Lange danach gesucht - auf Ibiza 2012 endlich gefunden
Musiker gesucht

„Robert word 30“

 

Komödie in 3 Akten

 

von

Helmut Schmidt

 

 

 

 

 
 

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

Robert Böttcher ist ein junger erfolgreicher Schriftsteller. Doch für die Liebe bleibt ihm da keine Zeit. Dazu kommt, dass er auch recht schüchtern ist. Eigentlich fühlt er sich aber auch ganz wohl. Er wohnt bei den Eltern, verdient mit seinen Romanen ganz gut und hat Thomas und Jens (zwei „echte Freunde“), mit denen er hin und wieder mal ein Bier trinken geht, und mit denen er nach Fertigstellen eines neuen Romans ein ganz spezielles Ritual durchzieht. Doch jetzt naht Robert´s dreißigster Geburtstag und das soll ganz groß gefeiert werden. Zumindest planen Robert´s Freunde dieses so; auch wenn Robert selbst überhaupt nicht einverstanden ist mit diesem Fest. Doch es kommt noch schlimmer: Bei einer feucht-fröhlichen Runde wetten Thomas und Jens, dass einer von beiden es schafft, Robert noch vor seinem Geburtstag zu verloben. Es geht hierbei um hohe Wetteinsätze; und das Abkommen wird sogar ungewollt schriftlich von einer Zeugin abgesegnet. – Doch nachdem die Köpfe der beiden Freunde wieder klar sind, erweist sich das Abgemachte als äußerst schwierig. Hier und da wird nun mit falschen Karten gespielt, verschiedene Frauen werden mit Geld „bestochen“, damit bloß keiner die Wette verliert. Thomas verbündet sich sogar mit Robert´s Vater und will diesem ein Stück Bauland schenken, wenn er ihm hilft, dass Robert sich mit der linkischen Nachbarin Petra Hoffmann verlobt. Und Jens will sich sogar von seiner Freundin trennen, um diese Robert „zu überlassen“. Und alles nur um nicht als Verlierer dazustehen. Die Zeit drängt, denn der Geburtstag von Robert naht...

 

 

Rollen: 4m; 4w                       Mindestgebühr 72,00 Euro

Spielzeit: ca. 120 Min.            1 Bühnenbild (Vorgarten vor zwei Häusern)

 

 

Allgemeine Geschäfts- und Aufführungsbedingungen (gültig ab: 01.02.2006)

Es gelten die jeweils zum Zeitpunkt der Aufführungsanmeldung bzw. Bestellung gültigen Bedingungen und Preise.

 

Das Recht zur Aufführung und Vervielfältigung der Stücke erteilt ausschließlich:

Plausus Theaterverlag Heike Stuch, Kasernenstr. 56, 53111 Bonn

 

Diese Bedingungen gelten uneingeschränkt auch für Wohltätigkeitsveranstaltungen, schulinterne Aufführungen, private Veranstaltungen, Aufführungen in geschlossenen Kreisen und Aufführungen ohne Einnahmen.

 

Aufführungen von professionellen Bühnen, Bühnen mit Berufsschauspielern oder andere gewerbliche Aufführungen sind nur nach Abschluss eines gesonderten Vertrages mit dem Verlag zulässig.

 

Sämtliche Rechte der Übersetzung, Verfilmung, Funk- und Fernsehsendung etc. sind vorbehalten und werden ausschließlich vom Verlag vergeben.

 

Ansichtssendungen

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Stücke bis 60 Min. Spiellänge: € 1,50 pro Text

Stücke ab 60 Min. Spiellänge:   € 2,00 pro Text

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Aufführungen

Wenn Sie ein Stück aufführen möchten, können Sie auswählen, ob Sie bei uns die Textbücher erwerben möchten oder ob Sie eine Kopiervorlage bei uns anfordern und die Stücke selbst vervielfältigen.

Hierfür gelten folgende Preise:
 

Kopiervorlage:                                                Gebundene Textbücher:

Stücke bis 60 Min. Spiellänge:  € 4,00               Stücke bis 60 Min. Spiellänge:  € 4,50 pro Buch

Stücke ab 60 Min. Spiellänge:   € 8,00               Stücke ab 60 Min. Spiellänge:   € 7,50 pro Buch

                                                                       Versandkostenpauschale          € 4,00 pro Sendung

 

Die Anmeldung der Aufführungstermine hat umgehend nach der Festlegung, spätestens jedoch 14 Tage vor der Aufführung zu erfolgen. Hierzu benutzen Sie bitte das Formular „Anmeldung von Aufführungen“ oder nehmen Sie eine Internet-Anmeldung unter www.plausus.de/anmeldung vor. Anschließend erhalten Sie von uns eine Aufführungsgenehmigung. Ein Anspruch auf Erteilung einer Aufführungsgenehmigung besteht nicht.

 

Aufführungen ohne Genehmigung des Verlages, unerlaubtes Abschreiben, Fotokopieren oder Vervielfältigen des Manuskriptes verstoßen gegen das Urheberrecht und sind gesetzlich verboten. Zuwiderhandlungen werden zivilrechtlich und ggf. strafrechtlich verfolgt.

Bei nicht genehmigten Aufführungen, auf die der Verlag aufmerksam wird, gilt die Zahlung des doppelten Gebührensatzes als vereinbart.

 

Im Preis für die Textbücher bzw. Kopiervorlage ist keine Aufführungsgebühr enthalten. Unabhängig vom Erwerb von Textbüchern oder einer Kopiervorlage zahlen Sie für jede Aufführung eine Gebühr in Höhe von 10% der Bruttoeinnahmen (aus Eintrittsgeldern, Spenden, Sammlungen, Programmverkäufen etc.) zzgl. der gesetzlichen Mehrwertsteuer, mindestens jedoch die für jedes Stück ausgewiesene Mindestgebühr.

 

Die aktuelle Mindestgebühr eines Werkes finden Sie in unserem aktuellen Katalog und auf unserer Internetseite. In der ausgewiesenen Mindestgebühr ist die gesetzliche Mehrwertsteuer bereits enthalten. Verändert sich die Mehrwertsteuer nach Anmeldung der Aufführungen, so wird die Mindestgebühr entsprechend angepasst.

 

Die aufführende Bühne/Theatergruppe erklärt sich gemäß dem Urheberrecht bereit, dem Verlag auf Anforderung auf nachprüfbare Weise Auskunft über Art, Anzahl und Ausmaß der Aufführungen, nicht stattgefundene Aufführungen, Zuschauerplätze und erzielte Einnahmen zu geben.

 

Die Abrechnung und Zahlung einer Aufführung erfolgt bis spätestens einen Monat nach Durchführung mit dem Formular „Abrechnung von Aufführungen“. Zuschauerzahlen und Gesamteinnahmen sind hierbei getrennt nach Aufführungen anzugeben. Nachdem Sie uns dieses Formular ausgefüllt zurück gesandt haben, erhalten Sie von uns eine Rechnung über die Aufführungsgebühren.

 

Der Versand aller Bestellungen erfolgt auf Risiko des Bestellers. Sämtliche Ware bleibt bis zur vollständigen Zahlung Eigentum des Verlages. Bei Zahlungsverzug sind Verzugszinsen zu zahlen. Der Zinssatz hierfür liegt sieben Prozentpunkte über dem Basiszinssatz. Die Geltendmachung weiteren Verzugsschadens wird hierdurch nicht ausgeschlossen. Bei verspätet abgerechneten Aufführungen gilt eine Zinszahlung ab einem Monat nach Aufführungsdatum als vereinbart.

 

Personen

 

Robert Böttcher         -           (29 Jahre)

 

Margot Böttcher         -           seine Mutter (ca. 50 Jahre)

 

Emil Böttcher             -           sein Vater (50-60 Jahre)

 

Thomas Fuchs            -           Freund von Robert (25-35  Jahre)

 

Jens Schwitters           -           Freund von Robert (25-35 Jahre)

 

Petra Hoffmann         -           Nachbarin der Böttchers (ca. 30 Jahre)

 

Rosemarie Schönfeld -           Nachbarin der Böttchers (ca. 50 Jahre)

 

Hanna Schönfeld       -           Tochter von Rosemarie (ca. 25-30 Jahre)

 

 

 

 

 

Bühnenbild:

 

Das Bühnenbild zeigt eine Aussenkulisse mit zwei Haushälften. Rechts sieht man das Haus der Familie Böttcher mit Tür, Fenster, Klingel, Zeitungsbox u.a. Links ein ähnliches Haus, in das Rosemarie Schönfeld und ihre Tochter soeben eingezogen sind. Nach hinten sind Abgänge nötig nach links und rechts. Der Hintergrund besteht evtl. aus Zäunen, Bäumen, Büschen, Blumen oder aber bemalte Kulissen, die landschaftliche Motive und Weitblick zeigen. In der Mitte der Bühne ein Gartentisch mit mehreren Stühlen. Sie dürfen gerne weitere Utensilien zeigen, wie Regentonne, Blumenkästen u.a. Hinten kann auch ein Schuppen oder Garage zu sehen sein.

 

 

Spielort: Dorf, bzw. kleine Stadt im niederdeutschen Sprachgebiet

 

 

Spielzeit: Sommer in der Gegenwart

 

 

Erster Akt

 

                  (Wenn der Vorhang sich öffnet, ist kein Spieler auf der Bühne. Es ist ein Wochentag in den Nachmittagsstunden. Nach einer kleinen Pause kommen...)

 

1. Szene

 

Rosemarie:(...und ihre Tochter Hanna aus dem Haus. Rosemarie ist sehr elegant gekleidet; für den Alltag fast etwas zu übertrieben. Ihre „Art“ ist leicht arogant und hochnäsig; ganz im Gegensatz zu ihrer Tochter. Hanna trägt zwar schicke, aber „lockere“ Kleidung, hat einen Walk-oder Discman in der Hand, Kopfhörer auf die Ohren, tänzelt beim Herauskommen) Nu nehm dit Gedudel van d´ Kopp, Hanna.

 

Hanna:       (laut) W a t ?

 

Rosemarie:(etwas genervt, nimmt ihr den Koppfhörer ab) Wi willen uns bi uns neije Navers vörstellen – dor is disse Rockmusik up Dien Ohren heelmol unpassend, Schätzchen.

 

Hanna:       Mama – dat is Xavier Naidoo.

 

Rosemarie:Du hest mi verstahn, ja ?!

 

Hanna:       Ja ja, is ja good. Mann eh, wieso mutt dat all so förmlich offgahn ? Irgendwenher söllnt uns Navers uns woll mol over d´ Weg lopen.

 

Rosemarie:Ik mach sückse Aktionen ja sülmst nich. Aver dat hört sück nu mol so.

 

Hanna:       (ironisch) Harren wi nich ok ´n Geschenk mitnehmen sullt, off so ?

 

Rosemarie:Na, sowiet kummt dat noch. Wi sünd hier vandag intrucken – dor mutten de Navers uns doch woll erde beschenken, oder ?! – So, un nu wees ´n leev Wicht un maak Dien Moder kein Verdreet.

 

Hanna:       (ironisch) Jawoll Mama – ik bün heel leev.

 

Beide:        (abgehend nach rechts, Rosemarie klingelt dann bei Böttchers, zupft noch an ihrem Kleid herum, richtet mit den Handflächen ihre Frisur)

 

2. Szene

 

Margot:     (öffnet die Tür, kommt heraus. Sie ist eine ganz normale Durchschnittsbürgerin, trägt einfache Kleidung; evtl. Kittelschürze o.a. Margot ist im Grunde eine symphatisch wirkende Person, wenn sie jedoch so richtig „in Fahrt“ ist, überschlägt sie sich fast) Ja ?

 

Rosemarie:(recht vornehm, versucht aber, freundlich zu wirken) Rosemarie Schönfeld. Un dat is mien Dochter Hanna. – Ja, eenlik heet se Johanna; aver wi hebbt hör alltied blots Hanna nömt. Fragen Se mi blots nich worum.

 

Hanna:       Hallo.

 

Margot:     (wundert sich; noch nicht sehr freundlich) Aha. Ja, Hallo. (betrachtet beide recht skeptisch)

 

Rosemarie:Wi hopen doch, dat wi Hör nich bi irgendwat stören; un unner normal Umstände is dat ok gor nich mien Art, unangemeld bi - mi noch frömd Lüüd - an de Huusdöör to pingeln; aver...

 

Margot:     (unterbricht sie barsch) Se sünd van de Zeugen Jehovas, nich wohr !? (will schon wieder ab ins Haus) Also, dat könnt Se futt vergeeten. Wi hebbt uns Glove un sünd dor heel best mit tofree. Olle Pattloopers – gahnt Se man leever hen to arbeiten ! (will die Tür schon wieder schließen)

 

Rosemarie:Um Gottes Willen – nee. Wo komen Se denn blots dorup ? Wi sünd Hör neije Navers. Wi sünd vandag intrucken un muchen uns vörstellen. Un wi sünd – Protestanten.

 

Margot:     (schaut unverständlich drein) Protest...?

 

Rosemarie:Evangelisch, wenn Hör dat mehr seggt.

 

Margot:     (kommt wieder heraus) Och Du leeve Tied. Dat is mi nu dann aver schaneerlik. (reicht ihr die Hand, dann freundlicher:) Böttcher. Margot Böttcher. Entschuldigen Se bitte völmals. (reicht auch Hanna die Hand) Aver bi dat Volk, wat d´r vandag al herumlöppt mutt man ja bannig upassen, nich wohr ?!

 

Hanna:       (eher belustigt) Wi sünd evangelisch-lutherisch; un ok bitlang noch nich to d´ Kark uttreeden, as so männig anner – is dat up Steh?

 

Margot:     (muß lachen) Ja seeker. – So, dann sünd Se also de neije Navers. Na ja, wi weeten ja woll, dat dat Huus hier tegenan verköfft worden is. Un dat dor bold weer ´n Familie intreckt, kunn wi ja an de Möbelwagen sehn, de hier de güstern un vörgüstern stunnen. Aver worher sull ik dat anners weeten ? Also – neijschierig bün ik nu wirs nich, dat liggt mi overhaupt nich. Männig Lüüd könnt ok ja so updringlich wesen, nich wohr ?! Also – scheußlich sowat – meenen Se nich ok ? – Wor komen Se denn her, wenn ik mol fragen dürt ?

 

Rosemarie:Mien Dochter un ik sünd ut Lübeck hierhertrucken.

 

Margot:     Ut Lübeck – dann man to. (ruft laut zum Haus) E m i l ! Kom mol even rut ! – Mien Mann, weeten Se ?!

 

Rosemarie:Ahja.

 

Margot:     Wat hett Hör denn ut Lübeck verdreeven ?

 

Rosemarie:(etwas „erschüttert“ über diese dreiste Frage) Also, weeten Se...

 

Margot:     Och, dat könnt Se mi ja ok noch immer vertellen. - Un äh... Se wullen dann so ´n lüttjet Fest geeven, wa ? Ik meen, dat hört sück ja so as neije Navers, nich wohr ?! Un vör allem lert man sück ja ok völ beeter kennen – so Döör an Döör. Hebb ik recht ?

 

Rosemarie:(hatte das eigentlich nicht geplant) Ja, also... ´n Fest... dat is...

 

Hanna:       Hey, dat is doch ´n geilen Idee, Mama.

 

Rosemarie:H A N N A ! Geile Idee - mi fehlen de Worden !

 

Margot:     Ja ja – so sünd de junge Lüüd.

 

 

3. Szene

 

Emil:          (kommt heraus. Auch er ist ein völlig normaler Mann mit einfacher Alltagsklei-dung) Ja ?

 

Margot:     Frau Schönfeld, Emil. Uns neije Naverske; mit hör Dochter Hanna, de eenlik Johanna heet – man se hebbt alltied Hanna an hör seggt. Witzig, nich ?! – Frau Schönfeld – Hanna – mien Mann Emil. Un he heet al immer Emil. (lacht)

 

Emil:          (reicht auch beiden die Hand) Neije Navers. Na sowat. Worum hebb wi dor denn gor nix van mitkreegen ? Du büst doch anners so wies, Margot. --- Freit mi. Emil Böttcher. Hartlik Willkommen hier bi uns in d´ Straat.

 

Rosemarie:Völen Dank.

 

Margot:     (knufft ihren Mann) Frau Schönfeld is mit Hanna ut Lübeck hierhertrucken, Emil.

 

Emil:          So ? Dann man to.

 

Margot:     Ja, un se will uns inladen to ´n lüttjet Fest.

 

Emil:          Oh ja ? Dat deiht aver doch gor nich nödig.

 

Margot:     (knufft ihn) Worum denn nich, Emil ? Laat hör doch. Wenn se unbedingt will. Un dat hört sück doch ok so. (überschlägt sich jetzt fast) Mien Mann is al up Rent, weeten Se ?!  - He harr dat al immer mit de Bandschieven. Hett ja Johren anholen, bit dat he de Rent endlich dörkreegen hett; man siet ´n half Johr hebb ik hum nu elke Dag in ´t Huus. Ja, dat is ok ´n Umstellung för mi west; dat könnt Se mi driest glöven. Aver wenn man bold 35 Johr mitnanner traut is, dann hört man tosamen, nich wohr ?! Na ja, un bi lüttjen hebb ik mi d´r nu ok an wend, dat Emil mi nu van mörgens bit avends up de Nerven geiht. Obwohl dat nich immer eenfach is för mi – dat könnt Se mi glöven.

 

Rosemarie:(kann kaum glauben mit was für Menschen sie es hier zutun hat) Aha.

 

Emil:          (knufft Margot) Margot; laat dat doch. Wat sall Frau Schönfeld denn denken ?

 

Margot:     Och, dat was ja man blots Spass, Frau Schönfeld. Off dürt wi Rosemarie un “Du” seggen ? Ik meen, so as Navers, wa ?! Is ja völ persönlicher. Ik bün Margot för jeeden.

Rosemarie:Wenn Se meenen…ik meen, wenn Du...

 

Hanna:       Se sünd ja ´n witzig Ehepoor, wenn ik dat mol so seggen dürt.

 

Rosemarie:Hanna – bitte ! Wees doch nich so taktlos.

 

Emil:          Na, Dien Dochter hett doch recht, Rosemarie. Wi seggen alltied: Spaß mutt d´r manken wesen. Dat wat in de Welt passeert is männigmol trurig genug.

 

Margot:     So is dat. Just so, as mien Emil dat seggt. – Tja, also… wenher söllnt wi denn nu komen ? Ik meen, to dat Fest ? Off hest Du dor amenne noch gor kien fasten Termin in d´ Oog ?

 

Rosemarie:(weiß gar nicht, was sie antworten soll) Na ja, ik weet ok nich…

 

Hanna:       Wat holl ji van Saterdagavend ? Dat kann dann ja sogor hier in d´ Garden passeeren. Dat Weer sall ja noch bit Sönndag so moij blieven; hett de Wetterbericht tomindest meld.

 

Margot:     Dat is ´n prima Idee. Un worto hebb wi denn ok hier so ´n moijen Garden, nich wohr ?! De dürt ji driest mitbruuken – wenher immer ji willen. Hebb wi nix up tegen. Jo Garden is ja leider nich so grood.

 

Rosemarie:As Se... ik meen – as ji meenen. Dat sall dann aver woll mehr ´n Fest blots unner uns worden, denk ik.  Dat nächste Huus is ja mehr as 500 Meter van hier weg. Ik bün mi nich seeker, of man de dann noch as Navers tellen kann.

 

Margot:     Neee..., dat de ik ok nich. Aver tegenover wohnt Petra Hoffmann – de dürst Du nich vergeeten.

 

Rosemarie:Un dor mutt wi uns dann ok vörstellen, meenst Du ?

 

Emil:          Dat deiht nich nödig. Petra kummt al Nöös lang hierher un mach gern eem ´n Wort proten. Se vertellt ok gern Geschichten. Hett vandag noch gor nich hier west – wunnert mi eenlik. De sall ok woll gau mol bi Di an d´ Döör pingeln.

 

Rosemarie:Du wullt dormit seggen, dat disse Person hier ohne Grund elke Dag herkummt blots um belanglos Tüch to vertellen ?

 

Margot:     Jaaa...., Petra is even so. Se is ´n arm Blood. Hett beid Ollen vör 6 Johr tomol verloren un nu leevt se heel alleen in dat good Huus. Se kummt woll torecht, aver... Se is ´n bietje – tja, wo sall ik Di dat verkloren ?

 

Emil:          So ´n bietje duddig, weet ji ?!

 

 

4. Szene

 

Petra:         (kommt von hinten auf die Bühne. Sie trägt ein altmodisches Kleid, Söckchen, das Haar sehr ungewöhnlich frisiert, mit Spangen o.a., ist recht „linkisch“ und auch nicht besonders intelligent. Was das Outfit betrifft, sind der Spielgruppe alle Freiheiten gegeben) Moin mitnanner. (grinst dumm)

Emil:          Na, wo heet dat Spreekwort: Wenn man van d´ Düvel prot.

 

Margot:     Moin Petra. Dat is ja fein, dat Du uns eem besöchst.

 

Petra:         Ik bün vandag ja noch gor nich bi jo west.

 

Margot:     So is ´t. Wi hebbt just van Di prot.

 

Petra:         Ik hebb jo nämlich wat heel moijes to vertellen. Mien Susi hett vandag Jungen kreegen. Five Stück. Twee witten un dree bruun-witt-gefleckten. Nu hebb ik insgesamt 18 Katten. Is dat nich toll ?

 

Margot:     Wunnerbor Petra. De bekiek wi uns naher. Aver kiek mol; wi hebbt neije Navers.

 

Rosemarie:(ist über diese Nachbarin noch mehr erschüttert als über Emil und Margot)

 

Petra:         Neije Navers ? Sowat aver ok. (reicht Rosemarie die Hand, schüttelt sie nicht sehr elegant) Ik bün Petra.

 

Rosemarie:Ja, Schönfeld – Rosemarie.

 

Hanna:       Ik heet Hanna. Hallo Petra.

 

Petra:         Gooden Dag, Hanna. (grinst wieder dümmlich und ist auch ein bißchen verlegen) Machst Du Katten, Hanna ?

 

Hanna:       (nickt) Seeker.

 

Rosemarie:Moment mol. Se willen uns doch nich ernsthaft vertellen, dat Se hier bi uns genau tegenover wohnen; und dat mit 18 Katten.

 

Petra:         Doch. 18 Stück sünd dat nu. Morle un Puschi un Timo un Minka un...

 

Rosemarie:Ja ja, dat langt nu aver wirs. Ik mutt mi hier nu doch woll nich wirs de Namen van all 18 Viecher anhören, oder ? Grood Gott...

 

Emil:          Petra is even ´n Kattenfan. Is se al immer west. Nich wohr, Petra ?!

 

Petra:         Hhmmm... dat stimmt.

 

Hanna:       Ik find Katten ok sööt, Petra. Ik kom naher ok mol even vörbi un bekiek mi de, ja?!

 

Rosemarie:(empört) Also...

 

Margot:     Och, weet ji wat ? Wi gahnt am besten almitnanner eem in uns Wohnköken un drinken ´n lecker Tass Tee mitnanner. Wat hol ji dorvan ?

 

Petra:         Oh ja, dat is geil. (hält sich die Hand vor den Mund) Ups, wat segg ik denn dor ?

 

Hanna:       Maakt doch nix. Dit Woord dürt man driest seggen vandag, Petra. Maak ik ok.

Rosemarie:H a n n a !

 

Margot:     Ja also, wat is nu ?

 

Rosemarie:Dat is ´n heel verlockend Angebot, Margot; aver dor mutt wi leider passen. Wi mutten noch mindestens 10 Kartons utpacken. Bit man richtig inricht is, vergahnt ja doch ´n poor Dag. Und Hanna mutt mi unbedingt helpen dorbi. De heel dür Glasen, weet ji...

 

Hanna:       Moder, dat könnt wi doch immer noch. Wenn Margot un Emil uns up ´n Tass Tee inladen...

 

Rosemarie:Kind, Du hest hört, wat ik seggt hebb ! (will Hanna schon mit wegziehen, als...)

 

 

5. Szene

 

Robert:      (...mit einem dicken Manuskript; evtl. geheftet o.a. freudestrahlend und zügig aus dem Haus „stürmen“ kommt) Lüüd, ik hebb dat klor ! (zeigt stolz sein Werk. seufzt erleichtert) Hier is dat !

 

Emil:          (freut sich mit Robert) Oh, ik wüss dat. Irgendwie harr ik dat in ´t Urin, dat dat vandag sowiet is.

 

Margot:     (zu Emil:) Du mit Dien Blindkonferenz hest dat ja alltied in ´t Geföhl.

 

Emil:          Wenn Du al dorvan proten mußt, dann segg dat tomindest richtig. Dat heet Inkontinenz !

 

Margot:     Blasenschwäche heet dat ! So ! (ebenso erfreut zu Robert) Oh Jung,  wo ik mi frei. Du hest dor ditmol aver ok ´n heel Sett biseeten, nich wohr ?!

 

Robert:      5 Maant un 17 Dag – wenn man ´t heel genau nehmen will. (sieht jetzt erst die anderen) Oh, gooden Dag ok.

 

Rosemarie:(und Hanna – die nun stehengeblieben sind und sich nochmal umdrehen) Moin.

 

Hanna:       Hallo.

 

Petra:         (linkisch und verlegen) Hallo Robert. Na...

 

Margot:     Dann will ik jo man erst eem uns Jung vörstellen. Robert – dat sünd uns neije Navers Rosemarie Schönfeld un hör Dochter Hanna. – Rosie – Hanna – dat is uns Robert.

 

Robert:      Freit mi.

 

Hanna:       (erfreut) Ja, mi ok.

 

Rosemarie:(eher kurz) Ebenso.

 

Hanna:       Worvan prot ji ? Wat is klor – un wat hett over 5 Maant anholen ?

Robert:      Ja, also...

 

Emil:          Weet ji, dat is so:

 

Margot:     (ist aber schneller als Emil) Ja, hebb ji denn wohrhaftig noch noit wat van Robert Böttcher hört ?

 

Rosemarie:(und Hanna schauen sich eher ratlos an, zucken mit den Schultern)

 

Margot:     Robert Böttcher kenn ji nich ? Dat kann ja woll nich wohr wesen. Hörst Du dat, Emil ?

 

Hanna:       Moment mol. Doch nich viellicht de Robert Böttcher ? – „Freiheit hat keine Regeln“;  „Entscheidung am Hasenbach“; „Ingrid´s letzte Chance“ ?

 

Emil:          Genau de Robert Böttcher steiht vör jo.

 

Margot:     Hach, tomindest Hanna kennt hum.

 

Petra:         Ja, dat stimmt. Uns Robert is berühmt. Un ik wohn Döör an Döör mit hum. Geil, nich wohr?!

 

Rosemarie:(zu Hanna:) Moment mol. Wat quedelst Du dor, Hanna ? Kannst Du bitte mol düdelk worden ?

 

Hanna:       Moder, dat is Robert Böttcher, de Schriftsteller. Ik hebb 3 Booken van hum leest; un ik mutt seggen – de hebbt mi bannig good gefallen.

 

Robert:      Danke.

 

Rosemarie:Un worum weet ik van sowat nix ?

 

Hanna:       Weil Du leever Rosamunde Pilcher un Charlotte Link lest, Moder. Un wiel Du alltied seggst, dat dütske Schriftsteller sowieso kien goode Booken schrieven könnt. Un Mannlüüd al lang nich. – Mensch, ik kann dat gor nich faten. Ik harr ja kien Ahnung, dat Se hier wohnen – hier up ´t Land.

 

Margot:     Jaa... uns Robert is bekannt. Un nich blots  hier in ´t Dörp. Van sein letzte Roman sünd mehr as 13.000 Stück verköfft worden. Irgendwenher is he nettso bekannt as Konsolik un Stefan Kong.

 

Emil:          Konsalik un King, Margot. Stephen King !

 

Margot:     (ärgerlich) Ja doch.         

 

Petra:         In sien letzte Book „Ingrid´s letzte Chance“ hett de Vader van disse Ingrid 11 Katten, nettso as ik.

 

Margot:     Ja genau. Dor hest Du uns Robert seeker inspekteert mit Dien Katten, Petra.

 

Emil:          Inspireert heet dat, Margot.

Margot:     (verärgert) Nu hör dor up mi in een Tour tegen to proten, Emil. Meenst Du, ik bün doof, oder wat ?

 

Hanna:       (ist weiterhin schwer beeindruckt) Wahnsinn. Dat is echt irre. Un nu gifft dat ´n neijen Roman van Di ?

 

Robert:      So is dat. Hier hol ik dat in mien Handen. Dat sövente. Na ja, bit de Lektor dat bearbeit hett un dat druckt ward, vergahnt seeker noch ´n poor Week; aver ik bün  tofree mit dit Book – un dat is nich immer so.

 

Hanna:       Un wo heet dat – ik meen, wenn man dat al mol weeten dürt ?

 

Petra:         (ganz aufgeregt) Dat is ditmol ´n neijen Band van Harry Potter, stimmt ´t ? Seggt, dat dat endlich ´n neijen Geschicht van Harry Potter is. „Harry Potter und die Wunderkatze“, nich wohr ?!

 

Robert:      Petra; dorför hebb ik doch gor nich de Rechte. Dat dürt ik gor nich. Dat is de Upgaav van Frau Rowling ut England. Dorto kummt, dat mien Romanen sück mehr in de Realität offspölen un minner wat mit Zauberee un Phantasie to dohn hebben.

 

Petra:         Schad. Ik mach Harry Potter doch so gern. – Du harrst ja ok van ´n Zauberin schrieven kunnt – to ´n Biespiel Petra Potter oder so.

 

Robert:      Dann harr ik ok Arger kreegen, Petra.

 

Rosemarie:(glaubt es kaum, was Petra da von sich gibt) Nich to glöven. Sowiet kann ik ja sogor denken. Tss...

 

Robert:      Dat Book heet „Die Wirksamkeit der Liebesbestimmungen”.

 

Hanna:       Wow, dat klingt interessant.

 

Rosemarie:Klingt woll erde na ´n Klausel in ´n Mietvertrag, wenn dat Wort „Liebe“ nich drin was.

 

Petra:         (grinsend und sich auch dabei etwas schämend) Off na de Huusordnung van ´n Puff.

 

Emil:          Petra, also dat geiht nu doch wirs to wiet !

 

Petra:         Entschuldigung. (hält sich die Hand wieder genant vor den Mund)

 

Hanna:       Sull ik... ik meen – na ja, wenn dat nich geiht, verstah ik dat ok; aver – sull ik viellicht mol ´n bietje dorvan lesen düren, noch bevör dat druckt word, Robert.

 

Robert:      Na ja, dat is so:

 

Margot:     Also, dor hett uns Robert heel bestimmte Rituale un  Regeln ! Dat hett al Tradition.

 

Hanna:       Ochja ?

 

Robert:      Bitte nich düll wesen; aver dor hett mien Moder recht. Dat is wirs so ´n Art Ritual. Ik hebb dat nu na 6 Booken alltied bibeholen. Is so ´n Art Glücksbringer. Un de wull ik nich gern up ´t Spöl setten. Un lesen dürt dat ok kieneen, bevör dat in d´ Handel kummt.

 

Hanna:       Nee nee, dat verstah ik doch. Is ja al ´n grood Freid vör mi, dat wi nu Navers van so ´n bekannten Schriftsteller sünd.

 

Petra:         Hhmmm... ik find dat ok geil. – Ups...

 

Rosemarie:(zu Hanna:) Kind, nu laat uns aver bitte weer rovergahn. Wi hebbt noch sovöl to dohn.

 

Hanna:       (hat Robert derweil mit viel Begeisterung angesehen, tut dieses immer noch) Ja Moder.

 

Margot:     Un ji willen wirs nich eem mit rinkomen ?

 

Rosemarie:Nee danke – ik hebb doch al seggt - dat passt nu leider gor nich.

 

Emil:          Aver ´n annermol, ja ?!

 

Margot:     Na ja, erstmol kummt ja nu de Grillparty van Rosi un Hanna. Fein, dat wi nu Navers sünd. Ja, un seggt mol, gifft dat eenlik gor kien Herrn Schönfeld ? Off bün ik to imbiskrott mit disse Frag ?

 

Emil:          Indiskret, Margot. Indiskret !

 

Margot:     (genervt von dem ständigen Korrigieren ihres Mannes) Ja doch.

 

Rosemarie:Dorover much ik im Moment nich proten.

 

Margot:     Nee nee, dat is up Steh. Mutt ja nu ok nich batz up de Steh wesen. Dat kann ja mörgen ok noch vertellt worden, nich wohr ?!  Na denn – Du seggst uns dann bescheed, van wegen genau Termin för de Party, ja ?!

 

Petra:         Eh, ´n Party ? Supi ! Dor bün ik doch ok inladen, oder ?! Se mutten mi unbedingt bescheed seggen, wenher un wor ik hen komen sall.

 

Rosemarie:(genervt und recht geladen) Ja ja, maak ik seeker. Bit dann. (abgehend ins Haus, dreht sich an der Tür um, dann streng:) Hanna ! Kummst Du nu bitte ?!

 

Hanna:       (die Robert fortwährend anschaute; obwohl Robert sich eher mehr seinem Manuskript widmete) Ja doch.

 

Beide:        (dann ab ins Haus)

 

 

 

6. Szene

 

Emil:          Eenlik heel nett de beiden, oder ?!

 

Margot:     Nett ? - ´n hochnösig, ingebild Fröminske is dat – dor will wi ja woll nich over strieden, oder ?! Wat seggst Du, Robert ?

 

Robert :     Hhhmmm...

 

Emil:          Aver de Dochter...

 

Margot :    Ja, de Dochter. Ik prot ja ok van uns „leeve“ Rosemarie. Alleen al wo de up Wakeldag uptakelt is – dat seggt mi alls. Dorbi is se doch just an ´t Intrecken. Tsss...

 

Robert:      Viellicht hett se ´n Mann de good verdeent.

 

Margot:     Dat is dat ja just. ´n Kerl hebb ik hier noch gor nich sehn. Wohrschienlik is de schett. Man dat krieg ik ok noch rut. – Obwohl – ik mutt heel ehrlich seggen – so ´n bietje Take up – dat kunn ki amenne ok gefallen. Ik meen, dat schickt sück doch, oder ?! So as Moder van ´n berühmten Autor…

 

Petra:         Stimmt. Dat wull ik ok al immer mol utprobeeren. Off mi sowat woll steiht ?

 

Emil:          Sowiet kummt dat noch, Margot - dat Du Di elke Dag 20 Euro van Ellen Betrix in d´ Schnuut schmeerst. Van mien bietje Rent kann ik mi dat nich leisten. Butendem heet dat Make up !

 

Margot:     Ja ja – is ja al good, Du olle Gnatterpott.

 

Robert:      Na hör mol, Vader. Wenn Moder sück tomol schminken will, dat sall ik hör dann woll noch kopen können. Mien Booken smieten ja woll wat off, oder ?

 

Margot:     (geht zu Robert, klopft ihm auf die Schulter oder legt ihren Arm darauf) So is ´t recht. Ik bün ja so stolz up Di, Jung. – Sall ik in d´ Wohnkamer alls klormaken för vanabends ?

 

Robert:      Nich nödig, Moder. Ik hebb Thomas un Jens nett anropen – se komen futt al hierher. Un bi dit moij Weer könnt wi ok mol buten mien neije Roman fiern. Bruukst Di um nix kümmern – ik maak dat al.

 

Margot:     Dat is noch beeter. Ik hebb dor ok noch ´n grooden Körv vull Bügelwaschke stahn, de up mi luurt.Un Du Emil, kunnst woll eem mit Krabber dör d´ Garden suusen. Dat Unkruut warst uns nämlich all bold over d´ Bohnen.

 

Emil:          Oh neeee..., Margot. Mutt dat wesen ? Ik kunn doch ok moij endlich mol mit Robert un sien Fründen dat Roman-Ritual mitmaaken.

                 

Robert:      Vader bitte. Disse poor Stünn hören blots Thomas, Jens un mi. Dat brengt seeker Unglück, wenn wi dor tomol annerswell bi hebben.

 

Margot:     (streng:) Dat wull ik ok just seggen. Di de Kopp dichtknallen, dat kunn Di woll good in d´ Kram passen, wa ?! Un wenn Du dat erst eenmol mitmaakt hest, dann gefallt Di dat so good, dat Du in Tokunft elke Dag ´n Buddel bruukst – just so as Lammert Kramer. Un de is d´r toletzt an verfallen. Un bi Dien lüttje Rent könnt wi uns dat ok nich leisten, wenn ik al kien Take up krieg. So !

 

Emil:          (ironisch:) Du hest ja sooo recht, Targot.

 

Margot:     Ja, hebb ik ok. Un nu maak wi uns an de Arbeit – wi willen Robert nich langer stören.

                  Los – zack zack ! – Targot – ik help Di futt.

 

Emil:          Ja ja. (flüchtend ab ins Haus)

 

Margot:     (ihm hinterher gehend, dann aber noch zu  Petra:) Kumm her, Petra. Wi beid drinken erstmol ´n lecker Tass Tee, bevör ik mi an de Bügelwaske maak.

 

Petra:         Klasse; un dann vertell ik Di alls van mien Pussy...

 

Robert:      (muß schmunzeln)

 

Margot:     Bitte ? (dann versteht sie) Ochso..., ja ja, seeker. (beide nun ab ins Haus)

                  (im nächsten Augenblick erscheinen...)

 

7. Szene

 

Jens:          (...und Thomas von hinten auf der Bühne. Jens hat einen Korb dabei; beide wirken schon leicht betrunken, aber nur „leicht“) Hey... Robert, Du oll Rötte, alls klor ?

 

Thomas:     Ik hebb just to Jens seggt – Du mußt in Tokunft gauer schrieven. Wi dree hebbt alltied blots dann ´n Riesenfete, wenn Du weer ´n Roman klor hest. So geiht dat nich wieder.

 

Robert:      Dorto mutt ik ja nu woll nix seggen, oder ?! Sett jo.

 

Beide:        (tun dies)

 

Robert:      (der noch steht) Hebb ji ditmol alls besörgt ?

 

Jens:          Hebb wi. (holt einen Kassenbon hervor) Hier is de Kassenbon.

 

Robert:      Ik geev Di dat Geld naher. Un – besten Dank, dat ik mi nich um de Inkoop kümmern muß ditmol.

 

Thomas:     Hebb wi gern dohn. (holt 3 Schnapsgläser aus seiner Hosentasche, stellt diese auf den Tisch)

 

Jens:          (nimmt eine Flasche aus dem Korb, schenkt ein, deutet auf das Manuskript) Is he dat ?

 

Robert:      Dat is he ! (legt das Manuskript vorsichtig in die Mitte vom Tisch)

Thomas:     Dat sövente ?

 

Robert:      Dat sövente !

 

Jens:          Is dicker as de annern – hebb ik recht ?

 

Robert:      Wenn ´t bearbeit un druckt is, söllnt dat woll 350 Sieden worden, denk ik.

 

Jens:          Is ja ok schietegol. Fang wi an ?

 

Robert:      Van mi ut kann ´t los gahn.

 

Thomas:     Ik bün ok sowiet.

 

Alle:          (stehen auf, erheben jeweils ihr gefülltes Glas)

 

Jens:          (holt tief Luft, will gerade loslegen, dann...) Moment noch. Erstmol noch wat anners. Dat geiht um de 14. September.

 

Robert:      Wieso ? Wat is dann ?

 

Thomas:     As wenn Du dat nich heel genau weest. An d´ 14. September worst Du 30 ! Wi mutten de Party langsam planen.

 

Robert:      Dor gifft dat nix to planen. Ik will nich fieren.

 

Thomas:     Nee, Du nich – aver wi !

 

Jens:          So is´t ! - Du mußt Di um nix kümmern. Wi organieseeren alls. Inverstahn ?

 

Robert:      Oh Mann – mutt dat wesen ?

 

Jens:          Man word blots eenmol 30 in sien Leeven.

 

Robert:      Aver kommt mi bitte nich mit so Fege-Aktionen un so ´n Tüch. Dann is dat ut mit uns Fründskupp.

 

Thomas:     (grinst) Laat uns man maken.

 

Robert:      Erstmol treck wi hier nu uns Ritual dör. Nu fang endlich an, Jens.

 

Jens:          Ja. - Dat sövente Mol sünd wi hier bi uns beste Fründ Robert Böttcher tosamenkomen um sien neijste Roman to fieren. So as jedesmol, will wi ok ditmol weer een besünner Satz ut disse Roman rutsöken. Un dat, wat disse Worden uns seggen, will wi umsetten in de nahste dree Weeken. So, as wi dat nu al sess mol dohn hebbt. Un jedesmol hett dat Glück brocht un Robert´s Roman hett düchtig Lesers funnen.

 

Thomas:     (schaut auf den Titel)... „Die Wirksamkeit der Liebesbestimmungen“ ? Dat is aver ´n arigen Titel.

 

Robert:      Maak Di dorover kien Gedanken.

 

Thomas:     Ja ja, ik segg ja al gor nix mehr. – Also – wi drinken up de neije Roman un natürlich – so as jedesmol – ok noch up al anner sess Romanen, dormit se wiederhen düchtig verköfft worden. Na denn - Up dat erste.

 

Robert:      „Freiheit hat keine Regeln“. Prost Jungs !

 

Alle:          Prost. (trinken)

 

Thomas:     (schenkt in Windeseile wieder ein)

 

Jens:          Up dat tweede !

 

Robert:      “Entscheidung am Hasenbach”.

 

Alle:          (trinken wieder)

 

Thomas:     (hat schon wieder flink eingeschenkt) Un dann futt ok up dat darde !

 

Robert:      „Der Engel im Abstellraum“. Okay – ich gev to, de hett sück nich so good verköfft.

 

Jens:          Na un – dor drink wi trotzdem up. Prost.

 

Thomas:     (schenkt zum vierten Mal die Gläser voll) Genau. Mien Moder hett dat Book, weet ik heel genau. - Un dor was wi al bi dat veerde.

 

Robert:      „Von gestern bis zur Ewigkeit“.

 

Jens:          (nachdem wieder alle getrunken haben) De hebb ik sogor lest. Okay, nich heel, aver ik hebb de Wille tomindest wesen.

 

Thomas:     Nummer fünf, Robert. (hat wieder eingeschenkt)

 

Robert:      Oh Mann, wenn ik erstmol mien 20ste Book schreeven hebb, dann mutt wi uns aver mol wat anners overleggen. So geiht dat nich wieder, Jungs. - Hicks.

 

Jens:          Hey, wi könnt nich tomol mit uns Ritual uphören. Dat brengt Unglück.

 

Robert:      Ja ja, hest ja recht. Dat fievte was: „Die Liebes-Achterbahn“. Un de hett sück heel best verköfft. Prost.

 

Thomas:     Up de Achterbahn.

 

Jens:          Un up al anner Karussells ! Hähä...

 

Robert:      (sieht ihn strafend an) Wieso mußt Du Di eenlik alltied lüstig maken over goode Literatur, wenn Du sülmst overhaupt kien Ahnung dorvan hest ?

 

Jens:          Was ja bloß Spaß.

Alle:          (trinken wieder)

 

Thomas:     Boah, Du hest recht, Robert. Wenn dat erst 20 Booken sünd – mein lieber Schalli...

 

Jens:          Wieder ! (nimmt Thomas die Flasche weg, schenkt allen wieder ein) Nummer sess?

 

Robert:      „Ingrid´s letzte Chance“.

 

Jens:          Genau ! Up Ingrid, de olle Döös ! Prost.

 

Alle:          Cheerio Miss Ingrid !

 

Jens:          (schenkt zum siebenten Mal die Gläser voll) Un dann was dor noch dat neijste.

 

Robert:      Ja, un ik bün blied, dat ik erst 7 schreeven hebb. Mann eh, wi sünd ja ruck zuck stinke duun.

 

Thomas:     (und Jens lallen schon ein wenig, aber nicht zu sehr übertreiben) Na ja, also wenn wi heel ehrlich sünd – Jens un ik hebbt bi mi tohuus al mol so ´n lüttjen nohmen.

 

Robert:      (ironisch) Ja seeker. Wo kann ´t ok woll anners ? Na denn – up...

 

Thomas:     “Die Wirksamkeit der Liebesbestimmungen”. Wat ok immer dat heeten mach. Un Prost.

 

Alle:          (trinken zum siebenten Mal, setzen alle gemeinsam ihr Glas ab, setzen sich gleichzeitig – „etwas geschafft“ hin)

 

Thomas:     Nu kann nix mehr scheev gahn.

 

Jens:          Mo...moment mol. Nu kummt noch erst dat Wichtigste.

 

Thomas:     Ja ja, bedohr Di. Ik hebb dat nich vergeeten.

 

Robert:      Well is dran ditmol ?

 

Thomas:     Jens mutt seggen, wat för ´n Sied un wat för ´n Rieg.

 

Jens:          Genau. Ik bün dran.

 

Thomas:     (nimmt das Manuskript)

 

Robert:      Wees bitte vörsichtig.

 

Thomas:     Mann eh, stell Di nich so an. Du hest dat doch in d´ Computer, oder ?

 

Robert:      Wenn al. Drucker-Farv is ok just nich billig.

 

Thomas:     Nu hör Di hum an. Verdeent dick mit sien Romanen un maakt hier ´n Film van wegen dür Drucker-Farv. – Also Jens – wat för ´n Sied sall ik openslahn ?

Jens:          Äääh... Tweehunnertdreeuntwintig. Un dann de 11. Rieg. Un wenn dor kien Satz anfangt nimmst Du 12 off 13.

 

Thomas:     Inverstahn. Ji hebbt dat al hört. Jens sien Wahl telt. Sied 223 – Rieg 11. (blättert)

 

Jens:          Un de Regeln tellen as immer, ja ?!

 

Thomas:     Seeker doch.

 

Jens:          Robert; Du büst ok inverstahn, ja ?! De Satz van dat Book puul wi utnanner un – egol, wat dat ok is, wi maken dat för Di ! Schietegol wo wi dat anstellen un wat dat kosten mach. Un Du büst dat Opfer un mußt dorup ingahn.

 

Robert:      Ja ja, ik bün ja inverstahn. Nu maak al.

 

Jens:          Du mußt doch eenlik weeten, wat dor steiht. Hest dat Book doch immerhen schreeven. Hähä...

 

Robert:      Witzbold. De Satz seggst Du jedesmol. – Boah, mi is al richtig duselig.

 

Jens:          Frag mi mol.

 

Thomas:     (hat das Manuskript aufgeschlagen auf Seite 223, sucht Reihe 11, findet) So Lüüd, hier is dat.

 

Jens:          Oh Mann, ik bün al heel upgeregt.

 

Thomas:     Also, dat is doch...

 

Jens:          Wat denn ? Is dat ´n leeg Sied ? Steiht dor wat van ´n nakend Ollschke ? Oh geil...

 

Thomas:     Nee, dat nich, aver...

 

Jens:          Mann eh, nu lees doch endlich vör !

 

Thomas:     Na good. “Es ist nicht gut, dass der Mensch allein sei. Ich will ihm eine Gehilfin machen, die um ihn sei“.

 

Jens:          Moment. Dat wassen al twee Satzen. Dor telt blots de erste.

 

Thomas:     Ja seeker. Ik kann ´t eenfach nich glöven. Is dat nich ´n Satz...

 

Robert:      (etwas gereizt) Ja, Du hest ja recht. Dat is ut dat 1. Book Mose. – Ja, ut de Bibel, na un ? - Weet ji, dat geiht in mien Roman in de letzte Deel sotoseggen um Beziehungswahn; meest bi Schizophrenie uptredendeWahnvörstellung mit dat Kernsymtom krankhafter Ichbezogenheit, wahnhafte Verknüpf...

 

Thomas:     Dat langt, dat langt ! Bitte Robert, Du mußt uns dat nich in al Eenzeldeelen verkloren. Dat is ´n Nummer to hoch vör uns. Wi hebbt immerhen blots ´n Hauptschoolabschluß. - Uns geiht dat alleen um de een Satz up Sied 223.

 

Jens:          Wo was dat nochmol ?

 

Thomas:     (liest erneut) „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist“.

 

Jens:          Un disse Satz is nu maßgebend för dat, wat wi ditmol maken mutten för Robert !

 

Thomas:     So is dat. Just so, as wi dat al sess mol dohn hebbt.

 

Jens:          Ik weet nich; letzt mol was dat beeter. Könnt ji jo dor noch up besinnen ? In „Ingrid´s letzte Chance“ harr Thomas sück Sied 48 utsöcht.

 

Thomas:     49 !

 

Jens:          48 ! Dat weet ik heel genau. Un dor stunn: „Und Ingrid meinte, sie hätte noch niemals etwas besseres gegessen“.

 

Thomas:     (korrigiert) „Ingrid sagte: Das war das beste Menü seit langem, Olaf.“

 

Robert:      Beides verkehrt: Dat heet: „Ingrid mußte eingestehen, dass sie schon lange nicht mehr so gut gegessen hatte.“

 

Jens:          Mann eh, as wenn dat nu nich puupegol is. Dat gung tomindest um good Eeten.

 

Thomas:     Richtig. Un wi hebbt Robert dann in dat beste Restaurant inladen, wat dat in d´ Umkreis van 100 km gifft. Hett uns ´n heel Stang Geld kost.

 

Robert:      Ik weet – aver disse Regeln mit de spezielle Satz ut mien neijste Book hebb ji in ´t Leeven roopen. Un dor muß ji nu mol dör. Un dat hett ja ok alltied hulpen. Dat Book hett sück düchtig good verköfft dorna.

 

Jens:          Genau. Un dor mutt wi ok ditmol dör. Also: De Satz heet: „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist.“ Tja, wat könnt wi dormit anfangen ?

 

Robert:      Tja...

 

Thomas:     Mann, dat is doch klor. Robert sall endlich ´n Ollschke hebben.

 

Robert:      Oh nee, sowat maak ik nich mit.

 

Jens:          Hey, Du hest recht, Thomas. Wat sall uns disse Satz denn ok anners seggen ? Immerhen büst Du 29 Johr old. Dat ward langsam Tied.

 

Thomas:     Dat ward nödig Tied ! Dat sünd bloß noch ´n poor Week bit to sien 30ste Gebursdag.

 

Jens:          Na, dat is doch prima.

 

Robert:      Eh, wat hebb ji vör ?

 

Jens:          (zu Thomas) Bit to Robert´s 30ste Gebursdag söök wi hum ´n Ollschke.

 

Thomas:     Hey, dat is genial. De Idee harr van mi komen kunnt.

 

Robert:      (schenkt sich wütend ein, trinkt) Ji hebbt ja woll een an d´ Pann, wa ?!

 

Thomas:     Drinkst Du immer alleen ?

 

Robert:      (schenkt schmollend alle drei Gläser nochmal voll)

 

Jens:          Robert, pass up. Du hest immer genau wüßt, wat dit Ritual mit sück brengen kann. Un wat wi uns ok overleggt hebben bitlang – Du warst immer inverstahn un hest uns mol schworen, dat Du nix offlehnst – egol, wat wi uns ok för ´n Blödsinn utdenken. – Un wi hebbt dat immer klorkregen – bit up „Die Liebesachterbahn“. Dor stunn „Und kaufte ihm ein Schloss in England“.

 

Thomas:     Richtig. Un dat kunn wi nu wirs nich wohr maken.

 

Jens:          Un just dorum hett sück dat Book ok nich good verköfft.

 

Robert:      (trinkt wieder) Dat weet ik – un ik stah ok to uns Ritual. Aver ji könnt mi doch kien Frau söken. Wat sall dat denn ? Wenn wi uns nich verstahnt – wat brengt dat denn ?

 

Alle:          (sind nun langsam etwas mehr betrunken. Man merkt, dass das Folgende mit „nüchternem“ Kopf so nicht abgesprochen werden würde)

 

Thomas:     (trinkt auch) Dor hett he recht, Jens. So geiht dat natürlich nich. Dat ganze mutt Hand un Fööt hebben. Un eenlik is disse Satz ok eendüdig.

 

Jens:          Hhmmm, dor is wat an.

 

Robert:      Wat sall dat nu ?

 

Thomas:     Ik glöv, ik weet, wat Jens meent.

 

Jens:          (trinkt, überlegt kurz) „Es ist nicht gut, dass der Mensch allein ist“. För mi is klor, wat disse Worden uns seggen willen.

 

Thomas:     Wenn ik recht dorover nadenk – för mi nu ok.

 

Robert:      (trinkt auch wieder) Un düss ik dat viellicht ok gewohr worden ?

 

Jens:          Dat mutt fast Wark wesen ! Wi söken Di ´n Ollschke mit de Du bit to Dien 30ste Gebursdag tomindest verlobt wesen mußt.

 

Thomas:     Richtig !

 

Robert:      Ha, ik lach mi dood. Dor hebb ik ja ok woll noch ´n Woord mittoproten, oder ?! (schenkt wieder ein)

 

Thomas:     Du mußt blots tostimmen. Wi söllnt Di woll al de Rechte söken.

 

Jens:          Genau. Hähähähä...

 

Robert:      Dat schaff ji noit ! Dorum will ik wetten.

 

Jens:          Hey, geile Idee. Laat uns dorum wetten.

 

Thomas:     Genau. Dann is de Reiz ok völ grooter.

 

Robert:      Ji sünd ja verrückt. Aver wenn ji gern verlesen. Mi is alls recht. (trinkt)

 

Jens:          Okay, worum wett wi ?

 

 

8. Szene

 

Hanna:       (kommt aus dem Haus, als sie die Anwesenden jedoch sieht, geht sie zurück, läßt die Tür einen Spalt offen, lauscht dem folgenden Dialog)

 

Thomas:     Dat is mi sowat van egol. Denn dat is ´n Kinnerspöl för uns.

 

Jens:          Na, dann sla wat vör.

 

Thomas:     Na good. Ik faat nochmol tosamen: Jens Schwitters un Thomas Fuchs schaffen dat, dat Robert Böttcher bit to sien 30ste Gebursdag verlobt is. Dorup wett ik, Thomas Fuchs... äh -  uns nagelneije Trecker un uns 40 Hektar Land an de Barkenstraat. Un ji weeten ja, dat de Gemeend doran denkt, genau dor an de Barkenstraat ´n neije Siedlung to bauen. Dann könnt ji jo al an five Fingers offtellen, wat dat för ´n Wert hett...

 

Jens:          Wow, Mensch Thomas. Un de neije Trecker ? Hett de nich 85 PS ?

 

Thomas:     Dat hett he. Is five Week old un hett 46.000 Euro kost.

 

Robert:      Mann ey, Du mußt Di ja bannig seeker wesen, dat Du de Wette winnst.

 

Thomas:     Bün ik ok.

 

Jens:          (schnell) Un ik... ik – na ja, Landweertskupp hebb wi leider nich. Ik weet eenlik gor nich, wat ik beeden sall.

 

Thomas:     Du kannst alls nehmen, Jens. Spölt kien Rull. Wi winnen sowieso !

 

Jens:          Ja ? Ja dann – ik sett mien neije Auto.

 

Robert:      De is ja al over ´n Johr old.

 

Jens:          Immerhen beeter as Dien.

 

Thomas:     Dor hett he recht. ´n Golf is beeter as ´n Seat, Robert. Un Dien Cordoba hett ja ok woll al ´n poor Johr mehr up ´n Buckel, oder ?!

 

Robert:      Ja ja, mi sall ´t recht wesen,. wormit ik in Tokunft dör de Gegend fohr.

Thomas:     Ha, hör Di hum an, Jens. – Wi verloben Di ! Dat is so seeker as dat Amen in d´ Kark !

 

Robert:      Ja klor. Drömt ji man wieder.

 

Jens:          Hey, Du büst dran. Wat settst Du denn dortegen, Robert ?

 

Robert:      Wortegen ?

 

Hanna:       (hat mitlerweile einen Bogen Papier geholt und schreibt eifrig mit. Außerdem hat sie ein Diktiergerät eingeschaltet. Die drei Männer sehen sie jedoch nicht)

 

Jens:          Mann ey, wenn wi dat doch schaffen !

 

Robert:      Ochso... na ja, ik will ja kien Spölverdarver wesen. (überlegt)

 

Thomas:     Na nu maak al. Aver wat vernünftiges. Ik meen, dat Land, de Trecker un de Golf... dor mutt al wat Goods tegensetten, anners löppt dat nich.

 

Robert:      Ja ja, ik bün ja nich blöd. Passt up ! Sull ji dat wirs schaffen un mi an ´n Frau brengen; sull ik wohrhaftig verleevt wesen un dat ehrlich meenen mit de Frau, un sull dat Unmögelke intreeden un ik bün wirs verlobt noch bevör ik 30 wohr, dann...

 

Jens:          Ja ?

 

Robert:      ...dann krieg ji beiden jede eenzelne Euro van mien neije Roman.                              

 

Jens:          Wow !

 

Thomas:     Moment. Un wenn dat ´n Flop ward ?

 

Robert:      Ward dat heel seeker nich. Dat gifft al 8000 Vörbestellungen. Butendem weest Du, wo faken „Ingrid´s letzte Chance“ sück verköfft hett. (schenkt wieder ein)

 

Thomas:     Dat letzte Book ? - Wassen dat nich...

 

Robert:      13.600 Stück bitlang, glöv ik.

 

Jens:          Na, dat is ja al wat.

 

Thomas:     Un äh – wenn ik mol so direkt fragen dürt – wovöl schmitt so ´n Book denn off ? Ik meen, wovöl gifft dat denn för een verköffte Roman?

 

Jens:          Wenn ´t man blots ´n Euro is, lohnt dat doch al.

 

Robert:      Oh, dat is wiet mehr as ´n Euro.

 

Thomas:     Na denn – dat is ´n fair Angebot.

 

Jens:          Hhmmm, dat find ik ok.

Robert:      Un Prost. (setzt das Glas an)

 

Thomas:     (hält ihn zurück) Moment. Erstmol mut wi dat hier offsegnen.

 

Alle:          (stehen auf, nehmen ihre Gläser in die Hand)

 

Thomas:     Wi hebbt nu to ´n söventen Mol dat Böttchersche Ritual anfangen un willen dat ok ditmol toenn brengen in de nächste Weeken. De Upgaav is bekannt un wat jede dortegen wett is de anner klor. Up dat Ritual – un up Robert sien Frau !

 

Jens:          (und Robert gleichzeitig) Up dat Ritual un up Robert´s Frau.

 

Alle:          (drei strecken die linke Hand dann nach oben, treffen sich in der Mitte, trinken dann)

 

Jens:          Boah, wenn wi nu nich uphören to suupen, dann... dann...

 

Robert:      (fängt plötzlich an zu lachen, lacht immer lauter und lauter)

 

Jens:          Hey, wat is denn mit Di los ? Geiht Di dat nich good ?

 

Robert:      Mi hett dat noch noit beeter gahn. Aver disse Wetten sünd ditmol totol blödsinnig. Well sall dat hier denn glöven ? Mörgen hebb wi weer ´n kloren Kopp un könnt gor nich faten, wat wi uns hier för ´n Quatsch utdocht hebbt.

 

Thomas:     Wat sall dat denn nu ? Ik denk wi sünd Fründen un stahnt to uns Woorden ?

                  (schenkt wieder allen dreien ein)

 

Robert:      Dat hett bitlang so west, aver disse Saak hier... ik un verlobt – ha... wat will ji denn maken, wenn ik dat eenfach nich mitmaak ? Wi hebbt gor nix upschreeven un wi hebbt kien eenzigen Tüch för dat, wat wi hier beprot hebben. Also ? Vergeet dat heel gau weer. (lacht)

 

Alle:          (stehen noch, haben wieder ihre gefüllten Gläser in der Hand)

 

 

9. Szene

 

Hanna:       (platzt in die Mitte) Oh nee, Robert Böttcher. Ik bün Tüch. Ik hebb alls hört – un hier hebb ik alls upschreven ! (zeigt den Block, dann ein Diktiergerät) Un hiermit hebb ik alls upnohmen. (nimmt Jens das Glas weg) De Wette telt. Basta ! - Un Prost. (trinkt)

 

Robert:      (Thomas und Jens schauen verblüfft drein; Thomas und Robert wollten gerade die Gläser ansetzen, die sie nun gemeinsam vor Schreck fallen lassen)

 

Vorhang

 

Ende des ersten Akts

 

Zweiter Akt

 

                  (ca. 14 Tage später. Ein Samstag in den Abendstunden. Auf der Bühne stehen nun ein paar Gartenstühle mehr oder eine Gartenbank. Irgendwo – etwas abseits - ein Grill, Kohle u.a. Der Garten ist des weiteren mit einigen Lampions und Girlanden dekoriert. Wenn der Vorhang sich öffnet, ist kein Spieler auf der Bühne)

 

1. Szene

 

Margot:     (kommt aus dem Haus, ihr folgt Petra. Margot trägt ein dünnes Kopftuch, darunter Lockenwickler. Petra hat eine kleine Plastiktüte in der Hand mit Wurstresten) Kiek mol, Petra. Dat is al na söven Ühr. Tegen half acht sall de Grillparty hier ja losgahn.

 

Petra:         (ein bißchen traurig) Ik glöv, Du wullt dat nich langer hören, wo Morle un Puschi güstern mitnanner kämpft hebben.

 

Margot:     Oh doch. To gern. De Geschichten van Dien Katten interesseeren mi doch alltied bannig; dat weest Du doch. Aver Du mußt Di doch ok seker noch umtrecken för dat Fest, oder ?!

 

 Petra:        Ja seeker. Ik will doch vanabends ´n heel besünners gooden Indruck maken. Vör allem up Robert.

 

Margot:     Ja kiek. Un dorto hebb wi nu blots noch knapp ´n half Stünn. (dann plötzlich) Wat seggst Du ? Up uns Robert wullt Du ´n gooden Indruck maken ? Worum dat denn?

 

Petra:         Ja. (geniert sich ein wenig) Wor he mi doch al siet Johren so leev hett un mi dat nich seggen mach.

 

Margot:     So ? Well seggt dat denn ? He sülmst ?

 

Petra:         Nee, Robert trood sück woll nich, mi dat endlich sülmst to seggen. Thomas Fuchs hett mi dat vertellt.

 

Margot:     Thomas – soso.

 

Petra:         (schwärmt) Och, Tant Margot – Du as mien Schweegermoder un ik as Fro van ´n berühmten Romanschriever. Un dann leev ik hier immer bi jo. Ik mit mien Robert un mien 18 Katten.

 

Margot:     (etwas verwirrt) Ja, also – ik denk, Du sullst dor erstmol nix overstörten, Petra. Viellicht hest Du Di dor ok verhört, un Thomas hett heel anners een meent – kann doch wesen, oder ?

 

Petra:         Nee nee, ik bün ja nich blöd, ja ! Thomas hett heel düdelk seggt: Robert Böttcher – dat Auto!

 

Margot:     De Autor, meenst Du ! Dat heet sovöl as Schriftsteller.

 

Petra :        Ja genau!

Margot:     Ja wenn dat so is... vanabends sünd wi ja al binanner. Dann söllnt wi dat ja ok woll gewohr worden, denk ik.

 

Petra:         (nickt zustimmend, seufzt glücklich, dann schon abgehend) Hhmmm... – ik maak mi dann ok mol klor. Bit naher denn – un – besten Dank för de Wurst. Mien Katten söllnt sück woll freien. All mitnanner. (zählt dann wieder auf:) Puschi un Minka un Grissly un Adelheid un... (abgehend)

 

Margot:     Bitte bitte. (schiebt sie nach hinten, schüttelt den Kopf unverständlich, als Petra ab ist – immer noch die Namen der Katzen aufzählend - will sie schon wieder ins Haus, als...)

 

 

2. Szene

 

Emil:          (...aus dem Haus kommt, eine Krawatte um den Hals trägt, in dem er verzweifelt einen Knoten binden will) Margot, kannst Du mi dor ´n Knüpp inmaken ? Disse verdammte Schlipsen. Well hett sück dat blots utdocht ? Disse Fertigbinder mit Klipp, de wassen völ beeter.

 

Margot:     Emil – Du bruukst kien Schlips. Dat is blots ´n Grillparty mit uns neije Navers – kien Hochtied.

 

Emil:          Du hest aver doch seggt, ik sull mi antrecken, so as sück dat hören de.

 

Margot:     Ja, schier. Aver ´n Schlips deiht wirs nich nödig. – Is ja sowieso ´n Wunner, dat dit Grillen overhaupt noch stattfind. Vör knapp 14 Dag sull dat al wesen. (äfft Rosemarie nach) „Ik mutt sowat planen; dat geiht leider nich so gau – dat verstah ji doch seeker, oder?!“ – Wenn de hör Salaten so schmaken as hör Charakter, dann mög wi dor woll Lievpien van kriegen.

 

Emil:          Un bitte kien Fleesch van de neije Supermarkt. Also, dat kann ik nich eeten. Dat harr ik hör ok noch seggen wullt.

 

Margot:     Dat sehnt wi ja, Emil. – Du, segg erstmol, hest Du wüßt, dat uns Robert ernste Offsichten mit Petra hett ?

 

Emil:          (nimmt die Krawatte ab) Wat för ´n Petra ? Petra Hoffmann ? Katten-Petra ?

 

Margot:     Ja. Katten-Petra.

 

Emil:          Nu hör aver up – well seggt denn sowat ?

 

Margot:     Na, Katten-Petra sülmst.

 

Emil:          Ja dann... (ironisch) Dann sall ´t woll stimmen. - Wenn ik heel ehrlich bün, Margot – disse Petra löppt hier so un so tovöl bi uns herum. Ja, ik weet – se is ´n arm Blood un hett anners kieneen. Aver Du süchst ja sülmst, wat dorbi rutkummt – nu sett se sück al in d´ Kopp, dat se uns Robert freen kann.

 

Margot:     Viellicht hest Du ja recht. Aver Robert word 30 – so langsam mutt he sück doch mol um ´n Frau kümmern; meenst Du nich ok ?

Emil:          Van mi ut. Aver Katten-Petra mutt wi nu doch nich unbedingt as Schweegerdochter kriegen, oder ?!

 

Margot:     (barsch) Och Gott Emil – sowiet is dat ja nu wirs noch nich. – Ik mutt nu erst eem tosehn, dat ik mien Hoor in Fisson krieg, anners maakt dat ´n schlechten Indruck up uns neije Naverske.

 

Emil:          Fasson, Margot ! Fasson heet dat !

 

Margot:     Ja ja, Du Schlaumeier. (schaut ihm auf die Beine) Un Du treckst am besten de anner Büx an. Weest doch – de blau* (*nennen Sie die Farbe der Hose,  welche Emil später wirklich trägt) De steiht Di völ beeter. (ab ins Haus)

 

Emil:          So as Du meenst, Margot. (seufzend ihr hinterher ab ins Haus)

 

                  (kurze Pause)

 

 

3. Szene

 

Thomas:     (und Jens kommen gemeinsam von hinten, wirken etwas verzweifelt) Well harr denn ok docht, dat dat so schwor is?

 

Jens:          Düvel ok. Wi hebbt blots noch knapp twee Week. Un wat hebb wi klorkreegen in disse Tied ? Nix !

 

Thomas:     Wi mutten mit disse Hanna proten; dat nützt nix. De mutt insehn, dat wi almitnanner duun wassen un somit is dat Offkomen gor nich gültig.

 

Jens:          Dor lett de sück nich up in – up gor kien Fall. Hest Du nich sehn, wo gleinig hör Oogen keeken hebbt ? De maakt dat doch Spaß, wenn se uns unnergahn sücht.

 

Thomas:     Wieso is dat denn so komplizeert, een jungen Mann, de Booken schrifft, in ´t beste Oller is un dorto ok noch good utsücht, an ´n Frau to brengen ?

 

Jens:          Laat uns nochmol tosamenfaaten: Wat hebb wi unnernohmen bitlang ?

 

Thomas:     Na, erstmol hebb ik Katten-Petra up Robert ansett. De is ja al heelmol hen un weg, siet se weet, dat Robert hör mag.

 

Jens:          Ja. Aver wat nützt dat, wenn de Leevde blots van een Sied kummt, un Robert noch gor nix van sien Glück weet ?

 

Thomas:     Hest ja recht. – Aver wi hebbt ok twee Kontaktanzeigen upgeeven. Is man blots dumm, dat sück dor bitlang blots een eenzige Frau up meld hett. (kramt aus seiner Hosentasche einen Bogen Papier heraus)

 

Jens:          Dor kann aver noch wat komen.

 

Thomas:     Wenher denn noch ? Wi hebbt kien Tied mehr. Mensch, glövst Du denn, ik will uns neije Trecker un 40 Hektar Land verlesen ?

 

Jens:          Meenst Du, ik hebb Lüst in Tokunft mit Rad to fohren, blots wiel ik mien Golf verwett hebb ? --- Wat schrifft dat Wiev nochmol ? - Lees vör !

 

Thomas:     (liest:) „Deine Anzeige hat mich sehr angesprochen. Ja, wenn ich ehrlich bin, könnte diese sogar von mir sein“.

 

Jens:          (ironisch) Na super. Sowat harr ik ok schreeven, wenn ik as oll Duuv kien Kerl offkreegen harr.

 

Thomas:     Moment. Se schrifft: „Ich bin 26 Jahre alt, humorvoll, einfühlsam und kreativ, und würde sehr gerne näher mit Dir in Kontakt treten“. – So ´n ollen Duuv kann dat also nich wesen.

 

Jens:          Dann sücht se seeker ut as ´n ingedrückten Magarine-Beeker. - Wat is mit Kinner ? Un wieso hett de mit 26 noch kien Kerl ? Dor stinkt doch wat.

 

Thomas:     (zuckt mit den Schultern) Hier steiht blots noch: „Anbei meine Handynummer; vielleicht meldest Du Dich ja mal bei mir – würde mich freuen“.

 

Jens:          Dat is alls ? Kien Naam ? Kien Adresse ? Nix?

 

Thomas:     Kien Naam, kien Adresse – nix !

 

Jens:          Un wat maak wi dor nu mit ?

 

Thomas:     Ik hebb doch al wat maakt. Harr ik Di dat noch nich vertellt ?

 

Jens:          Nee.

 

Thomas:     Ik hebb hör mit mien Handy ´n poor SMS henstürt.

 

Jens:          Wieso wor ik dat nu denn erst gewohr ?

 

Thomas:     Is even so – wees blied, dat tomindest een van uns wat unnernimmt; un nu wees still.

 

Jens:          Un ? Hett se antwort ?

 

Thomas:     Dat is dat ja – nich een mol !

 

Jens:          Sünnerbor. – Wat hest Du denn schreeven ?

 

Thomas:     Na ja, wat man even so schrifft, wenn man SMS verstürt un sück kennenlernen will.

 

Jens:          Wat genau, Thomas ?

 

Thomas:     (druckst herum) Na ja... och, wat sall ik Di dat grood vertellen ?

 

Jens:          Hest Du de Dinger speichert, wat Du hör schreeven hest ?

 

Thomas:     Ja wieso ?

 

Jens:          (bestimmend:) Her mit Dien Handy !

 

Thomas:     Mann eh... (holt es schließlich hervor, gibt es ihm dann ein wenig mit Widerwillen)

 

Jens:          (hat es ihm schon entrissen, drückt einige Tasten, liest dann die gespeicherten SMS vor:) „Ich liebe Dich, Du geile Schnecke. Lass uns die Hühner satteln und nach Las Vegas reiten“. (schaut ihm ungläubig an) Segg mol, tickst Du noch heel richtig ? (drückt wieder einige Tasten des Handys) „Antworte doch bitte, Du heißer Feger – mein Bleistift ist vor Sehnsucht und Trauer schon ganz kurz“. (gibt ihm das Handy zurück, ist sprachlos)

 

Thomas:     Na, he is doch ´n Autor, dann kann man doch wat van ´n Bleestift schrieven.

 

Jens:          (glaubt es kaum) Seeker. Man kann dat aver ok verkehrt verstahn, wenn Du van ´n Bleestift schriffst, de heel kört is vör luuter Sehnsucht.

 

Thomas:     (dann nach einer kleinen Pause) Tomindest hebb ik dat versöcht.

 

Jens:          Na, Du büst viellicht ´n Romantiker. Un dann wunnerst Du Di ok noch, wenn de nich antwort ?

 

Thomas:     Du harrst dat natürlich anners maakt, wa ?!

 

Jens:          Ja, dat harr ik ok. (dann ganz poetisch:) „Ich denke den ganzen Tag an Dich und würde Dir gerne Deinen Lieblingsstern vom Himmel holen, wenn das nur möglich wäre“. - Sowat harr Sinn un Verstand hat.

 

Thomas:     (ironisch) Ja super. Up so ´n Schiet was se seeker ansprungen.

 

Jens:          (überzeugt) Dat denk ik ok. – Mann, wo kann een eenzigen Mensch blots mit sovöl Blödheit bestraft wesen ? Disse Chance is komplett hen!

 

Thomas:     Moment – noch nich heel. Ik hebb hör güstern schreeven, dat ik ´n neije Handy hebb un ok ´n neijen Nummer. Un de hebb ik hör dann tostürt.

 

Jens:          Un wat för ´n Nummer is dat bitte ?

 

Thomas:     Na, de Nummer van Robert´s Handy natürlich.

 

Jens:          Un Du denkst, dat se dor dann tomol up antwort ? – Du büst doch echt de Duddlapp Nr. 1 hier in dit Dörp. Kien Wunner, dat Du sülmst noch kien Frau offkreegen hest.

 

Thomas:     Danke, Du Monster. (Pause) Okay okay – deiht mi leed. Ik hebb dat vermasselt, na un ? Kann doch passeeren. – Un wat maak wi nu ?

 

 

 

4. Szene

 

Hanna:       (ist während der letzten Sätze aus dem Haus gekommen, hat eine große Schüssel Salat in der Hand, die mit Folie abgedeckt ist, sowie Pappteller und Besteck. Belustigt:) Hallo tosamen. – Wat denn ? Nich good drup vandag ? - Nich upgeeven. ´n poor Dag hebb ji ja noch. (stellt die Schüssel auf dem Tisch ab, verteilt Teller und Besteck während der nächsten Sätze)

 

Jens:          Na super. Hanna Schönfeld. Du hest uns hier noch just fehlt.

 

 

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