Inhalt:
Nach einem vierzehntägigen Spanienurlaub kehren Richard und Paula Falkenberg gut erholt nach Hause zurück. Sonne, Strand und Tapetenwechsel haben ihnen geholfen, die chaotischen Ereignisse der vergangenen Wochen einigermaßen zu vergessen. Vor allem Richard ist erleichtert, dass ein besonders verhängnisvolles Kapitel seines Lebens endgültig abgeschlossen scheint: „Kommando-Klaus“, jene von ihm erfundene Fernbedienung, mit der man Menschen Befehle erteilen kann, die diese augenblicklich ausführen müssen, hat er vor seiner Abreise eigenhändig zerstört und im Müll entsorgt. -
Dachte er jedenfalls. Kaum sind Richard und Paula wieder zu Hause, erfährt Richard mit Schrecken, dass seine Mutter Grete „Kommando-Klaus“ heimlich aus dem Abfall gefischt hat. Und als wäre das nicht schlimm genug, hat Richards Freund und leidenschaftlicher Tüftler Justus Plöger das Gerät auch noch repariert. Grete denkt natürlich überhaupt nicht daran, ihren Schatz wieder herauszugeben. Sie hat Klaus so gut versteckt, dass Richard große Mühe hat, ihn wieder in seinen Besitz zu bringen.
Doch bei der Reparatur ist offenbar etwas gründlich schiefgelaufen. „Kommando-Klaus“ funktioniert zwar wieder und kann nach wie vor Menschen manipulieren – allerdings hat jeder ausgeführte Befehl plötzlich eine völlig unvorhersehbare Nebenwirkung. Das bekommt als Erster Sohn Lukas zu spüren. Er hat endgültig die Schnauze voll von seinem Arbeitsplatz. Endlich will er Anerkennung, Ruhm und Erfolg und beschließt deshalb, eine Karriere als Schlagersänger zu starten.
Dumm nur, dass Lukas überhaupt nicht singen kann. Aber wozu hat man eine Oma mit „Kommando-Klaus“? Grete hilft ihrem Enkel mit einem kleinen Befehl auf die Sprünge – und tatsächlich: Plötzlich singt Lukas wie ein Profi. Das Problem ist nur, dass er von diesem Augenblick an ausschließlich singt. Egal, ob er sich unterhalten, streiten oder einfach nur nach dem Salz fragen möchte – aus Lukas kommt kein gesprochenes Wort mehr heraus.
Auch Tochter Jule hat ein Problem. Ihr Freund Thomas ist noch immer nicht in der Lage, vernünftige Entscheidungen zu treffen. Doch anstatt Thomas zu verändern, kommt Jule auf eine andere Idee: Wenn ihr doch einfach völlig egal wäre, was Thomas macht, müsste sich nie wieder über ihn aufregen. Gesagt, getan. Kommando Klaus sorgt dafür, dass Jule Thomas’ Unentschlossenheit tatsächlich vollkommen gleichgültig ist.
Leider hat auch dieser Befehl eine klitzekleine Nebenwirkung; denn Jule ist plötzlich felsenfest davon überzeugt, Marilyn Monroe zu sein. Aus der jungen Frau wird eine Filmdiva die fortan ihre Überheblichkeit zeigt und ihre völlig verdutzte Familie nur noch nervt mit ihren Geschichten.
Und Grete? Die hat einen ganz persönlichen Wunsch. Endlich möchte sie eine liebenswerte Schwiegertochter haben, die ihr jeden Wunsch von den Augen abliest. Auch das funktioniert hervorragend. Paula umsorgt ihre Schwiegermutter plötzlich von morgens bis abends, überschüttet sie mit Freundlichkeit und weicht ihr kaum noch von der Seite. So viel Zuneigung hatte sich selbst Grete nicht vorgestellt. Dafür wacht Paula jeden Morgen mit einer anderen Gesichtsfarbe auf. Mal ist sie blau, mal grün, mal rot, mal lila – und weder Wasser noch Seife noch kräftiges Schrubben können daran etwas ändern. Das Erstaunlichste daran: Paula selbst findet überhaupt nichts dabei.
Währenddessen stehen die Nachbarn Hans Neumann und Ingrid Onken kurz vor ihrer Hochzeit. Eigentlich lieben sich die beiden so, wie sie sind. Eigentlich! Denn unabhängig voneinander haben beide noch einen winzigen Wunsch, was das Äußere des zukünftigen Ehepartners betrifft. Hans hätte Ingrid gern etwas üppiger und aufregender, während Ingrid aus ihrem etwas unscheinbaren Hans gern einen ausgesprochen attraktiven, muskulösen Traummann machen würde. Und wenn Kommando Klaus schon einmal da
ist …
Was könnte dabei schließlich schiefgehen? - Eine ganze Menge!
Schon bald beginnt erneut ein erbitterter Kampf um die begehrteste Fernbedienung der Welt. Jeder möchte sie haben, jeder möchte etwas verändern und jeder ist fest davon überzeugt, dass sein kleiner Wunsch garantiert keine schlimmen Folgen haben wird. Doch bei Kommando Klaus gibt es inzwischen nichts mehr ohne Nebenwirkungen. Und während Richard verzweifelt versucht, seine Erfindung endlich wieder unter Kontrolle zu bekommen, wird immer deutlicher: Das Drama vom letzten Mal war möglicherweise nur die Generalprobe. Sind die nächsten Katastrophen noch aufzuhalten? Oder kann man vielleicht doch damit leben, wenn eine Fernbedienung Menschen manipuliert? Schließlich kommt es immer darauf an, wer sie gerade in den Händen hält.
„Finger weg von Klaus“ ist die Fortsetzung der Komödie „Die Macht in meinen Händen“. Das Stück kann jedoch von jeder Bühne völlig unabhängig vom ersten Teil aufgeführt werden. Alle für die Handlung wichtigen Ereignisse werden im Stück selbst erklärt, sodass keinerlei Vorkenntnisse erforderlich sind.
erscheint voraussichtlich im November 2026
und es hat 8 Spieler - 4m/4w