich brauch was – ich brauch was – ich brauch was

Bitte bitte Monkey

Monkey: (laut zu allen) Verdammt. HAUT AB, wenn ihr keine Kohle habt. Jeden Tag derselbe Scheiß mit Euch.

Sandy: (Ewa-Pamina und Kelly sind sodann von hinten rechts auf die Bühne gekommen, sehen die Anwesenden, fühlen sich sichtlich nicht wohl) Kommt, hier sollten wir nicht sein. (Gehen zügig zusammen ab nach links, doch schon hat Monkey sie gesehen und geht zu ihnen. Die Süchtigen verlassen nach und nach während des folgenden Dialogs langsam die Bühne)

Monkey: Hey, ihr drei Hübschen. Wartet doch mal kurz.

Sandy: Wir haben keine Zeit.

Ewa: Genau.

Monkey: Ich will Euch doch nichts tun; habt doch keine Angst.

 

Ewa: Was wollen Sie DANN von uns? Warum sprechen Sie uns an?

Monkey: Na, ich dachte mir gerade, ob ich vielleicht etwas für Euch tun kann.

Sandy: Wir verstehen schon, was Sie für uns tun wollen. Aber vielen Dank. Wir haben mit Drogen nichts zu tun. Schönen Abend noch.

Monkey: Drogen! Dieses hässliche Wort? Wo gibt es hier denn Drogen? Ich sehe keine. Ich wollte Euch nur helfen. Aber wenn Ihr an Eurem Glück vorbeirennen wollt… bitte, ich halte Euch nicht auf. 

Kelly: Was soll das heißen?

Monkey: Na, junge Frauen wie ihr es seid machen mir doch nichts vor. Stress in der Schule, Ärger zuhause, zu wenig Schlaf, die eine weiß nicht ob sie das Abi schafft, die anderen haben ihren Abschluss vielleicht und wissen nicht, was sie mit ihrem Leben anfangen sollen. Keine Zukunftsperspektive, die Eltern erwarten Dinge von Euch, die ihr nicht machen wollt… ein ewiger Kampf, der kaum zu ertragen ist. Ist es nicht so?

Ewa: Wir werden Stare – große Popstare. Wir haben sehr wohl eine Zukunft.

Kelly&Sandy: Ewa! - STARS!

Monkey: Ach was?! Popstars werdet ihr. Das wird bestimmt härter als ihr denkt. Aber gut. WENN es doch mal dazu kommen sollte, dass ihr nicht mehr klar kommt… (holt eine Tüte mit bunten Pillen aus seiner Innentasche) Hiermit ist alles nur noch halb so schlimm. Nur zur Info. Und die erste

 

Tüte ist gratis. Mein Name ist Monkey und ich bin jeden Abend um diese Zeit hier.

Sandy: (ironisch) Vielen Dank. Wir sind NICHT interessiert.

Ewa: (ebenso) NICHT interessiert.

Kelly: (wartet einen Moment, die beiden anderen schauen sie wartend an, dann:) Äh. Ja. Nicht interessiert. (alle drei bleiben hinten links noch kurz stehen)

Monkey: (lacht, abgehend nach rechts) Hahaha… Wir werden uns wiedersehen. Ich versprech´s Euch. (ab nach rechts, die Süchtigen sind jetzt auch alle ab)

16. Szene (Sandy, Ewa, Kelly)

Ewa: Nicht zu fassen. Der läuft einfach hier so herum und verkauft ganz locker und offen seine Drogen und das.

Sandy: Und das hier im Stadtpark, wo jedermann spazieren gehen darf.

Kelly: Und davon weiß die Polizei auch nichts?

Ewa: Keine Ahnung. Lasst uns gehen. (alle drei wollen ab nach links, als…)

17. Szene (Tom, Kelly, Ewa, Sandy)

Tom: (…von rechts auf die Bühne kommt. Er sieht die drei, dann:) Kelly!

Kelly: Oh. Tom.

Sandy: (und Ewa dann gemeinsam schmunzelnd und etwas albern:) Oh Tom!

 

Kelly: (zu Ewa und Sandy:) Äh, geht schon mal vor, ich komme gleich nach.

Sandy: Aber beeil Dich. Es ist schon spät. Wir sollten nach Hause gehen. (beide ab)

18. Szene (Tom, Kelly)

Tom: (und Kelly gehen aufeinander zu) Kelly. Immer wieder treffen wir aufeinander. Ist das Zufall?

Kelly: Was sind Zufälle, Tom? Unvorhersehbare Situationen, bei denen keine eindeutigen Muster erkennbar sind.

Tom: Und auch das Ergebnis nicht beeinflussen können. – Wie war Deine Aufnahme im Studio?

Kelly: Mr. Urban ist ganz zufrieden. Und der Song hört sich wirklich gut an.

Tom: Ich bin sehr gespannt. (wartet einen Augenblick, dann nimmt er Kellys Hände in seine) Kelly, ich…

Kelly: Ja?

Tom: Also, schon beim ersten Mal als ich Dich sah… vor ein paar Tagen… es ist so…

Kelly: Ja Tom, ich denke auch, wir sollten darüber reden. (Track Nr. 9 setzt ein „Du und ich vielleicht“ – Länge: 3:58 Min.)

Tom:   Mein Herz blieb fast steh´n 

konnt´ kaum noch widersteh´n 

Augen wie ein helles Licht 

 

Doch wahre Liebe gibt´s wohl nicht

Ich wurd´ zu oft verletzt

Mein Herz wurd´ zerfetzt

Zweifel machen sich breit

Bin ich wirklich bereit

Kelly:  Du siehst sehr gut aus

Doch ich träum´ vom Applaus

Bin vielleicht bald ein Star

Ist dann noch Zeit für Dich da

Da ist die Sehnsucht in mir

mein Herz will gerne zu Dir

Doch wenn ich fort bin von Dir

schließt das dann uns´re Tür

Refrain

Beide: Wollen wir es wagen

Es gibt so viele Fragen

Von Gefühlen eingehüllt

Die Sehnsucht ungestillt

Ein Traum, der uns verbindet bleibt zerbrechlich und leicht

Darum kann ich Dir nur sagen:

Du und ich vielleicht 

 

Tom:    Wie ich Deinen Mut bewund´re 

Du bist bald in aller Munde

Auf den Bühnen wirst Du steh´n

Tausend Menschen werden Dich seh´n

Doch das macht es mir schwer

wenn ich mich auch noch so wehr´ 

Woll´n wir unvernünftig sein

Gemeinsam in das Glück hinein

Refrain

Beide: Wollen wir es wagen

Es gibt so viele Fragen

Von Gefühlen eingehüllt

Die Sehnsucht ungestillt

Ein Traum, der uns verbindet bleibt zerbrechlich und leicht

Darum kann ich Dir nur sagen:

Du und ich vielleicht 

Kelly:  Meine Zukunft sie ruft laut, will nicht, dass sie uns zwei trennt 

Tom:    Liebe heißt zusammen sein – damit Feuer in uns brennt

Kelly:  Doch mit zu wenig Zeit - ist uns´re Liebe dann ein Fluch

 

Tom:    Was ist richtig was ist falsch – doch das steht in keinem Buch

Kelly:  Dein Lachen zieht mich magisch an – Du stehst hier vor mir

Tom:    Reicht es aus wenn wir dran glauben – hätt´ Angst, dass ich Dich verlier´

Refrain

Tom:    Wollen wir es wagen

Es gibt so viele Fragen

Von Gefühlen eingehüllt

Die Sehnsucht ungestillt

Ein Traum, der uns verbindet bleibt zerbrechlich und leicht

Darum kann ich Dir nur sagen:

Du und ich vielleicht 

Refrain

Beide: Wollen wir es wagen

Es gibt so viele Fragen

Von Gefühlen eingehüllt

Die Sehnsucht ungestillt

Ein Traum, der uns verbindet bleibt zerbrechlich und leicht

Darum kann ich Dir nur sagen:

Du und ich vielleicht

 

Tom:    Ja, Du und ich vielleicht 

Kelly:  Wollen wir es wagen

Es gibt so viele Fragen

Von Gefühlen eingehüllt

Die Sehnsucht ungestillt

Ein Traum, der uns verbindet bleibt zerbrechlich und leicht

Darum kann ich Dir nur sagen:

Du und ich vielleicht

(beide schauen sich dann einen kurzen Moment an, dann plötzlicher intensiver Kuss, dann geht Kelly sehr zügig ab nach hinten links)

Tom: Kelly! (seufzt, dann langsam ab nach rechts, dann ca. 45 Sekunden ein Instrumentalteil Track Nr. 10 von „Du und ich vielleicht“ – Split – Länge: 0:46 Min. In dieser Zeit Umbau des Bühnenbilds in Mr. Urbans Probenraum)

19. Szene (Kelly, Sandy, Ewa, Mr. Urban)

Mr. Urban: Ja, das war wirklich sehr gut, meine Damen. Ich bin zufrieden. Ich werd´ das jetzt noch in Ruhe abmischen und dann können wir in 10 Tagen Euren Song präsentieren.

Sandy: Mit einem richtigen Auftritt vor Publikum?

Mr. Urban: Mit einem richtigen Auftritt vor Publikum. Den Ort kläre ich noch. - Ach, bevor ihr geht möchte ich Euch nicht vorenthalten, mit wem es die Menschen da draußen bald zu tun haben. Ihr könnt ja nicht als Kelly, Ewa-Pamina und Sandy auftreten. Euer erster Song heißt „Raising Stars“.

 

Und weil ihr das eben auch seid, ist Euer Bandname auch „Raising Stars“. Ich hoffe, das gefällt Euch.

Sandy: „Raising Stars“ – die aufstrebenden Sterne.

Kelly: Ist das cool oder ist das cool?

Mr. Urban: (packt einige Sachen zusammen) Heute Nachmittag erwartet Euch dann Tiger Jay. Ihr wisst Bescheid. Ohne Choreo geht das nämlich nicht. Und Tiger Jay erwartet von Euch vollen Einsatz. Und dann brauchen wir noch einen Fototermin. Ich schicke Euch Nachrichten. Und egal, welchen Tag und welchen Zeitpunkt ich Euch dafür nenne, ihr habt dann Zeit und seid da, verstanden?!

Alle: (drei) Ja.

Mr. Urban: (abgehend) Wunderbar. Wir sehen uns.

20. Szene (Kelly, Sandy, Ewa)

Kelly: (und Sandy packen auch ihre Sachen zusammen, Ewa hat sich irgendwo hingesetzt, wirkt leicht bedrückt)

Sandy: (sieht, wie Kelly, dass Ewa-Pamina nicht mehr so glücklich dreinschaut) Ewa. Pam. Was ist los?

Ewa: Dieser Traum… als Popstar… das wäre wirklich so schön.

Kelly:  Aber?

Ewa: Wenn wir machen Songs, und dann wir treten irgendwo auf und haben Erfolg, dann wird es auch sicher kommen zu Interviews oder Talkshows mit uns allen.

Kelly: Na klar. Ist doch geil.

 

Ewa: Und davor ich habe Angst. Mein Deutsch – reicht wohl nicht aus, glaube ich.

Sandy: So ein Blödsinn. Gerade wegen Deines Akzents werden die Fans dich lieben. Und jetzt komm. (Sandy und Kelly zügig fröhlich ab nach hinten, Ewa bleibt sitzen)

Ewa: Ich komme gleich.

(Die Farben des Bühnenbilds verändern sich. Ewa-Pamina steht auf, schaut zum Publikum, kommt vor – gleich darauf beginnt der nächste Song Track Nr. 11 „Mein Deutsch ist nicht so gut – Ihr Deutsch ist nicht so gut“ – Länge: 4:04 Min., sodann erscheint von rechts und links das Ensemble.) 

Ewa:    Das wär´ zu schön um zu sein wahr – die kleine Pam bald ein Star

Doch deutsche Sprache ist schwer – muß mich wer lernen – doch wer

Man wird in Talkshows mir seh´n – lieber würd´ ich wieder geh´n

verdreht sind Worte, oh Schreck – wer kann wirklich das versteh´n

Refrain

Ewa:               Mir und mich - das verwechsle ich

Ensemble:       Ihr und Sie – das verwechselt sie

Ewa:               Dich und Dir – ist ein Graus für mir

Ensemble:       MICH heißt das – komm, das merke Dir

 

 

Ewa:    Heute schon weiß ich – bei jedem Interview – da schwitze ich dann Wasser und auch Blut

Ensemble:       Sie schwitzt Wasser und Blut, denn…

Ewa:               Mein Deutsch ist nicht so gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist nicht so gut

Ewa:               Mein Deutsch ist gar nicht gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist gar nicht gut

Lerne, büffel, pauke, strebe, acker, maloche, knüppel – tu was

Ewa:    Deutsche Sprache, sie ist schwer – lernen tu ich´s nimmermehr

Muß verschließen meinen Mund – das ist als Star ungesund

Manchmal lacht man über mir – ich kann doch gar nix dafür

Zum Sprachkurs wohl muß ich geh´n – ob´s helfen tut man wird seh´n.

Refrain (verändert)

Ewa:               Wie sagt man? – Ja, das frag´ ich dann

Ensemble:       Nicht ganz klar – ob sie´s lernen kann

Ewa:               Dich und Dir – ist ein Graus für mich

Ensemble:       Ja, sie packt´s – ein Applaus für Dich

Ewa:               Heute schon weiß ich – bei jedem Interview – da habe ich´s vergessen;

fort der Mut - vergessen – fort der Mut, denn…

 

Mein Deutsch ist nicht so gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist nicht so gut

Ewa:               Mein Deutsch ist noch nicht gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist noch nicht gut

Lerne, büffel, pauke, strebe, acker, maloche, knüppel – tu was

Refrain

Ewa:               Mir und mich - das verwechsle ich

Ensemble:       Ihr und Sie – das verwechselt sie

Ewa:               Dich und Dir – ist ein Graus für mir

Ensemble:       MICH heißt das – komm, das merke Dir

Ewa:    Heute schon weiß ich – bei jedem Interview – da schwitze ich dann Wasser und auch Blut

Ensemble:       Sie schwitzt Wasser und Blut, denn…

Ewa:               Mein Deutsch ist nicht so gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist nicht so gut

Ewa:               Mein Deutsch ist gar nicht gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist gar nicht gut

Lerne, büffel, pauke, strebe, acker, maloche, knüppel – tu was

Ensemble:       Sie lernt es nie

Ewa:               Doch, ich lerne

 

Ensemble:       Gib´ Dir Mühe

Ewa:               Mach´ ich gerne

Ensemble:       Deutsch ist nicht schwer

Ewa:               Doch, das ist es

Ensemble:       Lern mehr und mehr

Ewa:               Ich werd´ üben

Ensemble:       Statt Spott und Hohn…

Ewa:               Kauf´ mir Bücher

Ensemble:       …gibt´s reichlich Lohn

Ewa:               Werd´s euch zeigen

Ich liebe… DICH!

Du gefällst… MIR!

Ich lerne Deutsch für… DICH!

Und das gefällt… DIR!

Heute schon weiß ich – bei jedem Interview – hört sich an was ich sage richtig gut

Ensemble:       Was sie sagt – richtig gut, denn…

Ewa:               Mein Deutsch ist jetzt ganz gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist nun recht gut

Ewa:               Mein Deutsch ist richtig gut

Ensemble:       Ihr Deutsch ist richtig gut

 

Ewa:               Das Deutsch ist richtig ....... guuuuuut

(Ewa-Pamina und Ensemble schnell ab nach hinten)

 

                                            Blackout

21. Szene (Tiger Jay, Kelly, Sandy, Ewa)

(Verwandlung der Bühne in einen großen Probenraum. An der hinteren Wand Spiegel. Auf dem Boden mehrere Sporttaschen, Handtücher, Getränkeflaschen. Rechts oder links eine Musikanlage. Wir hören Track Nr. 12 - „Raising Stars“ (Instrumental) – Länge: nach Bedarf

Tiger Jay: (steht zunächst seitlich, probt mit den drei Mädchen eine flotte Choreographie zur Instrumental-Musik von „Raising Stars“. Er arbeitet mit harten und strengen Worten. Die Mädchen stehen nebeneinander in sportlicher Kleidung, sehen „geschafft“ aus) Okay – kurze Pause. (geht zur Musikanlage, stellt die Musik ab)

Kelly: (geht zur Spiegelwand, setzt sich erschöpft auf den Boden, nimmt eine Flasche, trinkt, holt dann ihr Handy aus einer Tasche, tippt und schiebt darauf herum)

Tiger Jay: Wenn ich sage: „Kurze Pause“ – dann meine ich auch kurze Pause. Von Betriebsferien war keine Rede. Das gilt auch für Dich, Madame Kelly. Dieses Handy hat hier nichts zu suchen. Das hier ist kein Kaffeekränzchen. Wann geht das langsam mal in Eure kleinen Schädel rein? (klatscht laut in die Hände)

Kelly: Tiger Jay. Du quälst uns schon seit Stunden ohne Pause. Wer soll das denn aushalten? (steht dann wieder auf)

 

Ewa: Und wenn Du immer noch nicht bist zufrieden mit uns – was können wir dafür? Alles ist neu für uns. Wir haben noch nie getanzt zusammen alle gleich.

Sandy: Genau.

Tiger Jay: (ironisch) Ooooh… noch nie getanzt zusammen alle gleich, Ewa-Pamina?! (barsch) Ja, was wollt´ ihr denn hier bei mir? Mr. Urban hat davon erzählt, dass ihr absolute Mega-Talente seid und der erste Auftritt soll in einer knappen Woche stattfinden. Bis dahin sollt ihr ein Spitzen-Ergebnis auf die Bühne bringen. Tsss… lächerlich. Wo bitte sind hier ÜBERHAUPT Talente? Ich seh´ grad keine.

Sandy: Unser erster Song ist im Kasten. Und Mr. Urban war im Studio mit uns sehr zufrieden.

Tiger Jay: Na wunderbar. Aber was interessiert mich Mr. Urbans Meinung über Euer Sing-Sang?! Wenn ihr das Lied öffentlich präsentieren wollt, dann gehört dazu eine gute Choreo. Und die Presse wird berichten, dass ICH das zu verantworten habe. Das, was ihr bisher geleistet habt, würde vielleicht für ´n Kindergarten-Fest reichen. Himmel – ihr wollt Stars werden – ihr wollt vielleicht irgendwann einmal vor 1000den von Fans einen ganzen Abend lang eine perfekte Show abliefern. Wie denn bitte? - So? (wendet sich ab) Gott, was hab´ ich mir da angetan? Was für Stümper hat Urban mir da geliefert?!

Alle: (drei Mädchen stehen etwas verzweifelt und enttäuscht da, schauen sich verunsichert an)

Tiger Jay: Okay. Los weiter! Zack-zack. Alle auf Position. Wir machen weiter mit B2. (stellt die Musik Nr. 10 wieder an) 4 – 5 – 6 und…

 

Alle…:            (…drei Mädchen tanzen im Takt zur Musik eine Choreographie. Sie sehen dabei recht angestrengt aus)

Tiger Jay: Sandy, die Arme höher – wie oft noch?

Sandy: Ja. (kurze Pause)

Tiger Jay: Ewa-Pamina, Du hinkst ´ne Sekunde hinterher. Bitte synchron.

Ewa: Ja, sorry.

Tiger Jay: 1 – 2 – 3 – 4 und runter. Ja, das war sogar mal ganz ordentlich. Weiter. Okay – okay. 5 – 6 – 7 – 8 und… jetzt die Figur. KELLY! Das rechte Bein zuerst. DAS RECHTE! Wirst Du es irgendwann kapieren? Soll ich es Dir aufschreiben?

Kelly: Oh.

Tiger Jay: Ja, „oh“. - Und wieder von vorne mit A1 – den Step Sheet. Und… - Nein nein nein nein! Ihr seid wieder nicht auf der Eins. (stellt wütend die Musik ab) Warum ist das so schwer, meine Damen? Warum? - Okay, 3 Minuten für Euch. DREI! Und in dieser Zeit besprecht Euch. Redet miteinander. Ihr müsst doch die Fehler der anderen sehen. Na los. (während Tiger Jay den folgenden Song singt, reden Kelly, Sandy und Ewa-Pam miteinander im Hintergrund und zeigen sich einzelne Schritte, schütteln mit dem Kopf, eine macht eine Tanzbewegung vor, die andere korrigiert usw.) Track Nr. 13 – „Sie lernen´s nie“ – Länge: 2:53 Min.

Tiger Jay:        Ich bin Choreograph und ein Meister mit Plan

Drei Mädel stehen da, jede sagt das sie´s kann

 

Und ich glaubte fest, ich bau einen großen Stern

doch der helle Glanz oberflächlich und ganz fern

Mit jedem Schritt wird klar, das wird mir langsam zuviel

Nichts ist hier synchron und es gibt kein Glüh´n im Profil 

Refrain:

Sie lernen’s nie, es ist alles für die Katz´

Sie lernen’s nie, jeder zweite Schritt verpatzt

Ich investiere meine Zeit, doch die Uhr lacht mich aus

Das mit euch ist äußerst sinnlos, geht lieber nach Haus

Wir proben seit Stunden – doch ihr drei lernt es nie

Kein Taktgefühl in den Hüften, all das sind nur Träume

Bei mir da seid ihr völlig falsch, geht lieber in die Scheune

Talentfrei das seid ihr, wo sind Rhythmen und Gefühle

Gebt ihr ein Konzert, dann gibt’s nur leere Stühle

Die Leute werden fliehen, wenn sie euch seh´n und hören,

Für euch gibt’s keinen Platz, ihr würdet nur jeden stör´n                

Refrain:

Sie lernen’s nie, es ist alles für die Katz´

Sie lernen’s nie, jeder zweite Schritt verpatzt

Ich investiere meine Zeit, doch die Uhr lacht mich aus

 

Das mit euch ist äußerst sinnlos, geht lieber nach Haus

Wir proben seit Stunden – doch ihr drei lernt es nie

Ihr seid zu jung, ihr seid zu dünn – kein Busen, kein Benehmen

Ihr tanzt so wie kleine Kinder – hört auf nach Fame zu streben

Das wird nie was bitte glaubt es mir

Ihr lernt es nie, ja bitte glaubt es mir

Refrain:

Sie lernen’s nie, es ist alles für die Katz´

Sie lernen’s nie, jeder zweite Schritt verpatzt

Ich investiere meine Zeit, doch die Uhr lacht mich aus

Das mit euch ist äußerst sinnlos, geht lieber nach Haus

Wir proben seit Stunden – doch ihr drei lernt es nie

Tiger Jay: (klatscht dreimal in die Hände) Wisst ihr was: Es reicht mir für heute. Ihr werdet üben. Zuhause. Üben, üben, üben. Und morgen möchte ich einen fehlerlosen Contra Dance sehen. Um 10 Uhr. Pünktlich! Los, haut ab. Ich will Euch nicht mehr sehen. Und sollte das morgen nicht klappen, dann kann Euer wunderbarer Mr. Urban sich einen anderen Trottel suchen. MEIN Name wird in der Presse dann nicht erwähnt! Ist das klar?

Alle: (drei eingeschüchtert) Ja. (schnell ab, BLACKOUT, Szenenwechsel)

 

22. Szene (Harry)

Harry: (sitzt auf einer Bank im Park und liest die Zeitung. Track Nr. 14 „Girlgroup-Grütze“ – Länge: 2:22 Min.  beginnt)

Nein bitte nicht – was les´ ich hier

Die Raising Stars – so heißen wir

Der erste Song – wird präsentiert

Die Posen heiß – ganz ungeniert

Das hört nie auf – es ist eine Qual

Talentfreier Kitsch – zum hundertsten Mal

Make up reicht schon aus – und davon sehr viel

Und wir sollen toben – ich krieg´ gleich zuviel

Refrain: 

Ich nenn das Girlgroup Grütze, ein Vollpfosten-Hype 

Dieser dumme Casting-Mist – ich bin es langsam leid

Drei Mädchen, frisch gecastet und so voller Euphorie

Heut´ füll´n sie noch die Zeitung – morgen war´s nur Utopie 

Nur die Macher werden lachen, kassieren den Gewinn 

Und die Mädchen fallen tief – ergibt das einen Sinn 

Das hört wohl nie auf – es ist eine Qual

Morgen hör´n wir den Song – wir hab´n keine Wahl

Drei Sternchen im Licht – doch hohl der Verstand

 

Gestern war´n sie ein Nichts – morgen dann Stadtbekannt

Die Welt gehört uns – ja, das glauben sie schnell

Für diesen Popstar-Stress - braucht ihr ein dickes Fell

Ich schaue gern zu – wie schnell ihr wieder versinkt

Gescheitert am Ruhm – wie wunderbar das doch klingt

Refrain:

Ich nenn das Girlgroup Grütze, ein Vollpfosten-Hype 

Dieser dumme Casting-Mist – ich bin es langsam leid

Drei Mädchen, frisch gecastet und so voller Euphorie

Heut´ füll´n sie noch die Zeitung – morgen war´s nur Utopie 

Nur die Macher werden lachen, kassieren den Gewinn 

Und die Mädchen fallen tief – ergibt das einen Sinn 

Macht euch nichts vor, bald seid ihr wieder vergessen

Ein erstes Lied zu singen das kann jedermann

Ihr seid von Fame, Erfolg und Ruhm jetzt ganz besessen

Ihr werdet seh´n wie schnell man dabei fallen kann

Refrain:

Ich nenn das Girlgroup Grütze, ein Vollpfosten-Hype 

Dieser dumme Casting-Mist – ich bin es langsam leid

Drei Mädchen, frisch gecastet und so voller Euphorie

Heut´ füll´n sie noch die Zeitung – morgen war´s nur Utopie 

 

Nur die Macher werden lachen, kassieren den Gewinn 

Und die Mädchen fallen tief – ergibt das einen Sinn 

Ja das ist nur Girlgroup-Grütze

Harry: (zügig ab nach hinten rechts)

Blackout oder Übergang zur nächsten Szene (gleiches Bühnenbild, es wird allerdings etwas dunkler auf der Bühne)

23. Szene (Kelly, Monkey)

Kelly: (kommt von links, schaut sich etwas unsicher um, dann laufen ein paar Statisten von rechts nach links über die Bühne. Zu Beginn der Szene hat Track Nr. 15 „Dunkle Schatten“ – Länge: 1:11 Min. - eingesetzt)

Monkey: (steht plötzlich links auf der Bühne. Grinst, als er Kelly sieht) Guten Abend, junge Dame. (die Musik wird leiser)

Kelly: (leicht erschrocken) Oh.

Monkey: Du suchst hier so ganz alleine etwas Bestimmtes?

Kelly: Ich äh… also…

Monkey: Sind wir uns hier vor einigen Tagen nicht schon begegnet?

Kelly: Ja.

Monkey: Und jetzt hast Du über mein Angebot nachgedacht und bist… nun, sagen wir mal DOCH SEHR INTERESSIERT?

 

Kelly: Meine Freundinnen und ich haben morgen Abend unseren ersten Auftritt. Wir sind die Raising Stars. Und meine Eltern wissen gar nichts davon. Und das soll auch so bleiben. Aber wenn sie es nun doch erfahren und… dieser ganze Druck. Ich hab´ Angst, dass ich den Text unseres Songs vergessen könnte und dann die Schritte der Choreo…

Monkey: Sag´ nichts mehr. Wer könnte Dich besser verstehen, als ich?! Für all Deine Probleme gibt es doch mich, den Monkey. (greift in seine Tasche, holt eine Tüte mit bunten Pillen hervor) Hier sind sie – Deine Problemlöser. Und wie versprochen – die erste Ration ist bei Monkey immer gratis. Bitte sehr. 5 Stück NUR für Dich. (reicht sie ihr)

Kelly: (nimmt die Tüte, jedoch unsicher) Und da kann auch nichts… also… ich meine…

Monkey: Nimm eine und Du fühlst Dich sofort viel besser. Und wenn die Wirkung nachlässt, dann nimmst Du eben noch eine. Mit diesen bunten Uppers ist alles nur noch halb so schlimm auf dieser grausamen Welt.

Kelly: Und die machen auch nicht abhängig oder sowas?

Monkey: Ach Kindchen. DU alleine entscheidest doch, wie Du leben möchtest und was Du brauchst um glücklich zu sein. Und sollte die Wirkung nachlassen oder Du meinst, dass Du doch etwas Besseres brauchst für Deinen Druck in vielen Situationen, dann hat Monkey auch noch etwas Anderes für Dich. Und über die Preise werden wir uns dann schon einig. Wie ist Dein Name?

 

 

Kelly: Kelly. Ich… ich probiere das dann mal aus und… Danke. (schnell ab nach hinten rechts. Die Musik setzt wieder ein oder wird lauter)

Monkey: (lacht) Hahahaha… Auf Wiedersehen, meine Kelly. (wieder ab nach vorne links)

Blackout

24. Szene (Mr. Urban, Ensemble-Mitglieder)

(Verwandlung des Bühnenbilds in eine Show-Bühne. An der hinteren Wand ein großer Schriftzug „Raising Stars“. An beiden Seiten Dekoration wie z.B. Ballons, Girlanden u.a. Es stehen drei Mikrophonständer mit Mikros nebeneinander auf der Bühne. Im Hintergrund läuft leise die Instrumentalversion von Track Nr. 16 – „Drei Engel im Super Trouper - Instrumental“ - Länge: Nach Bedarf - Auf der Bühne ca. 3 – 4 männl. Akteure des Ensembles: Veranstaltungs- und Lichttechniker, Aufbauhelfer, Toningenieure o.a., die an der Bühne noch letzte Arbeiten vornehmen. Mr. Urban im schicken Outfit kommt auf die Bühne, schon verärgert, geht zu den Mitarbeitern.) Wer hat das hier veranlasst? Die Mikrophonständer müssen weg. Die drei haben ihre Mikros am Kopf. Los, wird´s bald?! (Ein weiterer Mitarbeiter kommt mit Unterlagen und einem Klemmbrett von rechts oder links dazu, geht zügig zu Mr. Urban, zwei andere räumen rasch die Ständer weg.)  

Mitarbeiter: Ich denke, Sie dürfen zufrieden sein, Mr. Urban.

Mr. Urban: Sie haben Zahlen für mich?

 

 

Mitarbeiter: Es sind noch 3 Minuten bis zum Auftritt und es sind 1213 Gäste gekommen.

Mr. Urban: Nein. Das ist ja der helle Wahnsinn. Und das mit nur wenig Werbung und beim allerersten Auftritt. Wussten Sie, dass ich die drei Mädchen erst vor 4 Wochen kennengelernt habe?

Mitarbeiter: Die Menschen sind wohl doch sehr neugierig.

Mr. Urban: Wenn die drei verkacken, dann kann ICH einpacken. Und die Choreo war vorgestern immer noch nicht perfekt, sagte Tiger Jay. Und stimmlich… na ja… ich bin mittlerweile guter Dinge.

Mitarbeiter: Wird schon werden, Mr. Urban. Toi toi toi. (wieder ab)

Mr. Urban: Danke. (schaut auf die Uhr, holt ein Sprechgerät aus seiner Hosentasche, drückt eine Taste, spricht hinein) Achtung. Noch knapp 2 Minuten bis zum Auftritt. Bitte schon zum Treppenaufgang kommen. Und nach meiner Ansage und dem Einsetzen der Musik sofort auf die Bühne – exakt wie bei der Probe. Macht mir keinen Ärger. (steckt das Gerät wieder ein, holt ein Taschentuch hervor, wischt sich den Schweiß von der Stirn. Ein Tontechniker kommt und drückt ihm ein Mikrophon in die Hand. Alle Mitarbeiter verschwinden dann zügig von der Bühne. Eine Frau (Ensemble) kommt zügig von rechts oder links, hat einen Spiegel dabei, lässt Mr. Urban hineinschauen, holt aus einem kleinen Beautycase einen Puderquast heraus, pudert Mr. Urban noch schnell die Wangen, sofort wieder ab. Dann steht rechts ein Mann an der Bühne, der Mr. Urban das

 

 

Zeichen gibt, dass es losgeht. Mr. Urban kommt nach vorne, spricht ins Mikrophon, die Instrumental-Musik verstummt)

Mr. Urban: Verehrtes Publikum. (Hier können Sie auch Applaus einblenden, wenn Sie möchten) – Mein Team und ich sind überwältigt, wieviele Musikliebhaber heute Abend hierhergekommen sind, um unsere neue Girlband zu hören. Sie erleben hier heute eine Weltpremiere. Es ist nicht nur der allererste Auftritt der drei Talente, auch den Song hat bisher noch keiner gehört. ABER: In 20 Minuten ist das Lied auf allen bekannten Streamingportalen zum Downloaden erhältlich. Die CD gibt es ab Montag im Handel. Nach ihrer Songpremiere werden die drei dann heute Abend für Sie noch ein paar Coversongs singen. Ob jedoch bald ein zweiter neuer Song folgen wird oder gar ein ganzes Album… wir werden sehen. Und jetzt viel Spaß mit Kelly, Sandy und Pam – unsere aufstrebenden Sterne – die… Raising Stars. (Mr. Urban zeigt erfreut nach hinten, geht ab, sofort setzt die Musik von Track Nr. 17 – „Raising Stars“… - Länge: 4:57 Min.

(…ein und die Mädchen betreten die Bühne in schicken glitzernden Kleidern, evtl. neuen Frisuren, interpretieren den Song richtig „gut“ mit einer völlig fehlerfreien Choreographie.)

25. Szene (Kelly, Sandy, Ewa-Pamina)

Alle:                (drei Mädchen) Oh - oh - oh... Oh - oh - oh...

Oh - oh – oh – oh

Kelly:              Unscheinbare Freunde, doch voller Melodie

Und wir hatten Träume, war´n voller Energie

 

Können es kaum glauben, ein Traum was hier geschieht

Jetzt stehen wir hier und wir singen unser Lied

Refrain:

Wir sind Raising Stars - hey - hey – hey - ja, wir sind Popstars

Singt mit uns - singt mit uns

Raising Stars, ja wir sind Popstars - Raising Stars

Hey - hey - hey - oh eh oh

Hey - hey - hey - oh eh oh

Wir sind Raising stars

Sandy: Die Spotlights küssen uns´re Gesichter

Auf uns scheinen hunderttausend Lichter

Und mit Sexappeal in uns´rem Blick

Schauen wir niemals wieder zurück

Refrain:

Alle:                Wir sind Raising Stars - hey - hey – hey - ja, wir sind Popstars

Singt mit uns - singt mit uns

 

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