Lange danach gesucht - auf Ibiza 2012 endlich gefunden
Musiker gesucht

„Eenmaal noch na Hiddensee“

 

 

(niederdeutsche Fassung)

 

 

Komödie in 3 Akten

 

von

 

Helmut Schmidt

 

 

 

 

 

 

Inhalt:

 

Kaum ist die 84jährige, rüstige Witwe Gesine Jansen in der kleinen Pension „Haus Seedorn“ auf Hiddensee angekommen, muss sie von der Pensionsinhaberin Emma Käfer erfahren, dass ihr Zimmer aufgrund eines Buchungsfehlers, den Emmas leicht zurückgebliebene Tochter Karla verursacht hat, schon an den 25jährigen Heiner Heckenroth vermietet wurde, der auf der Insel die Trennung von seiner Freundin verarbeiten möchte. Dieser hat bereits das Zimmer bezogen und sieht absolut nicht ein, für die alte Dame wieder auszuziehen. Es sind auf der Insel zwar Unterkünfte in anderen Pensionen frei,  aber beide bestehen darauf, nur im Haus Seedorn ihren Urlaub zu verbringen. Gesine hat mit ihrem Mann genau dort anlässlich ihrer goldenen Hochzeit ein paar Tage verbracht - Heiner hat vor Jahren seine Exfreundin Rita in dem Haus kennen gelernt. Emma Käfer hat somit keinen anderen Vorschlag parat, als ein Klappbett in den Raum zu stellen, um so die beiden im selben Zimmer unter zu bringen. Nach einigem Gezanke und Schmollen erzählen sich der junge Mann und die alte Dame schließlich ihre Lebensgeschichten, und spüren schnell, dass sie doch vieles gemeinsam haben. Und am Ende steht jeder für den anderen ein, als es für Gesine um Abschiebung ins Pflegeheim geht, und für Heiner um die große Liebe...

 

 

 

 

 

 

 

 

Spieler:  3m / 5w - 1 Bühnenbild

 

 

Gesine Jansen             -           Gast (84 Jahre)

 

Chantalle Jansen         -           Schwiegertochter von Gesine            (50-60 Jahre)

 

Manfred Lehmann     -           Lebensgefährte von Chantalle (ca. 60 J.)

 

Heiner Heckenroth     -          Gast (25 Jahre)

 

Rita Kück                   -          Freundin von Heiner (ca. 25 Jahre)

 

Emma Käfer               -          Hauseigentümerin (ca. 50-60 Jahre)

 

Karla Käfer                 -           Tochter von Emma (ca. 30 Jahre)

 

Lorenzo Montinari     -           Gast (ca. 35 Jahre)

 

 

 

 

Bühnenbild:

 

Das Zimmer eines Gästehauses auf der Insel Hiddensee. Im Raum steht ein Bett, ein kleiner Kleiderschrank, kleiner Tisch mit 2 Stühlen, ein kleiner Schreibtisch mit Stuhl, evtl. ein Fenster (ist aber nicht notwendig für den Spielverlauf).

Auf einem kleinen Schrank ein Fernseher und ein CD-Rekorder. Nach hinten führt eine Tür zum Flur, nach rechts oder links eine zweite Tür zum Badezimmer (im Stück wird dafür jeweils „rechts“ angegeben). Alle weiteren Ausstattungen sind der Gruppe überlassen. Bühnenbildänderungen sind im Stück angegeben.

 

 

Spielzeit: Anfang bis Mitte Juli in der Gegenwart

 

Spielort: Insel Hiddensee

 

Spieldauer: ohne Pausen ca. 90 Minuten

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Erster Akt

 

                  (Wenn der Vorhang sich öffnet, ist kein Spieler auf der Bühne. Die Bettdecke liegt quer auf dem Bett, darauf ein geöffneter Koffer, sowie ein Stapel mit Heiners Wäsche. Der Kleiderschrank steht offen, auf dem Tisch steht eine geöffnete Flasche Bier, an einer Wand lehnt ein Rucksack. Über einem Stuhl hängt ein Handtuch, sowie Unterwäsche. Es ist ein Sommertag im Juli in den Nachmittags-stunden.)

 

1.Szene

Emma:       (öffnet die Tür, fröhlich noch zum Flur hin sprechend:) So, Fro Jansen - düt hier weer dann ehr tohuus för de komend Weeken. Un de Slödel find ik ok noch - keen Bang. (Kommt jetzt ganz herein, zieht einen großen Koffer hinter sich her, ist sehr überrascht über das, was sie sieht. Ihr folgt sodann Gesine. Emma ist normal gekleidet mit Bluse oder Pullover und Hose; Gesine – eine rüstige Witwe, in eher eleganter Kleidung, mit Handtasche, Mantel und Hut. Gesine ist ebenso überrascht, als sie das Zimmer betritt. Sie geht aufgrund ihres Alters etwas langsam, bzw. benötigt einen Gehstock. Emma dann empört:) Hallo? Wat is denn hier gebört?

 

Gesine:      Och, Du leeve Tied. De Kamer is noch gor nich fardig?

 

Emma:       Noch nich fardig? Mien Dochter Karla wull dat Zimmer klormaken. Se hett mi nix seggt. Man hier stahnt ja noch Saken herum - un daar (deutet auf das Bett) seh ik een Kuffer.

 

Gesine:      Ja. Seggen Se, bit wo laat möten Ehr Gasten denn hier–wo seggt man so moij - utchecken?

 

Emma:       Na, bit 12 Ühr.

 

Gesine:      (schaut auf die Uhr) Dat is aver al glieks dree.

 

Emma:       Even even. Hier stimmt doch jichenswat nich. Een Fro Grübnau weer hier tolesd in düsse Kamer; de is aver al hüüt mörgen tegen negen afreist. - Moment bidde, Fro Jansen. Dat is mi nu aver bannig schaneerlik. Töven Se hier doch bidde. Ik bün forts trüch. (zügig ab nach hinten, den Koffer von Gesine stellt sie vorher an einer Wand ab)

 

Gesine:      (allein, schaut sich um, geht dann zum Bett, hebt einen der Unterhosen hoch, sodann kommt...)

 

2. Szene

Heiner:      (nur mit einem Handtuch bekleidet und mit nassen Haaren aus dem Bad, er trocknet sich beim Hereinkommen mit einem 2. Handtuch das Haar, sieht dann Gesine, sehr erschrocken) Aaah…

 

Gesine:      (lässt die Unterhose auf´s Bett fallen, dann mit Heiner gemeinsam:) Wat maken Se hier?

 

Gesine:      Nu, ik hör!

Heiner:      (kontert leicht schnippisch und keineswegs eingeschüchtert) Wat IK hier maak? Sowiet ik mi besinnen kann, nömt man dat in Dütskland woll jümmers noch: Urlaub! - Un wo is Ehr Antwoord op de sülfge Frag?

 

Gesine:      Ik maak hier dat glieke. IK hebb ok hier bucht. Hier, in ´t Huus Seedorn.

 

Heiner:      Wo schöön för Se. Un wat hebbt Se in mien Kamer to söken?

 

Gesine:      De Huuswart, Fro Käfer, hett mi dit Zimmer towesen. Un se is just so overrascht as ik, dat Se noch nich utcheckt hebbt.

 

Heiner:      (belustigt) Wenn ik erst vör minner as 2 Stünden hier incheckt hebb, ward ik woll nich al wedder utchecken.

 

Gesine:      (leicht verwirrt) Ja, wenn dat so is...

 

Heiner:      Ja, so is dat. Fro Käfer hett sik also heel opensichtlik mit de Zimmernummer verdahn. Un äh... nich, dat ik unfründlik sien much, aver ik wull mi nu gern antrecken un weer Ehr dankbor, wenn Se op ´n Flur... also... wenn Se verstahn...

 

Gesine:      Ochso, ja - natürlik. Entschülligen Se bidde. (nimmt ihren Koffer, will damit schon ab nach hinten, als...)

 

3. Szene

Emma:       (...wieder von hinten in den Raum "hereinplatzt", lässt die Tür offen) Oh oh oh..., dat is een Katastroph. Ik hebb gor keen Woorden för so een Dörchnanner.

 

Gesine:      Dörchnanner? Aver wat is denn blots los hier?

 

Emma:       Ik weet gor nich, wo ik Ehr dat seggen schall.

 

Heiner:      Gooden Mörgen erstmaal.

 

4. Szene

Karla:        (kommt sodann von hinten dazu. Sie ist traurig und kommt weinerlich herein. In ihrer Art wirkt sie leicht "zurückgeblieben"; auch ihre Kleidung und Frisur ist eher altbacken) Mama, ik hebb dat doch nich mit Afsicht maakt. Büst Du nu bös mit mi?

 

Emma:       Och - bös... dat is eenfach... eenfach...

 

Heiner:      Eh, wat is dat nu eenfach? (zu Emma) Un well sünd Se overhopt? Ik harr nu würklich gern mien Ruh hier.

 

Emma:       Well kunn dat nich verstahn?! (reicht Heiner die Hand) Emma Käfer. Dat hier is mien Dochter Karla. (zu Karla) Gev düssen Herrn de Hand, Karla!

 

Karla:        (leicht eingeschüchtert, hebt kurz zaghaft die Hand zum Gruß) Hallo... Herrn Heckenroth kenn ik ja al, Mama.

 

Heiner:      Allerdings! SE hett mi doch düsse Kamer geven.

Gesine:      (freundlich) Hallo Karla.

 

Karla:        Oh. Kiek maal, Mama. (verschämt grinsend auf Heiner deutend) Herr Heckenroth hett gor nich veel Tüch an.

 

Emma:       Ja, dat is een Schand. - Ik meen, dat is ´n Schand, dat wi hier eenfach so rinplatzen un de Privatsphäre stören.

 

Heiner:      Ja - so kann man dat seggen.

 

Emma:       Karla weet heel genau, dat se woll de Hörer vun ´t Telefon afheven dörv, aver DANN mööt se forts MI an de Apparat holen.

 

Heiner:      Ehr familiäre Regeln sünd seker bannig interessant; man worto vertellen Se uns dat?

 

Emma:       Mien leeve Dochter hett sik vör een poor Weeken woll NICH an uns Regel holen un düsse Kamer an Se, Herr...

 

Heiner:      Heckenroth.

 

Emma:       ...an Herrn Heckenroth vergeven. Dorbi harr ik dat doch al an Se, Fro...

 

Gesine:      Jansen.

 

Emma:       Och ja. ...an Se vergeven, Fro Jansen. Ik weet gor nich mehr, wat ik dorto noch seggen schall.

 

Karla:        Mi deiht dat so leed.  

 

Heiner:      ("sauer", ironisch) Na toll, Fro Käfer. Dat is würklich een heel wunnerbor Naricht.

 

Karla:        Sünd Se nu bös mit mi, Herr Heckenroth?

 

Heiner:      Bidde?

 

Karla:        Ik kunn dat wedder goodmaken. Ik kunn Se afdrögen, wenn Se wüllt. Se sünd ja noch heel natt.

 

Emma:       (empört) K a r l a!!!

 

Heiner:      Veelen Dank. Weeten Se - ik kann so ´n Szene as hier nu nich brüken. Un worto overhopt dit heel Drama? Geven Se düsse Fro doch eenfach een anner Kamer. De warrn sik vun de Grött un Möbels doch seker nich grootardig unnerscheeden.

 

Emma:       Se glöven ja gor nich, wo gern ik dat dohn wull. Aver ik hebb doch blots 5 Frömden-kamers, un de sünd all beleggt. Vör overnächst Mandag reist vun de Gasten ok nüms mehr af.

 

Gesine:      Dat is ja argerlik.

 

Heiner:      Ja, dat is dat.

 

Gesine:      Dat is sogor besünners argerlik.

 

Heiner:      Mehr as dat.

 

Emma:       (zu Karla) Un allns dat is blost alleen DIEN Schuld!

 

Karla:        (traurig und leicht weinerlich) Mama, ik hebb dat nich lest in Dien Book, dat Nr. 4 al vergeven is. Un... un ik hebb ok woll vergeeten, in dat Book intodragen, dat ik dat an... Mama, dorüm hebb ik doch ok düssen Herrn Heckenroth hier...

 

Gesine:      Nu bliev maal ruhig, Karla. - Ik dörv doch Karla to Di seggen?! - Sowat kummt vör. Un nüms is Di bös. Wi sünd all blots Minsken un jeede maakt Fehlers. Ik ok. Keeneen nimmt Di dat övel, wat Di daar passeert is. De jung Mann nich - un ik ok nich.

 

Karla:        (erfreut) Nich? Oh, dat is ja prima. - Hörst Du dat, Mama? Düsse fründlik Tant is gor nich bös mit mi.

 

Emma:       Hhhmm... ja good. Dat is anstännig vun Ehr, Fro Jansen - aver wat geböhrt is, is nu maal geböhrt.

 

Heiner:      (ironisch) Och, setten Se dree sik doch in een Cafe un fachsimpeln Se daar wieder. Bütt sik doch bannig an, nich wohr?! Ik much nämlich nu würklich gern sowat as Urlaub maken, ja?!

 

Gesine:      Jung Mann, ik much nich unfründlik sien, aver toerst möten wi ja woll kloren, well hier vun uns beid nu düsse veer Müüren kriggt. Blots, wiel ik een beeten later as Se anreist bün, heet dat ja noch lang nich, dat Se ok dat Recht hebben, düsse Kamer to betrecken. Telefonisch wur mi jeedenfalls dit Zimmer OK toseggt.

 

Heiner:      Ja. Dörch een Fehler vun düsse... düsse...

 

Karla:        Karla is mien Naam!

 

Heiner:      Vun düsse Karla.

 

Emma:       Gott, deiht mi dat leed, wat hier passeert is. Dat gifft aver op Hiddensee seker noch anner schööne Pensionen - daar bün ik heel seker. Schall ik mi al maal umhören? Un wenn Se daar dann mehr betahlen möten as hier bi mi, dann betahl ik för Se ok de Differenz. Dat is doch dat Mindste, wat ik för Se dohn kann.

 

Gesine:      Fro Käfer, dat is bannig good meent, aver ik hebb düt Huus Sanddorn wählt, wiel mi dat wichtig is, just HIER mien Urlaub to verbrengen. Weeten Se, in dit Huus weern mien Mann un ik vör mehr as 30 Johr, as wi golden Hochtied harrn. Wi hebbt domals nich fiert un stattdessen de Reis hierher maakt.

 

Karla:        Een golden Hochtiedsreis sotoseggen? Wo sööt. Nich wohr, Mama?!

 

Emma:       Ja, heel besünners sööt.

Gesine:      Ik bün een oll Fro. Un ik hebb blots noch een Wunsch, de ik mi af hüüt erfüllen much: Eenmaal noch! Eenmaal noch na Hiddensee.

                  Na Hiddensee - hier in düsse Pension Sanddorn - hier in düsse Kamer.

 

Heiner:      Moment maal. Ik hebb HIER in düt Huus vör een poor Johren mien Ex kennenlert. Un se is ok de Grund, worüm ik hier bün. Blots hier kann ik daarover entscheeden, wo dat wieder geiht.

 

Emma:       Ja aver... Se könnt nu maal nich beid hier blieven. Dat geiht nu maal leider nich.

 

Heiner:      Könnt Se nich een vun Ehr Gasten bidden, in een anner Huus umtotrecken?

 

Gesine:      Junger Mann, dat könnt wi vun Fro Käfer doch nich verlangen.

 

Heiner:      Weer aver ´n Lösung.

 

Emma:       Och Gott, dat maakt doch seker nüms freewillig, oder? (dann wieder erbost zu Karla) Hach, dat is allns blots DIEN schuld!

 

Karla:        Hhmmm... (dann:) Wat is mit düssen Unkel Gusti? De is doch heel leev. Viellicht hett de ja Lüst, umtotrecken.

 

Emma:       Meenst Du? Na ja, fragen kunn ik em. Kost ja nix. Ik versök dat. Wüllt Se beid solang hier töven?

 

Heiner:      IK ja. Is ja immerhen mien Kamer.

 

Gesine:      IK töv ok hier. Is ja viellicht ok glieks MIEN Kamer.

 

Emma:       Ik segg Ehr dann bescheed, sobold ik wat weet. (abgehend)

 

Karla:        Un Se dörven sik nich strieden, hören Se?!

 

Gesine:      (freundlich lächelnd) Maak wi nich, versproken.

 

Emma:       Ja, nu kumm. (schiebt Karla hinaus, Tür zu)

 

 

5. Szene

                  (zunächst Schweigen, beide stehen im Raum, schauen sich hin und wieder an, verziehen jedoch keine Miene. Heiner holt dann aus seinem Koffer einen Bademantel, zieht diesen an, räumt zunächst noch ein paar Sachen ein, schließt dann den Schrank, stellt sich mit verschränkten Armen an die Wand, schaut recht böse nach vorne)

 

Gesine:      (schaut Heiner zunächst belustigt an, stellt ihren Koffer an eine Wand, damit er nicht mehr im Weg steht, stellt sich dann neben den Koffer, verschränkt ebenfalls die Arme, schaut auch grimmig nach vorne)

 

Heiner:      (dann nach einer Weile recht barsch) Düsse Situation is grood Schiet!

 

Gesine:      Glöven Se, ik hebb mi dat so vörstellt? Man in een anner Pension trecken? Nee. Off amenne sogor wedder afreisen - blots wiel ik hier nich dat bestellt Zimmer krieg; dat weer för mi würklich toveel.

 

Heiner:      Na, fragen Se MI maal.

 

Gesine:      Se kunnen doch een Gentleman sien un mi düt Zimmer overlaten.

 

Heiner:      Ja, dat kunn ik, aver ik bün de Meenung, dat ik daartegen sien schull.

 

Gesine:      (nach einer weiteren kleinen Pause) Nu kieken Se doch nich so verbeeten. Wi warrn bestimmt een Lösung finden. (reicht ihm die Hand) Gesine Jansen is mien Naam.

 

Heiner:      (sieht langsam ein, dass er mit seiner miesen Stimmung auch nicht weiter kommt, reicht ihr dann auch die Hand, wird freundlicher während der nächsten Dialoge) Heiner Heckenroth.

 

Gesine:      Na, sehnt Se. Is doch gor nich so swor, een beten fründlik to sien, oder?!

 

Heiner:      Hhmmm... Wat denken Se, wat de beid Käfers uns nu vörslahn?

 

Gesine:      Wenn vun de anner Gasten nüms dat Feld rühmt, hebb wi beid jümmers noch ´n Problem.

 

Heiner:      Setten Se sik gern, wenn Se wüllt. (deutet zum Tisch mit Stühlen, nimmt auch seinen Koffer vom Bett, legt diesen anderswo hin) Muchen Se een Glas Water drinken?

 

Gesine:      Dat weer na de lang Fohrt wunnerbor. (geht etwas gebrechlich zum Tisch mit den Stühlen)

 

Heiner:      (geht zum Schrank, holt 1 Glas hervor oder mehrere Plastikbecher, eine Flasche Mineralwasser, schenkt ein, reicht es ihr. Falls er mehrere Plastikbecher benutzt, stellt er die restlichen auf den Tisch ab) Hier!

 

Gesine:      Oh Danke. (hat sich hingesetzt, trinkt) Hach, dat deiht good. (reibt sich mit leicht schmerzverzerrtem Gesicht das Knie)

 

Heiner:      Geiht Ehr dat good?

 

 Gesine:     Dat geiht al. Is dat Knee. Al siet Johren. De Orthopäden kriegen dat nich mehr hen in mien Oller. Aver ik segg mi jümmers: Dat gifft veel Leepers op düsse Welt.

 

Heiner:      Dat is een good Instellen. Man Se sünd doch höchstens... (überlegt) 75 ?

 

Gesine:      Oh, Se Schmeichler. Veelen Dank för de Blomen. Aver ik ward in 10 Dagen 85.

 

Heiner:      (sehr überrascht, muss sich nun auch setzen. Setzt sich auf das Bett) Is dat wohr ?

 

Gesine:      Ik glöv nich, dat ik Ehr mien Pass wiesen mööt, oder ?

Heiner:      Nee nee, natürlik nich. Ik frag mi blots...

 

Gesine:      ...wat so ´n oll Fro hier alleen in düsse Pension op Hiddensee to söken hett ?

 

Heiner:      Na ja... dat geiht mi nix an, aver...

 

Gesine:      Wat maakt een jung Mann as Se, de - nu, ik schätz Se op Midde bit End 20 - ok alleen hier op düsse Insel - de doch eentlik nu mit sien Fründin of Fro tosamen an d´ Strand liggen kunn?

 

Heiner:      (schaut etwas betrübt nach unten) Tja... dat frag ik mi eenlik ok.

 

Gesine:      (beäugt ihn, dann vorsichtig:) Leeveskummer? Se hebbt vörhen vun een Exfründin snackt.

 

Heiner:      (steht auf, etwas erbost) Och, wat geiht Se dat an?! Wi kennen uns doch gor nich.

 

                  (kurze Pause)

 

Gesine:      Dat deiht weh - ik kenn dat. Wenn dat bi mi ok al ´n poor Johr her is. Se möten daarover mit mi nich snacken. Se hebbt ja recht; wi kennen uns gor nich.

 

Heiner:      (beruhigt sich) Deiht mi leed. Ik wull Se nich beleidigen. (kleine Pause, geht einmal im Raum hin und her. Erzählt dann das Folgende in einer Mischung aus Wut und Enttäuschung) Veer lang Johren weern wi tosamen - Rita un ik. Wi wullen hieraden düssen Sömmer. Ik hebb se würklich vun Harten gern hat. Dat weer ehrlich, wohr Leevde, de man blots noch heel selten in ´t Leven för een anner Minsk empfinden deiht.

 

Gesine:      Eentlik blots 1 maal in ´t Leven.

 

Heiner:      Wi hebbt siet knapp 2 Johr een Wohnung tosamen un sünd dann vör een poor Weeken anfangen, de Hochtied to planen. Wi hebbt so veel Spaß hat dorbi un weern uns ok bi de meeste Saken eenig. Even, dat dat keen grood Fier warrn un allns blots in een lütten Rahm passeeren schull un sückse Dinge. Wi haren ok de Trauringe al utsöcht.

 

Gesine:      Hach, wo schöön.

 

Heiner:      Ja, dat weer dat ok. - Aver dann... an een Namiddag, hett dat tomaal an uns Döör pingelt un HE is rinplatzt.

 

6. Szene

Emma:       (..."platzt" spontan - ohne Anzuklopfen - wieder in den Raum, ist etwas außer Atem) Dat deiht mi ja so leed - so leed deiht mi dat.

 

Gesine:      (und Heiner erschrocken) Fro Käfer.

 

Heiner:      Wenn dat ok Ehr Huus is, wennen Se sik bidde dat Ankloppen an, tominst wenn Ehr Kamers vergeven sünd!

 

Emma:       Aver ja. Se hebbt ja so recht. (geht wieder hinaus, Tür zu, klopft an)

 

Heiner:      (verdreht die Augen) Ja bidde.

 

Emma:       (kommt wieder herein) Entschüldigen Se. Ik weet gor nich, wo ik Se dat seggen schall. Herr Krüger - also düsse Gusti, much nich sien Unnerkunft wesseln. Un ik hebb dann noch Herrn Montinari un ok Fro Sagemiel fragt. Leider seggen ok de: Nee.

 

Heiner:      ("sauer", ironisch) Na toll, Fro Käfer. Dat is würklich een heel wunnerbor Naricht.  Un gröten Se Ehr Dochter Karla vun mi.

 

Gesine:      Nu blieven Se maal ruhig.

 

Heiner:      Wo schall man denn daar noch ruhig blieven? Wo schall dat denn nu wieder gahn?

 

Emma:       Dat frag ik mi nu allerdings ok.

 

Heiner:      Ik weer toerst hier un ward hier nich wedder uttrecken - basta! (kurze Pause) Aver annersiets kunn ik dat nie nich over ´t Hart brengen, Se (deutet auf Gesine) hier eenfach wedder wegtojagen.

 

Gesine:      Dat hebbt Se nu aver besünners leev seggt, Herr Heckenroth. (dann zu Emma) Un jichenseen Notquarteer gifft dat hier nich in düt Huus?

 

Emma:       Leider gor nix, gnädig Fro. Un dorbi wull ik Se so gern wat anbeeden.

 

Heiner:      To düsse Situation kann man eenlik blots een eenzig Woord seggen:

 

Alle:          (drei gemeinsam, nebeneinander stehend, ins Publikum schauend) S C H I E T!!!

 

7. Szene

Lorenzo:    (ist plötzlich hereingekommen. Er ist Italiener, in seiner Art südländisch cool, ein bisschen vorlaut - aber sympathisch, trägt schicke Kleidung, gestylte Frisur) Mamma mia,  was ist denn das hier für eine Trouble am frühen Nachmittag, hä?! Ich wollte gerade machen eine staccare - wie sagen: Pause von Arbeit an Computer. Und dann fragen Signora Käfer mich ob ich nicht möchte ziehen in eine andere Haus. Was haben ihr für Problema hier? (Tür bleibt offen)

 

Heiner:      Well is dat denn?

 

Emma:       Och, Herr...

 

Lorenzo:    Lorenzo Montinari. Aber Sie alle dürfen mich nennen nur Lorenzo. Pace prego. (Zu Emma): Also Signora Scarabeo - haben Sie hier irgendetwas nicht in die manopola - wie sagt man hier - nicht in die Griff?  

 

Alle:          (anderen schauen erstaunt)

 

Emma:       Käfer. Mien Naam is jümmers noch Käfer, Herr Montinari. Emma Käfer. Nich Scarabeo.

Lorenzo:    Aaaah... in Italien wir sagen Scarabeo für die Käfer.

 

Emma:       Herr Lorenzo - ich HEIßE Käfer - aber ich bin keiner!

 

Gesine:      (eher belustigt) Dat seh ik just so.

 

Lorenzo:    (setzt sich auf einen Stuhl, legt die Beine auf den Tisch) Hach, diese deutsch ist nicht so leicht für Lorenzo. Aber gut, Signora Käfer. (deutet auf Gesine) Ich sehe hier eine gentilissima Signora...

 

Gesine:      Wat ok jümmers dat sien mach - hört sik aver fründlik an.

 

Lorenzo:    Und ich sehe eine Ragazzo in Accapatoio - ich meine junge Mann in Mantel für Bad.

 

Heiner:      Veelen Dank för de detaillierte Beschrievung. Entschülligen Se maal, Herr - Lorenzo! Se könnt doch nich eenfach driest hier in mien Kamer rinplatzen un sik hier breed maken.

 

Gesine:      In MIEN Kamer!

 

Heiner:      Ik will nich unfründlik sien, aver dat is noch gor nich klor, Fro Jansen.

 

Gesine:      Even even - dorüm segg ik dat ja.

 

Emma:       (für Gesine und Heiner): Äh... wenn ik Se dann offiziell vörstellen dörv: Herr Lorenzo Montinari - ok een Gast vun dat Huus Seedorn. Siet vörgüstern is Herr Montinari wedder hier bi uns. He maakt al siet Johren hier in mien Pension Urlaub un arbeid meestens - he is Schriftsteller un Komponist. Herr Montinari - Fro Gesine Jansen un Herr Heiner Heckenroth.

 

Lorenzo:    Piscere. Holiday auf Hiddensee. Ist das nicht stupendo?!

 

Gesine:      Ja, ik find dat ok bannig stupendo hier.

  

Emma:       Hähä...

 

Lorenzo:    Aber was auch immer hier ist nicht in Ordnung - Lorenzo brauchen hier Ruhe - viel Ruhe. (holt Zigaretten hervor, zündet sich eine an)

 

Heiner:      (genervt) Ik harr hier ok heel gern mien Roh. Is dat viellicht mööglich? Dat is ok mien Urlaub.

 

Emma:       Ik weet würklich nich mehr, wat ik noch vörslahn schall. Hebbt SE denn keen Vörslag, ik meen...?

 

Heiner:      Fro Jansen, Se schullen langsam insehn, dat dat so nich geiht.

 

Gesine:      Just so denk ik ok, Herr Heckenroth.

 

Lorenzo:    Bleiben einfach beide ein wenig allentato. Ich meine - locker. Alles was machen Problema sollte werden gelöst mit Vernunft.  

 

Heiner:      (verärgert): Wat weeten SE denn al - un wat fallt Se in, sik hier eenfach hentolümmeln? Un Smöken - dat löppt hier al maal gor nich!

 

Lorenzo:    Du solltest bleiben ein bisschen geschmeidig, Ragazzo Heckenroth. Lorenzo versteht schon, was nicht ist hier in Ordnung. (zu Emma): Ist passiert hier eine kleine Malör, ja?! Hat femmina Karla vielleicht gemacht eine kleine sbagliare?

 

Emma:       Wenn düt Woord sowat as Fehler bedütt, dann hebbt Se dat heel recht verstahn, Herr Montinari.

 

Lorenzo:    Aaaah... und weil das ist hier letzte Zimmer, und keiner will geben bei klein, Sie haben Lorenzo gefragt ob er nicht will ziehen in eine andere Haus.

 

Emma:       Just so is dat.

 

Gesine:      Sie sind ein schlaues Kerlchen, Lorenzo. Und wenn Sie nun in der Haut von Herrn Heckenroth stecken würden - wie würden Sie das hier dann regeln?

 

Lorenzo:    Aaaah... reden Sie gerne weiter Ihre platte Deutsch. Ich versuche zu verstehen. Aber... ich möchte nicht stecken in die Haut von dem cretino da.

 

Heiner:      Passen Se blots op, wat Se seggen! Ik krieg dat woll noch rut, wat "cretino" heet.

 

Lorenzo:    Oh, ich kann übersetzen gerne.

 

Gesine:      Laten Se dat leever.

 

Lorenzo:    Nun, wenn ich sollte entscheiden, wer hier bekommen diese Zimmer, Lorenzo würde bestimmt...

 

8. Szene

Karla:        (kommt plötzlich herein) Ik wull so gern helpen, dormit all tofreeden sünd.

 

Emma:       Kind, reeg Du uns doch hier nich ok noch op. Du hest al genug anricht.

 

Lorenzo:    Hey Bambola - ich grüße Dich!

 

Karla:        (etwas verschämt): Bongiorno Lorenzo.

 

Gesine:      Na Hallo. Du snackst italienisch, Karla?

 

Karla:        Dat hett Lorenzo mi bibröcht. He is ja jeede Johr hier. Un he is... ja, he is mien best Fründ. Ja, dat is he woll. Is doch wohr, Lorenzo, oder?

 

Lorenzo:    Si si. Das bin ich.

 

Heiner:      Seggt maal, ik glöv mien Swien fleit. Ik much hier op düsse eensam, ruhig Insel Urlaub maken, stah siet 20 Minüten hier in d´ Badmantel herüm un hebb hier tomol mien Zimmer vull mit Minsken. Worüm lad wi nich glieks all Gasten vun ´t heel Huus hier in düsse Ruum in? Un holt doch ok noch ´n poor Navers dorto.

 

Karla:        Oh ja. Dat is ´n tolle Idee. Un dann maak wi hier Party. (steht jetzt neben Lorenzo)

 

Emma:       Dat weer nich ernst meent, Kind. (überfordert, fasst sich mit den Fingern an die Stirn): Äh - Herr Heckenroth - Fro Jansen, ik mutt mi al wedder för mien Dochter entschülligen. Se is...

 

Lorenzo:    (erfreut, legt seinen Arm um ihre Taille) ...immer meine beste bella amico, wenn ich mache Urlaub in diese Ort. Hat Lorenzo recht?

 

Karla:        (erfreut) Wenn Du dat seggst, Lorenzo.

 

                  (Emmas Handy klingelt)

 

Emma:       Hach, ok dat noch. Se entschülligen mi?! (holt das Handy aus ihrer Hosentasche, ab nach hinten, Tür zu)

 

9. Szene

Heiner:      Seggt maal, bün ik hier in een Irrenhuus ünnerbröcht? (geht zum Tisch, schenkt sich während des nächsten Dialogs das Glas oder einen Becher voll mit Mineralwasser)

 

Gesine:      Een beten sünnerbor is dat hier, Heiner. Daar hebbt Se würklich recht. Ik dörv doch Heiner to Se seggen, oder? Man uns Problem mutt ja nu maal opklort warrn.  

 

Lorenzo:    Corretto. Ich bin auf die Seite von signora.

 

Heiner:      (mit leichtem Hass in den Augen) Veelen Dank. Bannig fründlik, Se italienisch Gigolo.

 

Gesine:      (muss lachen) Un Du Karla, büst op de Steh nu nich mehr trurig. Hörst Du?! Du wullst Dien Mudder blots Arbeid afnehmen un hest de Reservierungen annohmen. Un Fehlers geböhren uns all maal.

 

Karla:        Danke. Dat hebbt Se heel leev seggt.

 

Heiner:      (hat jetzt das Glas angesetzt, trinkt)

 

Karla:        (zu Lorenzo): Lorenzo - hebb ik Di hüüt al seggt, dat Du richtig geil utsüchst?

 

Heiner:      (prustet in hohem Bogen das Wasser aus seinem Mund heraus)

 

Gesine:      (muss schmunzeln) Och, Du leev Tied.

 

Lorenzo:    (zu Gesine): Aaaaah... sehen Sie nur, signora Jansen. Das Problem mit diese Zimmer löst sich hier schon von alleine selbst. Signor Heiner ist total geschockt.

 

Heiner:      (empört) Ik hebb dorför gor keen Woorden, wat ik bün. (wischt sich den Mund mit seinem Ärmel ab) Ik... ik...

Lorenzo:    Sie sollten bleiben auf die - wie sagt man - Auslegeware.

 

Karla:        Teppich, Lorenzo. Dat heet Teppich.

 

Lorenzo:    Ja richtig. Schauen Sie sich signora Gesine an, wie locker sie bleibt.

 

Gesine:      Na ja...

 

Lorenzo:    Karla macht mir seit Jahren immer wieder gerne Komplimento. Und was ist schon dabei, wenn sie meint, dass ich sehe aus richtig...

 

Gesine:      ...geil?

 

Karla:        (stolz) Ja, dat do ik woll - ik maak gern Komplimento!

 

Lorenzo:    (etwas leiser zu Gesine und Heiner) Ich habe in mein Herz geschlossen, meine kleine Karla. Und ich finde, sie ist eine sehr süße signora.

 

Heiner:      (ironisch): Wo schöön. Se is sööt - Se sünd geil - well will dat weeten? - Liekers is dat hier MIEN Zimmer un ik wohn hier! Alleen!

 

Gesine:      Noch sünd wi twee.

 

Karla:        Allns is mien Schuld. - Speelst Du mit mi "Mensch-ärger-Di", Lorenzo?

 

Heiner:      Na, dat Speel passt ja wunnerbor to de Situation hier.

 

Lorenzo:    Wir spielen später, ja?! - Darf ich bittesehr? (deutet auf das Wasser)

 

Heiner:      (ironisch) Aver bidde. Föhlen Se sik hier so as tohuus.

 

Lorenzo:    (nimmt sich einen Becher, schenkt sich Wasser ein, während der nächsten Dialoge)

 

Karla:        (geht dann zu Heiner) Sünd Se mi noch böös?

 

Heiner:      (leicht erbost) Nee.

 

Karla:        Du maakst ja nu Urlaub hier op Hiddensee. Schöön. Un ik wohn hier - mit mien Mama. Wenn Du jichenswat brükst of Fragen hest - ik bün jümmers för de Gasten daar.  

 

Heiner:      Super. Toll. Heel groodardig. Good to weten. Dat hest Du mi aver al seggt - vör 20 Minüten, as Du mi de Slödel geven hest.

 

Karla:        Ochja? - Na dann... Ik mach Di woll. Du büst fründlik. Ok wenn Du mi noch nich so recht vergeven hest, dat ik hier dit Malör veranstalt hebb mit de dübbelt Buchung.

 

Heiner:      Is al good. Veelen Dank.

 

Karla:        Dürt ik Di maal wat seggen?

 

Heiner:      Ja seeker. Wat denn?

 

Karla:        Du süchst ok richtig geil ut!

 

Lorenzo:    (hatte soeben getrunken, prustet das Wasser jetzt aus seinem Mund heraus, wie Heiner vorhin)

 

Heiner:      (aufgebracht): Ruut hier! All beid! - Fro Jansen, wenn ok noch nich klor is, well düsse Kamer hier lesdenends kriggt - DÜSSE beiden hören definitiv nich hierher.

 

Gesine:      (ruhiger): Herr Lorenzo - Karla - Heiner hett woll recht. Wesen Se doch bidde vernünftig un laten Se uns dit Problem unner veer Oogen ut de Welt schaffen, ja?!

 

Karla:        Is good. Ik wull ja ok gor nich stören. (geht schon zur Tür, bleibt dort aber noch stehen)

 

Lorenzo:    Für Sie mache ich das so gern, signora Gesine. Aber wenn ihr fragt Lorenzo... (zu Heiner): Mache doch nicht hier so eine Stress - Im Keller stehen eine Klapp-Bett, ich habe gesehen!? Sie könnten stellen das hier in diese Zimmer mit auf - das könnte doch äh... funzionare für eine paar Tage zusammen. Lorenzo könnte holen diese Bett zusammen mit Karla nach oben hierher. Ja. Wir holen und stellen dann diese Bett hier vor die Tür. Und benevolo Gesine und padrone Heiner können denken darüber nach, ja?!

 

Heiner:      Ja, sowiet kummt dat noch. Veelen leeven Dank för düsse tolle Infall.

 

Lorenzo:    Gerne gerne - Lorenzo helfen immer, wo seien nötig. (verbeugt sich vor Gesine, nimmt ihre Hand, gibt ihr einen Kuss darauf) Mia donna, es war mir eine Ehre zu machen Ihre Bekanntschaft.

 

Gesine:      (lächelnd): Dat geiht mi just so, Herr Montinari.

 

Heiner:      Ik kotz glieks.

 

Lorenzo:    (dann auch an der Tür, zu Heiner): Caro signore - halten steif die Ohren, ja?!  Ich werde schauen später wieder herein, um zu sehen, wer hat gewonnen große Schlacht um die Zimmer.

 

Heiner:      Ja - Du mi ok, wa?!

 

Karla:        (lustig winkend): Tschüsssiii...

 

Beide:        (ab)

 

10. Szene

Heiner:      (schaut Gesine eine Zeitlang schweigend mit finsterem Gesichtsausdruck an)

 

Gesine:      Nu kieken Se nich so grimmig, Herr Heckenroth. Ik kann nix dorför - un butendem sünd dat ok blots Minsken. Se wüllt blots helpen.

Heiner:      Oh ja - un wat för Minsken dat sünd! Supermann ut Neapel un een arig Deern, de woll gor nich jümmers weet, wat se seggt. - Seggen Se, dat nervt Se allns gor nich?

 

Gesine:      Och Heiner. Sehnt Se doch nich allns so verbeeten. Düsse Herr Montinari hett doch blots versöcht, för uns beid een Lösung to finden. Un Italiener hebbt nu maal een frech Temperament. De mutt man so nehmen as se sünd. Un de Dochter vun Fro Käfer deiht mi leed. Se is heel opensichtlik een beten behinnert. Schöön to weten, dat Lorenzo se nich schamlos utnutzt.

 

Heiner:      Se hett ok to MI seggt, dat ik geil utseh.

 

Gesine:      Even. Wenn dat arm Ding man nich eenes Dags an de Verkehrt raakt.

 

Heiner:      Mutt IK mi daarover Gedanken maken? Ik kenn düsse Lüüd doch gor nich. Un Elend op düsse Welt gifft dat jümmers. Jeeden Dag, jeede Stünd, jeede Minüte. Daar kann ik eh nix annern. Un Se ok nich. Ik hebb anner Sörgen. Ik hebb keen Kamer.

 

Gesine:      Hebbt Se nich? So tomol? Dat heet, Se overlaten mi nu doch...?

 

Heiner:      (schnell): Nee nee. So hebb ik dat nich meent.

 

                  (kurze Pause)

 

Gesine:      Wat holen Se denn vun Lorenzos Vörslag? Ik meen, dit Klappbedd hier mit rin to stellen?

 

Heiner:      (barsch): Dat fragen Se noch? Dat kummt overhopt nich in Frag. Dat weer de dümmste Idee, de ik je hört hebb. - Ik snurk, ik snack in d´ Slap; ik much jeeden Dag solang slapen, as mi dat gefallt, nich jeeden Mörgen 30 Minüten an een versloten Badkamerdöör kloppen möten, will mien Musik hören - Hardrock, verstahnt Se. Un dat to de Tieden an d´ Dag, de ik bestimm -  un ok so luut, as ik dat för recht hol.

 

Gesine:      Bannig selbstbewusst, düsse Heiner Heckenroth.

 

Heiner:      Dat dörv ik in d´ Urlaub ok sien. (kurze Pause) Fro Jansen - wi warrn hier keen Lösung finden. Aver ik much ok fair blieven. Wat holen Se denn dorvun, wenn wi losen um dat Zimmer? (geht zum Schrank, sucht Streichhölzer, findet, holt 2 heraus)

 

Gesine:      Ik hebb in mien heel Leven noch nie nich um een Unnerkunft lost. Man ik denk Heiner, dat ward woll würklich keen anner Mööglichkeit geven för uns twee. - Un wenn Se de Körtere trecken?

 

Heiner:      Dann hau ik wedder af. Is dann even so. Ik ward nich utflippen dann - versproken. - Aver wat is, wenn Se nich dat lang Striekholt trecken?

 

Gesine:      Dann reageer ik just so as Se dat dohnt. Even nich utflippen. Dat is för jeeden vun uns nich schöön - aver viellicht is dat de eenzig Mööglichkeit.

Heiner:      Un - egaal wo dat utgeiht - dat is op Steh för Se?

 

Gesine:      Dat is een Speel. Un dorbi gifft dat nu maal een de verlüst un een de winnt.

 

Heiner:      Okay. Dat is gräsig, wat wi hier maken, aver mi schient, dat is de eenzig Weg. (zeigt ihr die Hölzchen, eines ist kürzer) Hier, Fro Jansen. Een Körten - een Langen. Se dörven trecken. (hält dann beide Hände hinter seinen Rücken, "mischt") Achtung - glieks geiht dat los.

 

11. Szene

Emma:       (hat kurz angeklopft, kommt dann ohne Aufforderung herein) Entschülligen Se bidde een poormaal. Dat is een Schand, wat ik Se hier nu vörslahn much. Aver ik hebb nochmaal nadocht...

 

Heiner:      (genervt) Mann eh - wat is denn al wedder? Wi losen just üm düsse Unnerkunft. Dat is  trurig, wat Se hier mit uns maken.

 

Emma:       Ik weet - ik weet. Se hebbt ja so recht. Dat is nich to entschülligen, un dorüm hebb ik ´n Angebot. Ik nehm vun Se beid blots de half Pries för de Kamer, as lütte Entschädigung.

 

Gesine:      As lütte Entschädigung?

 

Heiner:      (ironisch) Half Pries - na super. Aver een tweed Zimmer hebbt Se nich just in ´t Angebot, wa?

 

Emma:       As Se ja al weten. Aver düsse Herr Montinari - also Lorenzo, de weer just so fründlik, un hett dat transportable Gastenbedd vun unnern ut ´n Keller na boven holt. Dat steiht al hier vör de Döör. De Vörstellung is afsluts d´rtegen - ik weet. Wenn aver doch nüms vun Se freewillig verzichten much op düsse Kamer, dann weer dat - woll een bannig unglücklik - un ok seker keen good Lösung -  aver dat weer een.

 

Heiner:      (barsch) Vergeten Se dat. Kummt nich in Frag. Wi losen um dat Zimmer un nu gahnt Se bidde, Fro Käfer.

 

Gesine:      Ja, wi losen. So hebbt wi dat just mitnanner afsnackt. Aver liekers veelen Dank för Ehr Meite.

 

Emma:       Woorden könnt eenfach nich utdrücken, wo ik dat hier allns beduren do. Un as Se ja ok al weten, bün ik untröstlich för dat, wat mien Dochter daar anstellt hett.

 

Heiner:      R u u t !!!

 

Emma:       Ja. Ja seker. (schnell ab)

 

12. Szene

Heiner:      (schüttelt mit dem Kopf, hält Gesine dann in einer Hand die beiden Hölzchen hin) So. Biddesehr, Fro Jansen. Uns Schicksal liggt nu in de Striekholten vun Hiddensee.

 

Gesine:      (seufzt) Ja. Ik treck een Striekholt un entscheed over dat Glück un Leed vun een Minsk. Ik kann mi nix vörstellen, wat gräsiger is.

 

Heiner:      Denken Se nich wieder dorover na un trecken Se eenfach.

 

Gesine:      (kneift die Augen zu, zieht dann ein Hölzchen, hält es in der Hand, öffnet die Augen, schaut darauf) Oh...

 

Heiner:      (tut gleiches) Oh...

 

Gesine:      Tja...

 

Heiner:      Dat deiht mi leed - würklich.

 

Gesine:      Is al good, Heiner. Se weern ja ok toerst hier in ´t Huus. Is amenne woll blots gerecht.

 

Heiner:      Dat... dat speelt keen Rull. Ik... ik föhl mi nu tomol gor nich good dormit.

 

Gesine:      Aver worüm denn nich? Wi hebbt lost un ik hebb verloren. So eenfach is dat. Hartliken Glückwunsch. De Kamer hört Ehr.

 

Heiner:      Dat is... dat hebb ik nich wullt. Un dat deiht mi so leed för Se.

 

 Gesine:     Nu is dat aver good. Wenn Ehr dat för mi so leed deiht, dann haren Se ja al freewillig verzichten kunnt. (geht schon zu ihrem Koffer, schließt ihren Mantel, bzw. zieht diesen an, falls sie ihn ausgezogen hatte, setzt den Hut wieder auf) Also maken Se sik hier een schöönen Urlaub un laten Se sik nich stören, wieldess Se snurken, to jeede Tied in Ehr free Bad gahnt un Ehr luute Hardrock-Musik hören.

 

Heiner:      (schaut nach unten, fühlt sich in dieser Situation unwohl) Ja... - un wat maken Se nu?

 

Gesine:      Ik weet dat nich. Ik weet dat würklich nich. (reicht ihm die Hand) Laten Se sik daarover keen grau Hoor wassen. Dat weer schöön, Se kennen to lernen, Herr Heckenroth.

 

Heiner:      (reicht ihr auch die Hand, lässt diese gar nicht mehr los) Ja, dat kann ik blots trüchgeven.

 

Beide:        (stehen eine Zeitlang da, schauen sich schweigend an, Heiner lässt Gesines Hand dann los)

 

Gesine:      Wat ik allerdings bannig schad find...

 

Heiner:      Ja?

 

Gesine:      Ik kunn Ehr Geschicht nich toenn hören. Ik harr woll gern wüsst, worüm Ehr Hochtied nich stattfunden hett un well bi Ehr tomol vör de Döör stunn.

 

Heiner:      Ja. Wat schall ik seggen? Wenn Se wüllt un Se noch een beten Tied hebben, dann vertell ik dat noch.

 

Gesine:      Unner de momentan Umständen is dat dann doch woll beter, wenn wi uns nich anfründen, denk ik. Ik wünsch Ehr würklich vun Harten allns allns Goode. (geht schon mit ihrem Koffer zur Tür, aber nicht öffnen)

 

Heiner:      Töven Se doch noch.

 

Gesine:      Worto? Wat is denn noch?

 

Heiner:      Ik... ik much Se DOCH gern noch vertellen, wat passeert is. Nehmen Se bidde wedder Platz. 5 Minüten - bidde. Eenfach so. Weten Se, Fro Jansen, wenn wi uns ok viellicht nie nich wedder sehnt; een anfangen Levens-Geschicht schull toenn vertellt warrn.

 

Gesine:      (schmunzelt, lässt sich dann überreden, seufzt) Na good. Ik hör.

 

Heiner:      (freut sich, dass Gesine zuhört): Nu, wor weer ik stahnbleven? De Hochtiedsfier mit Rita. Dat schull keen grood Fest warrn, allns blots in een lütten Rahm. De Trauringen weern utsöcht. - Un dann... an een Namiddag, kloppt dat tomol an uns Wohnungsdöör un HE is rinplatzt.

 

12. Szene

Chantalle:  ("platzt" sodann in den Raum, nachdem sie kurz angeklopft hat, empört, als sie Gesine sieht): Swiegermudder! (Chantalle ist in ihrer Art leicht arrogant, trägt Kostüm, Hut, evtl. Pelzmantel. Sie ist für einen Alltag und diesen Besuch zu sehr "overdresst")

 

Manfred:   (folgt Chantalle sogleich, Tür zu. Manfred auch eher nobel gekleidet, mit Anzug, Krawatte o.a., in seiner Art jedoch weniger arrogant) Gooden Dag.

 

Gesine:      (und auch Heiner sehr überrascht): Chantalle - Manfred! Wat maak JI denn hier?

 

Heiner:      Gooden... gooden Dag. (ahnt, dass dieses Familienangehörige von Gesine sein könnten, geht während der nächsten Dialoge schweigend etwas weg von den dreien)

 

Gesine:      Wo hebbt ji mi funden? Un dat so fix?! Un worüm sünd ji hier?

 

Chantalle:  (zu Manfred): Nu hör Di mien Swieger-mudder an, Manfred. Worüm sünd ji hier, fragt se.

 

Manfred:   Wi hebbt uns Sörgen maakt. Grood Sörgen, Swiegermudder.

 

Gesine:      (barsch) Ik bün heel seker nich Dien Swiegermudder, Manfred Hackmann. Wo faken schall ik Di noch seggen, dat Du mi nich so nöhmen schallst! (betrübter): Blots wiel Du (zu Chantalle) Di al 6 Maant na de Dood vun mien Söhn wedder een neijen Keerl anlachst, bün ik mit Di (deutet auf Manfred) noch lang nich verwandt. - Gott hebb em selig, mien leev Johannes.

 

Chantalle:  (zu Manfred): Frech un keck as jümmers, uns good Gesine.

 

Gesine:      Wat is blots ut Di warrn, Chantalle?! Ik hebb Di ´n lang Tied as mien eegen Dochter sehn. Un glieks nadem Johannes unner de Eer weer, leggst Du Dien Mask af. Wo kann man sik blots so gau so verannern? Brullst Du Dien Ehemann denn nich een eenzig Traan achteran?

 

Chantalle:  Verschon mi doch bidde mit düsse Sentimentalitäten.

 

Manfred:   Segg uns leever, wat Du hier op Hiddensee maakst. Keen Breef, keen Naricht vun Di - to ´n Glück harrst Du de Naverske Anni Groothuis vun Dien Plan wat seggt. Un se wüss sogor de Naam vun düsse Pension hier. Wi hebbt noch nie nich soveel Not um Di hat.

 

Gesine:      Hach, Anni Groothuis, düsse oll Schludertrine.

 

Chantalle:  Wi sünd ehr to grooden Dank verplicht. Un dann dörven wi de lang Weg hierher antreden - erst na Rügen - dann wieder hierher - um Di op dit lütte Eiland optospüren. Nich to glöven, sowat. Wat wullt Du hier?

 

Manfred:   Genau, Gesine - wat üm allns in de Welt hett Di dreeven, hierher to fohren, ohn uns een Woord dorvun to seggen? Un wat is dat för ´n Pension hier - un well is düsse jung Mann daar?

 

Heiner:      Also, ik bün...

 

Gesine:      (lässt Heiner nicht zu Wort kommen): Ji fragt mi, wat ik hier will? Ji hebbt Not üm mi un hebbt jo Sörgen maakt? - Lang nich mehr so lacht. - Wat denkt ji denn, wat in mi vörgahn is vörgüstern, as ik vun jo bi ´t Avendbrood gewohr ward, dat ji to ´n 1. August een Platz in een Pleegheim för mi reserveert hebbt? Nüms mutt mi plegen. Ik kann noch good för mi sülmst sörgen. - Verdreeven vun jo ut mien eegen Huus. Schamen schull ji jo!

 

Chantalle:  Swiegermudder - Du musst dat verstahn.Wi brükt de Platz.

 

Gesine:      (voller Ironie): Ja seker. - Hest Du Kinner mit mien Johannes in de Welt sett? Nee! - Blots wiel Du tomol mit dat Malen anfangen hest, un Dien neij Liebhaber Di dat in de Kopp sett, dat Du een eegen Ruum in ´t Huus dorför brükst, mutt de Swiegermudder afschoven warrn in ´t Heim. Johannes de sik in ´t Graff umdreihen, wenn he dat kunn.

 

Manfred:   So dörvst Du dat nich sehn.

 

Gesine:      Och nee? Wo mutt ik dat denn sehn, Manfred Hackmann? (betrübt, leicht weinerlich) Mien Johannes harr dat nie nich tolaten. Nie nich! - Blots de leev Herrgott mach weten, worüm ji mi dat andohnt. (dann wieder resoluter): Un DORÜM bün ik flücht. Ja. Weg vun jo. Hierher op düsse Insel um natodenken, of ik dat tolaten will, de lesd Johren vun mien Leven in een Pleegheim to verbrengen. Hier weer ik ok bi mien golden Hochtied. Un wenn dat mien lesd Reis is - hier will ik nu sien.

 

Heiner:      Fro Jansen - wat schullen Se denn ok in een Pleegheim?

 

Gesine:      Tja...

 

Chantalle:  Mischen Se sik daar bidde nich in, junger Mann - well ok jümmers Se sünd.

 

Heiner:      (barsch): Ik wohn hier. Dat is mien Zimmer. Noch Fragen?

 

Chantalle:  Och, daar kiek maal an. Un Se hebbt just Besöök vun mien Swiegermudder, off wo dörv ik dat verstahn?

 

Heiner:      Tsss...

 

Manfred:   Gesine, nüms hett war daartegen, wenn Du Urlaub maken muchst. Aver dat hier sünd doch ok blots een poor Dag - un dann? Worhen wullt Du dann?

 

Gesine:      Ik... ik... (muss dann weinen) Ik weet dat nich. Ji wüllt mi ja nich mehr.

 

Heiner:      (geht zu Gesine, legt tröstend seinen Arm um sie, gibt ihr auch ein Taschentuch)

 

Chantalle:  Och kiek maal, Manfred - wo sööt.

 

Manfred:   Gesine - hier kannst Du nich blieven. Off wullt Du op Dürte düsse Kamer hüren? Dat ward nich funktioneeren. Un wat dat alleen kosten mach?

 

Chantalle:  Even.

 

Gesine:      (weinerlich): Ik... ik hebb ja nich maal düsse Kamer hier.

 

Chantalle:  Daar kiek an. Gaff dat Arger bi de Buchung? Tja, wenn man so batz op de Steh wat plant... Sowat aver ok... Na dann komm her un wees vernünftig. Du kummst nu mit na Huus un in twee Weeken treckst Du dann um in dat Reilstift. Dat ward Di al gefallen. Stell Di nich so an.

 

Heiner:      (bestimmend): Dat kummt overhopt nich in Frag! Gesine blifft hier - hier bi mi in düsse Pension Huus Seedorn - in dit Zimmer.

 

Chantalle:  Oh, un dat entscheeden Se, ja?! Und wor schall se slapen, mien good Swiegermudder? (belustigt): Off wüllt Se tosamen in dit schmal Eenzelbedd krupen? (deutet auf das Bett, dann zu Manfred): Dat reinste Liebesnest, Manfred. Op de lütte Insel Hiddensee. Wo romantisch.

 

Heiner:      (geht zur Tür, öffnet diese) Keen bang. Ehr Swiegermudder ward alleen in dit Bedd hier ehr Nachten verbrengen. (zieht das Klappbett herein): Ik slap op dit hier.

 

Manfred:   Paah... holt de een Klappbedd rin. Is dat peinlich.

 

Heiner:      Genau! Un so fix as ik dit Klappbedd hier rinholt hebb, warrn Se hier nu wedder verswinden - op de Steh!

 

Chantalle:  (zu Heiner:) Se holen am besten de Mund. (zu Gesine): Du wullt doch nich ernsthaft hier blieven?

 

Gesine:      (weint, schaut nach unten)

 

Heiner:      (an der Tür, laut:) DOCH! Dat will se! Un ik hol mien Mund NICH!

 

Manfred:   Nu warrn Se maal nich luut, junger Mann.

 

Chantalle:  Manfred - wi gahnt. Aver wi kommen wedder. Erde as Du denkst, Swiegermudder. (erhobenen Hauptes gefolgt von Manfred ab)

 

Heiner:      (knallt die Tür hinter den beiden zu, geht dann zu Gesine, kniet sich tröstend neben sie) Allns ward good. Mitnanner ward uns seker een Lösung infallen. Nich mehr blaren. Denn weten Se - ik hebb een ähnlich Problem as Se.

 

Gesine:      (schaut überrascht hoch) Ochja?

 

BLACKOUT

Vorhang

Ende des ersten Akts

 

***************************************************************************

 

Zweiter Akt

 

                  (9 Tage später. Irgendwo im Raum steht nun das Klappbett aufgebaut an einer Wand mit Bettzeug. An der hinteren Wand hängen 5-7 große Plakate, mit großer Aufschrift. Darauf: "Mittagsruhe von 13 - 14 Uhr"; "Ab 22 Uhr - Nachtruhe"; "Badbenutzung morgens: Gesine: 8:00 - 8:30 Uhr - Heiner: 8:30 - 9:00 Uhr"; "Musik hören nur nach Absprache"; "Diskretion"; "Rücksicht"; "Nicht im Zimmer rauchen". Es ist ca. 13:30 Uhr. Wenn der Vorhang sich öffnet, liegt Gesine in dem Bett - welches schon im Zimmer stand - schläft. Auf dem Bett liegt Gesines Rock und ihre Bluse. Neben dem Bett auf dem Fussboden steht ein Wecker. Dann klingelt der Wecker)

 

1. Szene

Gesine:      (erwacht langsam, holt einen Arm unter der Bettdecke hervor, sucht "blind" nach dem Wecker, findet, stellt ihn ab. Nimmt den Wecker dann in die Hand, führt ihn zu ihren Augen, schaut darauf, leicht erschrocken, richtet sich dann auf) Du hest veel to laat pingelt, du dumm Ding. Middags, op kört na een harr ik di instellt. Op Nix kann man sik hüüt mehr verlaten. (steht auf, zieht den Rock und die Bluse an, geht dann ins Bad. Nach einer kurzen Pause klopft es an der Tür. Gesine kommt aus dem Bad, ist noch dabei, ihr Haar zu kämmen oder zu bürsten, öffnet dann die Tür)

 

2. Szene

Lorenzo:    (kommt herein; er hat eine CD in einer Hülle in der Hand, sowie einen Tür-Schlüssel an einem Anhänger) So, Lorenzo seien zurück, gnädige signora.

 

Gesine:      (überrascht) Herr Montinari, so fix sünd Se wedder daar?!

Lorenzo:    Aber ja. Seien italienische Temperament, Sie verstehen, ja?! Und? Alles tutto a posto? Oder wie manche sagen in Alemane: Alles Roger in Kambodscha? Hähä...

 

Gesine:      (belustigt): Ik denk woll. Obwohl ik recht lang nich mehr in Asien weer, Herr Montinari.

 

Lorenzo:    Aaaah... das ist Humor, den Lorenzo sehr  mag. - Aber bitte hören auf, mich zu nennen Herr Montinari. Mein Name - Lorenzo. Und auch dieses "SIE" ich möchte nicht mehr hören. (lässt sich auf einen Stuhl "fallen", streckt die Beine aus)

 

Gesine:      Okay - also Lorenzo un "Du"! Aver blots unner de Bedingung, dat Du mi nich mehr signora un vör allem nich "gnädig" nömst. Dann föhl ik mi so old. Ik bün doch erst 84. Ik bün Gesine, inverstahn?

 

Lorenzo:    Si si. Aber Bella - Du nicht mehr sehr lange bist 84. In... (schaut auf die Uhr, rechnet) ein wenig mehr als Stunden 10 Du bist 85.

 

Gesine:      (belustigt) Ja. Un liekers heet ik Gesine. Aver "Bella" laat ik just noch dörchgahn - wenn ok ungern.

 

Lorenzo:    Ich werde mir merken, Bell... äh... ich meine - Gesine.

 

Gesine:      Entschüllig bidde; ik bün noch gor nich wedder recht salonfähig - ik günn mi jümmers een lütten Middagsslap. (richtet das Haar noch mit den Handflächen, auch die Kleidung, geht dann zum Bad, bringt die Bürste - bzw. den Kamm - weg)

 

Lorenzo:    Aaaah... Du siehst doch gut aus immer, Bella Gesine. Aber jetzt erzähle Lorenzo - WAR das von mir eine grandioso idea, das Du hier mit junge Mann Heckenroth zusammen wohnen kannst eine Zeit?

 

Gesine:      Och Lorenzo. Wat nüms för mööglich holen hett un eenlik dörch een Notlaag passeert is, funktioneert hier siet over ´n Week würklich bannig good. Un de Stünden mit Di un Heiner hier auf Hiddensee laten mi recht opleven. (setzt sich zu ihm) Ji beid sünd good för mi. Ohn jo weer ik hier seker al vertwiefelt. Aver nu vertell Du - hest Du wat klorkreegen in Hambörg?

 

Lorenzo:    (hebt den Schlüssel hoch, reicht ihr den) Hier ist der Schlüssel. Und es war Lorenzo eine große Ehre, das ich tun konnte für Dich etwas was ist sehr bene, Gesine. Und ich darf Dir sagen - das alles sieht aus gar nicht schlecht.

 

Gesine:      (nimmt den Schlüssel entgegen) Danke Lorenzo. Dat hört sik doch al maal good an. (steht auf, geht zum Schrank, holt ihre Handtasche hervor, verstaut den Schlüssel darin, holt ihr Portemonnaie heraus)

 

Lorenzo:    Genaue informazione, Lorenzo kann Dir aber erst geben morgen (steht auch auf, schaut sich die Schilder an der Wand an) Das mit Regeln für diese junge signor und Gesine war auch gute Gedanke von Lorenzo?

 

Gesine:      Toerst funn ik dat recht albern - man so gifft dat hier so good as keen Sörgen mit dat Zwangsquateer.

 

Lorenzo:    Ooooh... freue mich, das Lorenzo kann helfen. Dann war diese idea also auch eminente und fantastico?

 

Gesine:      Genau. Eminente un fantastico. (lacht)

 

Lorenzo:    Aber was ist das hier? (deutet auf das Schild "Nicht im Zimmer rauchen") Das ist neue Schild. Lorenzo kennt noch nicht. - (leicht erbost) Signor Heckenroth hat gewagt zu fumare - ähm - rauchen hier in diese Zimmer, wenn Gesine ist dabei?

 

Gesine:      (leicht beschämt) Ähm... nee, heel so is dat nich, Lorenzo. Dat Schild hett Heiner schreeven - för mi. Ik smök af un to heel gern maal een.

 

Lorenzo:    Mamma mia - cielo. Bella Gesine - Du wirst Lorenzo immer - wie sagt man - simpatico.

 

Beide:        (lachen)

 

Gesine:      De Schiller könnt nu aver wedder afnohmen warrn. Heiner un ik kennen de Regeln nu. (holt dann zwei Hundert-Euro-Scheine aus ihrer Geldbörse, reicht ihm diese) Hier. Dat is för Di. Dormit Du tominst dat Fohrgeld wedder hest.

 

Lorenzo:    Aaaah - no no. Kommen nicht in Frage! Das alles wir können regeln, wenn Sache ist finito. Vorher Lorenzo nehmen keine Geld von Dir.

 

Gesine:      (zuckt mit dem Schultern, steckt das Geld wieder weg) Ja, wenn Du meenst.

 

Lorenzo:    Aber Lorenzo haben Geschenk für Bella Gesine. Ich habe Dir gebrannt. Ich hoffe, dass Du magst diese musica. Und wenn Du willst, Du kannst hören. Signor Heckenroth hat doch seine Apparat hier. (gibt ihr die CD)

 

Gesine:      Apparat? (schaut dann darauf, erfreut): Och, nu verstah ik. "Das Beste von Mozart". Oh Lorenzo - un sülmst brannt. Dat is een vun de schöönste Geschenke, de ik je kreegen hebb. Dat harrst Du mi aver erst mörgen schenken schullt.

 

Lorenzo:    Aaaah... Für äh... giorno di nascita...

 

Gesine:      Gebursdag.

 

Lorenzo:    Si. Für Geburtstag Lorenzo hat noch eine andere Geschenk für Gesine.

 

Gesine:      (dreht die Hülle der CD um, liest) Dat Adagio vun dat Klarinetten-Konzert is mien Lieblings-Stück. Dat drifft mi jümmers wedder de Tranen in de Oogen.  

 

Lorenzo:    Oh ja. Besonders wenn erklingen die Geigen. Nur eine Geige kann ausdrücken so viel Gefühle, si?! Lorenzo meint, es gibt kein Instrument, was hat mehr Emotione. Und man muss nicht schlagen darauf und auch nicht drücken hart, damit sie erklingt so bene. Eine Geige man muss nur streicheln.

 

Gesine:      Dat hest Du bannig schöön utdrückt.

 

Lorenzo:    Und diese Wolfgang Amadeus Mozart hatte die talento, die Geigen einzusetzen perfekto in seine Kompositioni. Das Concerto Klarinetto war seine Letzte - Du hast gewusst? Er hat es komponiert 1791.

 

Gesine:      Du kennst Di ja bannig good ut. Well harr dat docht? - He weer een Genie, düsse Mozart. Veelen Dank för so een schöön Geschenk.

 

Lorenzo:    (an der Tür) Lorenzo freuen sich, wenn Gesine freut sich. Ich kenne mich aus ein wenig mir klassische Musik - ich komponiere auch manchmal. Aber jetzt ich werde laufen zu die Meer. Ich brauche Inspiratione für eine neue Buch was ich will schreiben.

 

Gesine:      Veel Spaß. Un een Hopen good Ideen.

 

 Lorenzo:   Wir uns sehen später wieder, Bella Gesine. (will schon ab, als...)

 

Gesine:      Lorenzo?!

 

Lorenzo:    Ja?

 

Gesine:      (geht zu ihm, umarmt ihn plötzlich, gibt ihm einen Kuss auf die Wange) Veelen Dank erstmaal för Dien Hülp. Ohn Di weer ik hier verloren.

 

Lorenzo:    (angenehm überrascht) Hallo?! Was war jetzt das?! Da küssen mir eine Geige auf Beine zwei von 84 Jahren. Das ist so bene.

 

Gesine:      (amüsiert) Bene? Geige mit Been? Mit 84 bün ik för Di woll erde al een Cello. Bit later, Lorenzo.

 

Lorenzo:    Oh no no... (wirft ihr an der Tür einen Kuss zu, dann ab)

 

Gesine:      (allein, seufzt glücklich auf, nimmt die CD, geht zum Rekorder, legt die CD ein, spielt sie ab; relativ laut. Es erklingt von Mozart das Adagio des Klarinetten-Konzerts in A Dur - KV 622.* Gesine hört eine Zeitlang zu, schließt verträumt die Augen dabei, macht musikalische Bewegungen zur Musik mit Armen und Händen, dann klopft es erneut an der Tür. Gesine hört das nicht, ist nun auch angefangen, sich leicht tanzend mit verschlossenen Augen zu bewegen im Raum; erhebt die Arme evtl. zu einer Tanzhaltung. Ohne Aufforderung kommt dann...)

 

3. Szene

Rita:          (...herein. Eine junge, flotte Frau, in schicker, aber legerer Kleidung. Sie trägt eine Handtasche über dem Arm, wundert sich sehr über Gesine und das Geschehen) Hallo?

 

Gesine:      (hört das nicht, tanzt und träumt weiter)

 

Rita:          (holt aus ihrer Tasche eine Ansichtskarte, schaut darauf, dann geht sie nochmal kurz hinaus und schaut auf die Tür von außen nach der Zimmernummer, die Tür bleibt dabei aber geöffnet. Sie ist leicht verwirrt; dann etwas lauter) Entschülligung?!      

 

Gesine:      (hat sie nun gehört, etwas erschrocken, geht dann zum Recorder, stellt die Musik ab) Oh...

 

Rita:          Deiht mi leed. Ik wull Se nich verjagen. Se hebbt mien Kloppen woll nich hört wegen de luute Musik.

 

Gesine:      Ja, dat is woll so.

 

Rita:          Ik bün een beten dörchnanner. Viellicht könnt Se mi helpen. Ik bün doch hier in de Pension Huus Seedorn?

 

Gesine:      Heel recht.

 

Rita:          Ja, aver... (zeigt Gesine die Karte) ...dat is doch een "4", oder? Un hier schall eenlik...

 

Gesine:      ...Heiner Heckenroth wohnen?

 

Rita:          Och, Se kennen em? Schöön. In wat för ´n Zimmer is he denn ünnerbröcht?

 

Gesine:      Kommen Se rin. - Fro Kück, nehm ik an? (schließt die Tür, bietet ihr einen Stuhl an)

 

Rita:          Ja. Worher weten Se?

 

Gesine:      (reicht ihr dann die Hand) Gesine Jansen. Freit mi. (deutet erneut auf einen Stuhl) Bidde. Ik hebb dat ahnt, dat Se hüüt hierher kommen.

 

Rita:          Nee, ik much mi nich setten. Wat is hier los? Well sünd Se; un worher kennen Se mien Naam? Un worüm krieg ik een Postkort vun Heiner - hier vun Hiddensee? He much unbedingt mit mi snacken un wohnt dann gor nich in düsse Kamer Nr. 4 - obwohl dat dütlik op de Kort steiht?

 

Gesine:      Bidde bedohren Se sik. Ik much gor nich lang üm de heet Bree snacken. Heiner maakt Urlaub hier op düsse Insel - hier in de Pension Huus Seedorn. Ik weet, dat he Ehr nix vertellt hett dorvun. Heiner un ik möten uns dit Zimmer siet over een Week deelen; bi de Buchung is wat scheeflopen. He hett mi dann vun Se vertellt un... weten Se - he lidd bannig unner de momentan Situation. - Un de Ansichtskort - de hebb IK Ehr tostürt.

 

Rita:          Se? - Oogenblick maal. Se wüllt dormit seggen, dat Heiner hier mit Ehr tosamen in düsse lütte Kamer...? Un dat al over een Week? - Nee, dat glöv ik Se nich.

 

Gesine:      Glöven Se mi bidde, Fro Kück. (geht zum Schrank, in dem Heiners Kleidung hängt, bzw. liegt) Ik bün een oll Fro. Worüm schull ik Ehr Lögens vertellen? (öffnet die Schranktür, holt evtl. ein Hemd oder eine Hose heraus) Glöven Se mi nu? Sünd dat de Saken vun Heiner Heckenroth?

 

Rita:          (geht zum Schrank, sieht die Kleidung, fasst sie an, kann es kaum glauben) Aver dat is doch...

 

Gesine:      Dat gaff keen eenzig anner Zimmer hier. Man just HIER in dit Huus wull wi blieven. Un he un ok ik wullen nich wedder afreisen. Un wiel wi beid Erinnerungen mit dit Huus verbinden, weer ok nüms vun uns parat in een anner Pension uttowieken. So is dat dann to dit Notquarteer kommen.

 

Rita:          (dann überzeugt, holt ein Taschentuch aus ihrer Handtasche heraus, muss sich die Tränen trocknen): Ja. - Heiner un ik hebbt uns hier kennenlert. Un wat maakt he nu hier - alleen - op düsse Insel?

 

Gesine:      He is hierherkommen, wiel he nadenken much, wo dat wiedergahn schall. Un wiel ik mit de glieke Sörg hier bün, ergänz wi uns heel good. Un mit een poor Regeln (deutet auf die Schilder an der Wand) klappt ok dat Wohnen mitnanner good.

 

Rita:          (schaut auf die Schilder, muss dann - obwohl noch weinerlich - darüber kurz schmunzeln)

 

Gesine:      Schöön, dat Se kommen sünd.

 

Rita:          Dat heet, Heiner weet gor nich, dat ik hier bün un much dat viellicht ok gor nich? Un wor is he denn nu overhopt?

 

Gesine:      He hett keen Ahnung un weet nix vun de Postkort, de ik stürt hebb. Aver ik bün seker, dat em een Steen vun ´t Hart fallt. För em is dat doch just so wichtig as för Se, dat Se sik endlich utsnacken. Denn so kann dat ja nich wiedergahn. - In de Tied, wenn ik mien Middagsslap maak, löppt he jümmers na d´ Strand. He muss aver bold trüch sien.

 

Rita:          (hat sich jetzt gesetzt und auch beruhigt) Dat deiht mi allns so leed. Ik hebb so ´n Not hat üm Heiner. 9 Dag lang keen Teeken vun em. Blots een Zedel lag op ´n Disk, dat he wegfohrt un ik em in Roh laten schall. Ik... ik bün eenlik dankbor, dat Se mi schreven hebbt.

 

Gesine:      Fro Kück...

 

Rita:          Rita - nöhmen Se mi bidde Rita.

 

Gesine:      Schöön. Mien Naam is Gesine. - Rita; dat is aver ok würklich een verzwickte Geschicht mit Heiner un Se.

 

Rita:          Ja. Heiner hett allen Grund dorto wegtolopen.

 

Gesine:      Se wullen Heiner hieraden un hebbt em nie nich vun Ehrn Söhn vertellt?

 

Rita:          (seufzt) So as ik hör, hett he Ehr al een heel büld vertellt. - Ik weer Uttuskschölerin in Abu Dhabi. 8 Johr is dat her. Ik weer bannig jung un hebb mi daar in Bilal verleevt. Nu - wat man as 17johrig Deern so unner Leevde versteiht. Ik weer even blind un bannig fix wur ik dann schwanger vun em. Afdrieven keem för mi nich in Frag. Un för EM al gor nich. Bilal un ik wullen dann tosamen trecken. Ok an ´t Hieraden hebb wi docht, dorto keem dat aver nich. Na ja - un dann keem Karim op de Welt.    

 

4. Szene

Heiner:      (hat sodann kurz angeklopft und betritt ohne Aufforderung das Zimmer. Er macht beim Eintreten einen ganz fröhlichen Eindruck) So, daar bün ik wedder. (sieht dann Rita, und sein Gesichtsausdruck wird ernster) Rita?!

 

Rita:          (unsicher): Hallo Heiner.

 

 

 

 

 

Druckversion Druckversion | Sitemap Diese Seite weiterempfehlen Diese Seite weiterempfehlen
© Die ganze Welt ist eine Bühne