Lange danach gesucht - auf Ibiza 2012 endlich gefunden
Musiker gesucht

Ein schöner Abschluss der Theaterspielzeit 2016/2017

 

Die Theatergruppe Holtgast führte "Wellness-Tempel Haferkorn" auf. An dieser schönen Inszenierung begeisterte mich vor allem die Natürlichkeit der Akteure. Vor allem Anna Bolika hat mir hier richtig gut gefallen, weil sie diese doch recht schwer zu spielende Rolle brilliant herübergebracht hat. Niemals zu sehr übertrieben, immer forsch, aber liebenswürdig. Aber auch alle anderen Spieler saßen fest verankert in ihren Rollen und haben ihre Aufgabe perfekt gemeistert. Auch die beiden Debütanten hat man kein Lampenfieber angesehen und sie konnten mit ihrer Spielkunst den "alten Hasen" gut das Wasser reichen. Wunderbar auch zum Schluss die Szene mit dem neugeborenen Baby. Hier wurde es endlich so gezeigt wie ich es wollte. Nur das kleine Bündel in Laken auf dem Arm von Ronny und Lara-Jane, und dann zum Schluss nur das "schwarze" Köpfchen gezeigt. Eine ganz tolle Leistung von einer sehr freundlichen Theatergruppe, mit denen ich nach der Aufführung bei einem leckeren Essen noch nett geplaudert habe. Danke an alle für diesen schönen Abend.

 

 

"Wellness-Tempel Haferkorn" in Hepstedt

 

Für mich ist es immer besonders reizvoll, wenn ich eines meiner Stücke noch gar nicht oder erst 1 - 2 mal gesehen habe. Somit kam die freundliche Einladung der Theatergruppe in Hepstedt genau richtig; denn das Wellness-Tempel-Stück hatte ich vorher erst von EINER anderen Bühne erleben dürfen. Und HIER in Hepstedt passte es - und wie! Alles war perfekt. Ein grandioses Bühnenbild, dass auf kleinstem Raum einen unglaublich schönen Eindruck eines Wellness-Centers vermittelte. Und eben darin gaben alle Akteure über 2 Stunden lang ein wunderbares Spiel. Es gab kaum Texthänger, die Natürlichkeit der Spieler war perfekt, die Maske und die Kleidung passte, Mimik, Lautstärke, Requisiten - alles vom Feinsten. Ein wunderbarer Abend mit grandiosen Spielern, die ein wahre Glanzleistung auf die Bühne brachten. Vielen herzlichen Dank für diese schöne Inszenierung. H. Schmidt

 

 

 

"Opstand in ´t Huus Avendsünn" - Premiere am 12.11.16 in Ocholt

 

Meine Güte... WAS für ein Geschenk, wenn ich als Autor eines meiner Stücke SOOOOOO perfekt inszeniert sehe. Gisela Oeltjen hat sich mit den Spielern ihrer Spälkoppel selbst übertroffen. Es war einfach großartig. Hier stimmte alles. Das schöne Bühnenbild, die Besetzung, die Mimik und schauspielerische Leistung eines jeden Akteurs - unfassbar gute Theaterunterhaltung. Ich komme am 02.12. nochmal zu Euch. Seid stolz auf Euch!!!

 

 

 

 

 

 

 

 

"Wenn Frau Mozart mit Herrn Wagner" in Karlhöfen - November 2016

 

Unser Facebook-Gemeinschafts-Projekt wurde in Karlshöfen aufgeführt. Irma Langer brillierte in der Rolle der Gretchen Folkerts. Eine unglaublich große Rolle mit mehr als 300 Texteinsätzen meisterte sie perfekt. Aber auch alle anderen Akteure brachten ein sehr gutes Spiel und saßen fest verankert in ihren Rollen. Ein eher trauiges Thema mit komischen Einflüssen wurde hier sehr gut inszeniert. Ein dickes Lob an alle!

 

 

 

"Wind van vörn" von der Theatergruppe Lindern

 

In der Regel endet jedes Jahr zu Ostern die Haupt-Spielsaison von den Amateur- und Laienbühnen. Auf meinem Kalender stand noch eine Einladung von der Theatergruppe Lindern, die ich dann am Samstag, dem 12.03.16 besuchte. "Wind van vörn" stand auf dem Spielplan. Und war es ein schöner Abend für mich? Ja - es war ein großartiger Abend! Dieses Stück habe ich vor mehr als 20 Jahren geschrieben, aber es hatte von der Aktualität nichts verloren und könnte sich auch heute so abspielen. Nun hat diese Komödie nicht allzuviel Tiefgang; die Geschichte ist einfach nur unterhaltsam; aber die Inszenierung war umso perfekter. Hier habe ich wirklich allen Akteuren ihre Rolle abgekauft. Das war wunderbar erfrischend und unglaublich gut umgesetzt. Kleine selbsteingebaute Feinheiten bereicherten das Stück. Beispiel: (Ralf holt nur eine Flasche Milch herein, die vor der Tür steht, hat aber lt. Rollenbuch keinen Text, und untermalt diese Szene mit einem T-Shirt, welches mit "Ich bin hier der Geilste" auf dem Rücken bedruckt ist. Schon hat diese Szene neues Gewicht und ein zusätzlicher Lacher ist garantiert.) Alle Gefühle und Emotionen der Spieler in den einzelnen Passagen wurden echt und wahr an die Zuschauer herübergebracht. Das hat mir absolut gut gefallen. Das Bühnenbild herrlich groß und geräumig, so dass man dort auch wirklich gut "spielen" konnte. Niemand neigte dazu, seine Rolle zu überziehen oder sich unangenehm herauszuspielen. Man spürte, dass es eine Gruppe ist, die gut zusammen passt, Spaß am Theater hat, aber nie den Kaspar auf der Bühne verkörpert, sondern bei der Sache bleibt. Es war ein wunderbarer Abend der mit einigen Akteuren in froher Runde nach dem letzten Vorhang noch 2 Stunden länger dauerte. Ein großes Lob an den Regisseur und an alle Spieler. DANKE für diese tolle Leistung!   

 

 

Pressebericht "Wind van vörn" Lindern März 2016

 

 

 

 

 

 

Krimikeller Rothenfels führt "Das Mord-Komplott" auf. - Herbst/Winter 2015/2016

 

19.02.2016

 

Ein paar Worte vorab:

Wir Autoren sind leider sehr kritisch. Warum ist das so? Sind wir so überheblich und überzeugt von unserer Glanzleistung, die wir zu Papier gebracht haben, dass wir uns somit auch das Recht nehmen, Inszenierungen schlecht zu reden? Können wir nicht einfach zufrieden sein mit den schauspielerischen Leistungen jeder Bühne, die unser Stück aufführt - auch wenn mal irgendwas nicht so umgesetzt wird, wie wir es uns beim Schreiben gedacht haben? Sollten wir nicht eher dankbar sein für jede Bühne, die unsere Werke aufführt? Immerhin verdienen wir ja auch Geld damit. Warum sind wir nur so kritisch? Ist das berechtigt?

 

Und meine Antwort auf die letzte Frage lautet: Ja! - In Schreibseminaren wird den Autoren immer beigebracht, dass wir auf ZUVIELE Spielanweisungen verzichten sollen. Durch den Dialog ergibt sich automatisch auch das Spiel; und ein Regisseur sollte damit alles erhalten, was er für eine gute Inszenierung braucht. Leider gelingt dieses nicht allen Bühnen. Immer wieder muss ich bei manchen Bühnen Szenen erleben, die im Grunde "völlig daneben" gezeigt werden. Plumpes Gespiele auf der Bühne bringt manchmal den ein oder anderen Zuschauer zum Lachen, aber ist das nicht eher Schmierentheater und Volksverdummung? Denn gerade hier beginnt es dann, dass Theater lächerlich wird. Komik heißt auf der Bühne nicht gleich "dumm" und "platt". Dem Publikum ein Stück zu zeigen bedeutet nicht, dass ein Ensemble vielen Menschen "Theater vorspielt", sondern fest verankert in seinen Rollen den Menschen für ihr Eintrittsgeld eine gute Unterhaltung bietet. Und zwar die Beste!

 

Ich schreibe nun seit 27 Jahren. Es gab 100te von Inszenierungen, die ich seither gesehen habe. Zu oft musste ich es erleben, dass der Text zwar einigermaßen gelernt wurde, in einem lieblos dahingeklatschten Bühnenbild aber eine Kasperveranstaltung stattfand. Hier und da gibt es Debutanten, die noch ein wenig lernen müssen, man baut manchmal zusätzlichen Text ein oder streicht Text, um das Stück lustiger oder spannender zu machen. Man streicht das Stück kaputt, besetzt die Rolle eines 13jährigen Kindes mit einem 70jährigen Mann, weil man grad keinen anderen Spieler zur Verfügung hat; ein Akteur schaut permanent ins Publikum, vergisst grad mal die "vierte Wand", weil er ja soeben den dummen August verkörpert und und und...

 

Ich habe das alles erlebt. Insgesamt gab es aber in den 27 Jahren meiner Schreibarbeit auch wirklich sehr gute Aufführungen. Ich habe immer gesagt: Wenn das Publikum zufrieden ist, dann bin ich es auch. Ein bisschen was zu kritisieren gab es aber eigentlich immer. Aber kleine Fehler sind okay - und wenn man mal den Text vergisst... nun, wir sind ja alle nur Menschen.

Deshalb vielen herzlichen Dank an alle Bühnen, die meine Stücke wirklich gut umgesetzt haben in mehr als einem viertel Jahrhundert.

 

Es musste aber nun 27 Jahre dauern, bis ich eine Inszenierung sehen durfte, wo nun absolut nichts - aber auch wirklich GAR nichts - zu kritisieren war, und die nicht gut oder sehr gut war - sondern absolut PERFEKT! - Ich schreibe in meinen Erlebnissen manchmal, dass ich die wohl beste Inszenierung der Spiel-Saison sehen durfte. Hier muss ich nun aber schreiben:

 

"Das Mord-Komplott" des Krimikellers in Rothenfels war die mit Abstand beste Inszenierung seit 27 Jahren!

 

Das Bühnenbild wurde exakt richtig dargestellt. Kein überladener Schnickschnack, um vom Geschehen abzulenken; aber dennoch mit schönen Requisiten eingerichtet. Barbara Dichtl als Alida machte mir bei ihrer ersten Szene im ersten Akt sofort Gänsehaut und brillierte 2 Stunden auf der Bühne wie eine Berufsschauspielerin. Fassungslos erfuhr ich nach der Vorstellung, dass diese Frau zum ersten Mal auf der Bühne stand! Michael Franz als ihr Ehemann Ingo zeigte eine perfekte Mischung aus verzweifeltem, verschuldetem Ehemann und "Mord-Planer mit Gefühl". Immer im richtigen Mass - niemals über das Limit hinaus. Man liebt ihn und man hasst ihn. Man will ihn später tot sehen, verspürt aber auch Mitleid. Teresa Henke: Zunächst nur auf ihren Job bedacht und unsicher in der Nähe von Ingo, konnte sie später ihre Gefühle nicht mehr verstecken und verliebt sich in Ingo. Ganz genau so muss diese Rolle umgesetzt werden. Perfekt. Udo Jain als Sven. Grandios wie er uns seine Situation "verkauft" als Kläger in einer Rechtsstreit-Sache. Und natürlich Inken Kleibömer, die mit 82 Jahren die Rolle der neugierigen Nachbarin Else Siegler so liebenswürdig spielt, dass man schon während der Vorstellung auf die Bühne springen und sie gerne in den Arm nehmen möchte. Der Regisseur Kurt Egreder hat es geschafft, mein Manuskript 100%tig richtig zu inszenieren und kleine Abänderungen haben dem Stück sogar sehr gut getan. Zusammen mit einer perfekten Ausleuchtung, Stimmen aus dem Off, musikalischen Einspielungen usw.  gab es hier in Rothenfels ein Feuerwerk der Theaterunterhaltung, die ihresgleichen sucht. Ich bin nach der Vorstellung nach einem netten Beisammensitzen mit den Akteuren sehr glücklich in meine Unterkunft "Café Weiss" gegangen und am nächsten Tag noch glücklicher nach Hause gefahren.

 

DAS WAR SIE! Die beste Inszenierung ever in 27 Jahren !!! Seid stolz auf Euch! DANKE !

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12.02.2016

Och, wat kann Theoter ok moij ween. Die Theatergruppe in Riepe hatte sich für ihre Spielzeit 2016 meine Komödie "Well arbeiden will, de find ok wat" ausgesucht. Zur 2. Vorstellung bin ich dann nach Ostfriesland gefahren und durfte ein Gesamtpaket der Extra-Güte-Klasse erleben. Das interessante an dieser Inszenierung war, dass wirklich jeder Akteur sich sehr gut mit seiner Rolle identifizieren konnte, niemand zu Übertreibungen neigte und es einfach nur köstlich war, dem Treiben auf der Bühne zuzuschauen. Es gab hier nicht einen Akteur, der Kritik verdient hätte. Das ganze Ensemble war perfekt aufeinander abgestimmt. Selbst hinzugefügte kleine Textpassagen waren einfach nur köstlich. Beispiel: (Birgit schaut in einen Spiegel und meint: "Oh, wat för ´n moij Bild"). Wenn ich hier nun  anfangen würde, die einzelnen Spieler und ihre Leistung zu erwähnen, würde dieser Bericht unendlich lang werden. Es war großartig! Danke für diesen schönen Abend - und Danke für das nette Gespräch und die Gastfreundschaft nach der Vorstellung!

 

Toller Bericht im General-Anzeiger von der Aufführung des Theatergruppe Feierabend e.V. Rhaudermoor
Wunderbarer Pressebericht von der Inszenierung der Theatergruppe Riepe
General-Anzeiger, 22.01.2013
 
Die Theatergruppe „Feierabend“ Rhaudermoor begeistert mit  neuem Stück. „De Dübbelhochtied“ bietet beste Unterhaltung. Die Premiere war ein  voller Erfolg.

Rhauderfehn - Lustmolche leben gefährlich – zumindest in der der plattdeutschen Komödie „De Dübbelhochtied“ von Helmut Schmidt. Die Theatergruppe „Feierabend“ Rhaudermoor feierte am vergangenen Wochenende in der Aula der Erich Kästner Schule mit dem Stück Premiere. Heiratsversprechen, plötzlich auftauchende Freundinnen, Eifersucht, ein
Travestiekünstler, zahlreiche Missverständnisse und nicht zuletzt ein Opa, der bei seiner „Jagd“ auf Frauen in Lebensgefahr gerät, sorgen für eine brisante Mischung und reichlich Vergnügen. Siegfried „Siggi“ Schmidt (gespielt von Johannes Brandt) und seine Verlobte
Andrea Weber (gespielt von Sabine Steenhoff) wollen heiraten. Je näher der
Hochzeitstermin jedoch rückt, desto mehr Unstimmigkeiten tauchen auf. Stress ist
programmiert. Und als Siggi dann ohne Wissen seiner Zukünftigen seine Bekannte
Doris Prinz (Martina Begemann) für einige Tage einlädt, ist mächtig „Dampf im Kessel“. Andrea weiß, dass ihr Verlobter vor einigen Jahren ein Verhältnis mit Doris hatte. Sie sinnt auf Rache und lädt kurzerhand ihren Ex-Freund Dietmar Nolte (Florian Sangen) ein. Der arbeitet aber seit geraumer Zeit als Travestiekünstler und nennt sich jetzt Conny. Der Plan, Siggi eifersüchtig zu machen, ist dahin. Aber es kommt noch schlimmer für Andrea: Siggi verliebt sich in Conny. Dabei hat das Liebespaar schon Stress genug mit den Großeltern. Da ist zum einen Else Hahneberg (Käthe Behrens), die von ihrer Tochter Anna Weber
(Gertrud Janssen) liebevoll gepflegt wird. Siggis Vater Jochen Schmidt (Helmut Eenhuis) hat da schon mehr Schwierigkeiten mit seinem „Pflegefall.“ Henning Ulpts (Herbert Möhlmann), Großvater von Siggi, will in seinem hohen Alter noch alles vernaschen, was weiblich ist. Leidtragende ist Nachbarin Gerda Puvogel (Alice Ley), die einen Racheplan ausheckt. In einer weiteren Rolle ist Harm Evers als Nachbar Thorsten Kramer zu sehen.

Für den Bühnenbau zeichnen Helmut Eeenhuis, Theo Behrens, Theo Janssen, Heinz-Georg Dinkgräve, Achim Frerichs und Thorsten Begemann verantwortlich. Hans-Georg Begemann und Heiner Steenhoff kümmern sich um die Technik. Die Regie in den Stück und die Rolle des Stöhnpaal übernimmt Anne Straatmann. Die Zuschauer waren begeistert von dem Stück.

Großenvörder Zeitung - 15.01.2012 - von Clas Ötting:

Wer sind Kate Winslet und Leonardo di Caprio?

Die umjubelte Premiere des Stückes "De Titanic draff nich ünnergoahn" der Großenvörder Theaterspieler zeigte überragende Darbieterleistungen. In der Komödie um ein heruntergekommenes Gasthaus wurde das Publikum von der ersten bis zur letzten Minute erstklassig unterhalten. Durch perfektes Timing und sehr gut herausgearbeitete Charakterzüge der Protagonisten gab es Lachattacken am laufenden Band. Obwohl die Handlung eigentlich nichts mit der berühmten Verfilmung des Schiffsunglücks zu tun hat, gibt es zahlreiche Anknüpfungspunkte zu dem Schicksal von "Rose und Jack". Diese Anknüpfungen werden von Christa Reckweg als Oma Rosa und Reinhard Wesemann als Josef Schaffernicht so hingebungsvoll und überzeugend gegeben, dass man sich fragt: "Wer sind eigentlich diese Kate Winslet und dieser Leonardo di Dingsda?". Liebevolle Gestaltung der Figuren durch Regisseur Friedhelm Siemann und jeden Einzelnen der Darsteller machen die Aufführung zu einem Genuss. Christian Meier und Karola Wehking geben ein an sich und der Situation verzweifelndes Ehepaar, bei dem man förmlich mitleidet und Karolas entgleitenden Gesichtszüge, wenn der "Scharfe Wicht" in ihren Haaren fingert, sind allein das Eintrittsgeld wert. Christa Reckweg als "Rose an der Reling" and Reinhard Wesemann in perfektem bayrisch (soweit man das als Preuße beurteilen kann) überzeugen vollends. Manuel Barg als Strippenzieher im Hintergrund instruiert listig das Duo Infernale: Lena Weßling begeistert wiederum durch hohe Schauspielkunst. Dieses mal gemeinsam mit der reizenden Lena Sander als Scheinprostitätowierte. Diese kümmern sich um den von Andreas Kruse herausragend dargestellten Freier, den Pastor Nackenhorst, der von Georg Buschhorn schön in Szene gesetzt wird, und um den überzeugend gegebenen Mann vom Ordnungsamt alias Gerhard Reckweg. Letzterer verbündet sich mit der Frauenrechtlerin Anita Schwätzer, um Sodom und Gomorrha zu verhindern: Christin Kohlmeyer mit Megaphon auf dem Stuhl ist ein akustisches und optisches Erlebnis. Ihre Tochter Gabriele - gewitzt gespielt von Maike Mörling - sorgt mit vielen kleinen aber feinen Pointen für großen Spaß. Sogar die demonstrierenden Statisten Angela Brüggemann, Bianka Wischmann und Marlene Kogler wirkten so authentisch, dass man Angst hatte, sie würden tatsächlich "dän Schniepel affschneien". Im Anschluss an die Vorführung wurde der Erfolg beim Tanz, der super besucht war, gebührend und ausführlich gefeiert. Für die restlichen Vorstellungen gibt es noch vereinzelte Restkarten bei der Sparkasse in Warmsen. Wir können dem, der noch keine Karte hat, nur raten unbedingt morgen noch die Gelegenheit wahrzunehmen.



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Knefelsfehner jagen Glückspilz - NWZ, 17.01.2012

Theater Autor Schmidt lobt Feuerwehr-Ensemble für gelungene Inszenierung

Das Premierenpublikum amüsierte sich köstlich über das neue Stück der
Edewechter Truppe. Mit großer Spielfreude präsentierten die Laienschauspieler
in Jeddeloh I den Dreiakter.
von Erhard Drobinski

Jeddeloh I- Unter den kritischen Augen von Autor Helmut Schmidt feierte die plattdeutsche Theatergruppe der Freiwilligen Feuerwehr Edewecht mit ihrem neuen Dreiakter „Drievjagd in Knefelsfehn“ (Treibjagd in Knefelsfehn) Premiere. Am Ende der Vorstellung war Schmidt von der Edewechter Inszenierung genauso begeistert wie die rund 100 Zuschauer im vollbesetzten Saal des Gasthofs Witte in Jeddeloh I. In der turbulenten Komödie drehte sich alles um einen Lotteriegewinn. Der Glückliche soll aus dem Örtchen Knefelsfehn stammen, möchte allerdings anonym bleiben. Da das Dorf mit 26 Einwohnern überschaubar ist, startet Zeitungsfrau Metha Knudsen (Sonja Knutzen) eine Treibjagd auf den Gewinner, die sich alles andere als einfach gestaltet. So fängt Martin Hecht (Hinrich Bischoff) plötzlich an, seiner Frau Regina (Insa Oetken) Geschenke zu machen. Berta Brinkmann (Gunda Kruse) wartet mit einer neuen Gartengarnitur auf und der Student Heinz-Rüdiger Pohl (Andreas Blendermann) besitzt plötzlich überraschend einen Sportwagen. Andere wie Oswald Meyer (Stefan Ahlers) oder Schwanette Hecht (Tanja Lüers) halten sich aus dem ganzen Trubel heraus, weil sie andere Sorgen haben. Das macht sie allerdings in den Augen von Zeitungsfrau Metha erst recht verdächtig. Nur der Postbote (Reiner Fastje) und der Finanzbeamte Bernhard Brörenkamp (Kai Bischoff) scheinen über den Dingen zu stehen. Helmut Schmidt, der die Komödie vor siebzehn Jahren schrieb und sich auf Einladung der Leiterin der Theatergruppe, Sonja Knutzen, das Stück vor Ort anschaute, war von der Vorstellung und den Darstellern begeistert. „Es war ein flottes Spiel, dass das Ensemble zeigte. Es gab vieles zu lachen und die Inszenierung war einfach nur köstlich. Mit großer Spielfreude standen die Akteure auf der Bühne“, lobte der Autor die Darsteller. Wie Sonja Knutzen oder auch Gunda Kruse ihre Rollen darstellten, entsprach ganz den Vorstellungen des Autors.

Die Mitglieder des Ensembles zeigten sich insgesamt sehr textsicher, so dass Souffleuse Irma Kramer nur selten einzugreifen brauchte. Anke Tönjes-Deye und Stefanie Helmerichs hatten die Schauspieler entsprechend gestylt und damit ebenso zum Gelingen der Premiere beigetragen wie Udo Tönjes-Deye mit seinem schon professionellen Bühnenbild und Conny Hoffbuhr, die Regie führte.

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Sogar der Autor amüsiert sich prächtig

Jede Pointe sitzt: Bühne am Jedutenberg zeigt gelungene Uraufführung „Lauras dunkle Seite" - Von Maren Meier

Bremerhaven. Stimmen aus dem Jenseits, irdische Gefühle und seltsame Ereignisse: der Thriller „Lauras dunkle Seite“ bietet Spannung pur. Zum ersten Mal führte die Bühne am Jedutenberg ein Stück des Autors Helmut Schmidt auf, der zur Uraufführung gekommen war. Der Bestsellerautor Matthias Bredau (feinfühlig: Andreas Hagedorn), der seinen Sohn Patrick bei einem Autounfall verloren hat, seine übertrieben fürsorgliche Noch-Ehefrau Laura (Helke Schirmer), sein bester Freund und zugleich Psychiater Norbert (Jens Wahlers) sowie eine durchnässte Unbekannte (Heike Flint) sind dieHauptpersonen des Stückes. Mit dem Anschein von Harmonie und Idylle beginnt es. Doch als sich der Autor und die Unbekannte langsam näher kommen, erklingt plötzlich das Handy, eine SMS – von Patrick (Jonathan Warneke): „Wann fahren wir wieder zusammen Auto, Papa?“ Der Schriftsteller bricht zusammen. Seit diesem Zwischenfall häufen sich die unheimlichen Botschaften und immer wieder dieselbe Frage: „Wann fahren wir wieder zusammen Auto, Papa?“ Einen witzigen Höhepunkt bildet das überaus aufdringliche Ehepaar Baumann, das im Nachbarhaus wohnt und stets im Partnerlook herumläuft. Frau Baumann (Annegret Warnecke) ist der größte Fan des Autors und so peinlich, dass selbst ihr Gatte(Wolfgang Zeitz) feststellen muss: „Meine Frau ist einfach nicht zu entschuldigen!“ Nach den ersten Geschehnissen stellt Frau Baumann fest. „Unser Schriftsteller hat wohl ’ne kleine Macke!“ Oder treibt jemand ein böses Spiel mit ihm? Bis zu zum Schluss bleibt alles offen. Die Besucher erwartet eine Inszenierung, in der jede Pointe sitzt. Jedem der Amateurschauspieler ist die Leidenschaft am Spiel anzumerken. Vom Bühnenbild bis zur Requisite wurde jede Kleinigkeit perfekt abgestimmt. So lobt auch Autor Helmut Schmidt, der sich während der Aufführung prächtig amüsierte, das Wulsdorfer Team: „Genial!“

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Menschliche Versuchskaninchen...

 

Ottensteiner Landjugend bringt plattdeutsches Stück von Helmut Schmidt auf die Bühne / Publikum begeistert

 

 

Um Schweiß, Schweine und saure Gurken dreht sich das plattdeutsche Theaterstück: „Bur up Erfolgskurs“

 

Aus diesem Stoff machte das KLJB-Ensemble eine spritzige Gender-Switching Komödie. Vergnügt wird dabei der „kleine Unterschied“ durch den Kakao gezogen. Die plattdeutschen Mimen passten das Drehbuch vom Autor Helmut Schmidt ihren Vorstellungen an. So erwartete die Zuschauer eine kleine
Weltpremiere, da das Stück noch nie in dieser Form aufgeführt wurde. 
Mit „Bur up Erfolgskurs“ bringt das Ensemble 2009 das zweite Stück von Helmut Schmidt auf die Bühne. Dabei geht es ursprünglich gar nicht um einen Bauern. Die Ottensteiner wollten unbedingt wieder einen landwirtschaftlichen Schwank spielen. Deshalb gab Schmidt gern die Erlaubnis, die Figur des Apothekers umzuschreiben in einen Bauern. Ursprünglich findet man das Stück unter: „De verrückte Professor“. Der Autor war von dieser Idee begeistert und versucht selber sich das Stück live vor Ort anzusehen. Das Publikum im Saal Räckers-Erning war am vergangenen Wochenende restlos begeistert. Die Spielfreude der Theatergruppe übertrug sich in den Zuschauerraum und sorgten dort für wahre Lachstürme.

Zur Handlung: Landwirt Jupp Loppmann (Klaus Florien) hat eine brillante Idee: Sein neues Anti-Schweiß-Mittel soll von nun an von unangenehmen Körperausdünstungen befreien. Bevor das mit
Schweinehormonen angereicherte Mittel in Produktion gehen kann, braucht er jedoch schlecht riechende Versuchskaninchen.
So versammeln sich in der Praxis des selbsternannten
„Professors“ illustre Gestalten: Heidrun Sagemehl (Melanie Gosling), ihr müffelnder Ehemann Freddy (Jörg Honvehlmann) und ihre nicht weniger übel duftende Tocher Angelika (Jenny Egbringhoff). Außerdem der zahnschmerzgeplagte Wilko Meiners (Christian Gosling) sowie die feine Dame Charlotte Müller (Jutta Florien). Ergänzt wird die ungleiche Gruppe von Philip Renken (Markus Bubik),
der eigentlich nur wegen des Geldes am Versuch teilnimmt. Loppmanns Ehefrau Paula (Karin Gosling) schüttet jedoch versehentlich die falschen Komponenten des Mittels zusammen. Der Beginn von
turbolenten Schwierigkeiten, denn plötzlich stehen alle Kopf: Frau Sagemehl zum Beispiel raucht Zigarre und ihr Ehemann probiert ihren BH. Auch für Charlotte Müller und Philip Renken hat das Experiment ungeahnte Konsequenzen...

 

Für die Zuschauer war dieser Nachmittag eine hervorragende Alternative zu einem Nachmittag vor dem Fernseher: „Dat hebbt se wär gudd makt“ meint eine Damen und bringt es einfach auf den Punkt.

 

Eine weitere „Sprechstunde“ findet noch am Sonntag, den 11.10.2009 um 19:30 Uhr im Saal Räckers-Erning statt.

 

 

21.09.2015

Straelen

Die Jugend des Kameradschaftlichen-Liebhaber-Theaters (KLT) Straelen präsentierte in zwei Vorstellungen das Stück "Skandal um's 1. Mal". Das Publikum war von den Leistungen der Schauspieler in beiden Aufführungen begeistert.

"Skandal um's 1. Mal"- Einen besseren Titel hätte es für das Theaterstück der Jugend des Kameradschaftlichen-Liebhaber-Theaters (KLT) nicht geben können. Am Wochenende präsentierten sie zum zehnjährigen Bestehen mit besonderer Hingabe das Stück von Helmut Schmidt im Forum des Gymnasiums.

Der 25-jährige Psychologie-Student Daniel Evers lebt in einer Wohngemeinschaft mit der entzückenden Fridrieke Sonnenberg. Beide Rollen werden authentisch und eindrucksvoll von Florian Maaßen und Antonia Forbriger gespielt. Fridrieke fühlt sich zu Daniel hingezogen und zeigt ihre Zuneigung. Daniel fühlt sich überfordert und geht nicht auf Fridriekes Annäherungsversuche ein. Gegenpol zum schüchternen, strebsamen Daniel ist sein bester Freund Tobias Prack. Ein echter Sprücheklopfer und Hallodri, lässig präsentiert von Markus Bonnes. Für Tobias ist es ein Rätsel, wie Daniel Fridriekes Avancen ablehnen kann. Um so überraschter ist er, als er erfährt, dass Tobias noch immer unberührt ist. Als er mit mehreren unschicklichen Synonymen für den Geschlechtsakt hinterfragt, ob Daniel wahrhaftig "Jungfrau" ist, platzen Daniels Eltern rein. Mit dem Ehepaar Luise und Karl-Otto Evers (Stephanie Mertens und Johannes Pieper) kommt auch die Lach-Garantie auf die Bühne. Sie sind das vollkommene Abbild des Klischees einer bäuerlichen Ehe.

Um das Chaos perfekt zu machen, vervollständigt Fridriekes Mutter Hanna Sonnenberg die Geburtstagsrunde. Flippig und ungebunden beschreiben wohl am besten die aufbrausende Frau, gekonnt rübergebracht von Claudia Siebers. Es kommt, wie es kommen muss. Daniels Jungfräulichkeit wird zum Top-Thema. Spontan ruft Frau Sonnenberg den Produzenten der Sendung "Skandal um's 1. Mal" an. Die Zuschauer johlen, als Ralle Schwansen (Julian Nieskens) auf die Bühne tritt. Bekannt als Pornoproduzent aus dem vorangegangenen Stück "1,2,3... Oberkörper frei" zieht er mit seiner abgebrühten, lässigen Art das Publikum in seinen Bann. Ralle macht es sich zur Aufgabe, Daniel vor laufender Kamera vom Küken zu einem erfahrenen Mann zu machen.

Evi Delbeck als Tessa-Maria ist dabei seine Geheimwaffe. Sexy und mit osteuropäischem Akzent soll sie Daniel aus der Reserve locken, lässt aber vor allem bei Daniels Vater Karl-Otto das Blut wallen. Daniel bleibt unbeeindruckt von Ralles Frauen-Repertoire, auch das "andere Ufer" kann ihn nicht locken. Manfred Arians spielt den aufdringlichen Call-Boy Lars-Simon alias der "Horny Lover". Ein weiterer Höhepunkt für das Publikum, als Lars-Simon versucht, Daniel nach allen Regeln der Kunst zu verführen.

Natürlich wendet sich am Ende alles zum Guten. Die junge Liebe siegt, und auch Ehepaar Evers scheint einen zweiten Frühling einzuläuten. Fridrieke und Daniel werden am Ende des letzen Aktes lauthals ins Bett geschickt.

Lena Jacobs als Spielleiterin hat es geschafft, ein mitreißendes, urkomisches Stück zu koordinieren. Die Zuschauer kamen gar nicht mehr aus dem Lachen heraus. Für viele Fans des KLT eine weitere Steigerung. Die zwei Vorführungen im Forum waren sehr gut besucht, es kamen mehr Besucher als erwartet. Die Theater-Lieberhaber haben es geschafft, mit dem Stück von Helmut Schmidt Generationskonflikte überspitzt und mit Witz zu servieren - mehr davon!

 

 

05. März 2014

"De Dübbelhochtied" von "De plattdütschen ut Köhlen"

Es ist ein so großartiges Geschenk für mich, wenn Theatergruppen meine Stücke richtig gut inszenieren. Wenn ich aber Grandioses sehe - dann könnt´ ich fast weinen vor Freude und es könnte bei diesen Bühnen eigentlich die Kamera mitlaufen um es live ins Fernsehen zu übertragen. Das Passiert? Ja! In Wiesmoor war das so vor 5 Tagen - und hier in KÖHLEN bei Cuxhaven  war es wieder so. Es gab noch keine Spielaison in 25 Jahren, bei denen mich Theatergruppen mit Ihrer Spielkunst so faszinieren wie bei diesen beiden Gruppen. Köhlen - ein Hammer!!! Irre, Wahnsinn, unfassbar gut!!! Meine Güte, war das hier ein wunderbares Spiel. Ein Team von Spielern, die den Zuschauern BESTE Unterhaltung boten. Und nicht, weil das Stück von mir vielleicht ganz lustig war - nein - es war einzig und alleine die perfekte Inszenierung. Ich könnte hier Seiten schreiben um jedes Detail zu erklären, was mich so begeistert hat - aber es ist auch mit einem Satz getan: DAS WAR - MIT WIESMOOR ZUSAMMEN - DAS BESTE; WAS ICH GESEHEN HABE in der Spielzeit 2013/2014.

DANKE, dass ich sowas Schönes erleben durfte !

Ein Video mit einem Kommentar von mir gibt es auf facebook!

 

 

01. März 2014 - Premiere in Wiesmoor von der niederdtsch. Bühne mit

"Mörgens Fango - avends Tango"

Hach... wir Theaterautoren sind leider immer kritisch. Das stellen wir nicht ab. Wir wollen von unseren Werken nur die bestmögliche Inszenierung sehen. Das geht wohl allen Bühnen-Schriftstellern so. Die meisten Theatergruppen versuchen zwar das Beste aus dem Stück zu machen, und vielen gelingt es auch eine ganz gelungene Inszenierung zu zeigen; leider gibt es aber auch Bühnen, die können es nicht so gut. Ich habe in 25 Jahre unzählige Aufführungen gesehen. Von "ich will nur noch nach Hause" bis "wo ist die Kamera, die es live im TV überträgt" war in dieser Zeit alles dabei. Letzteres leider weniger oft. Das mal so vorweg.

Nun bin ich heute in Wiesmoor bei der niederdeutschen Bühne und schau dort meine Komödie, die schon 21 Jahre alt ist. Und nach diesem Abend gehe ich nicht zufrieden nach Hause, nein, ich bin einfach nur glücklich und froh, weil DAS nicht nur gut, sondern grandios war. Zum 40sten Mal wurde dieses Stück inszeniert - und diese Gruppe schafft es, mich mit ihrem Können von der ersten bis zur letzten Minute zu fesseln. Niemand hatte bisher einen Fahrstuhl auf der Bühne - keine andere Gruppe hatte bisher ein schöneres Bühnenbild. SO muss ein Foyer einer Kurklinik aussehen. Textsicher waren auch alle. Es gibt 100 Dinge, die mir positiv auffielen. das "Personal" trug Einheitskleidung mit eigens dafür angefertigten Polo-Shirts, die "Patienten" haben keine Illustrierte gelesen wie "Frau im Spiegel" oder "Das goldenen Blatt", so wie es alle anderen Bühnen bisher machten - nein, man zeigte Reha-Fachzeitschriften. Nebel, Musik und bunte Lichter im abgedunkelten Saal, als der Auftritt von Kalli nach seinem Box-Sieg folgt. Und und und... Hier wurde nicht nur inszeniert, sondern bis ins letzte Detail mitgedacht. Wenn ich als Spieler eine Massage bekommen soll, trage ich sicher Sportbekleidung. Perfekt! Wie oft sah ich schon in anderen Inszenierungen den Andy Wedeken mit ganz normaler Straßenkleidung?! HIER war es endlich richtig! Aber nun zur spielerischen Leistung: Und DAS war für mich wirklich ein Phänomen, welches ich in 25 Jahren nur ein paarmal erlebt habe. Für mich gibt es gute Leistung, sehr gute Leistung und perfektes Spiel - und eben noch dieses ungewöhnliche Phänomen in Sachen Mimik, Euphorie, Lautstärke, Betonung, Übertreibung und "Das Auge sieht mehr". Was ich damit meine? Wenn es Akteure schaffen, dass ich nicht nur das Geschehen auf der Bühne verfolge, sondern das Spiel so perfekt an mich herangetragen wird, dass ich sogar "sehe" was hinter der Bühne passiert - DAS ist ein Phänomen. Ich habe mir vorgestellt, wie Andy und Kalli zur Kirmes gehen, und Kalli in der Boxbude seinen Kampf hat. Ich habe auch den Kurball vor Augen gehabt, ich hab´ Steven Hayward "gesehen", wie er den potenten Andy beim Massieren quält... und das nenne ich spielerische Perfektion. Das schaffen nur sehr wenige Bühnen mich von meinem Zuschauer-Stuhl SO in die Geschichte mit einzubeziehen. Niederdeutsche Bühne Wiesmoor: Seid stolz auf Euch! Das war in dieser Spielzeit 2013/2014 einer der schönsten Abende für mich. Besser geht´s nun wirklich nicht! Und damit meine ich ALLE !!! Vielen Dank auch für die Gastfreundschaft und das schöne Beisammensein nach der Vorstellung! Seid umarmt von mir !!!

 

 

 

Theatergruppe Moorriem zeigt "Een bietje schwul is cool"

11.02.2014 - Das war nun wirklich äußerst überraschend - toll, geil, wunderbar - was ich in Morriem erleben durfte. Wenn ich Inszenierungen sehe - besonders von dieser Komödie - dann gibt es Bühnen, die machen das richtig gut. Die Spieler geben ihr Bestes - das Bühnenbild ist schön hergerichtet - es wir Text gestrichen - manche fügen etwas ein - andere besetzen das Stück noch mit zusätzlichen Rollen - aber insgesamt sind die Ergebnisse dann sehr gut gelungen. Davon gab es wirklich schon einige. In Idafehn, Riepe, Papenburg usw. Alle machten das sehr ordentlich. Hier in Moorriem war die Inszenierung nicht gut oder gar ordentlich - nein, hier war das zum ersten Mal richtig perfekt! Es wurde nichts, aber auch nichts vom Text gestrichen - bis auf die Schluss-Szene, die fehlte (aber das war völlig ok). Und zum ersten Mal habe ich meine Komödie so gesehen, wie ich sie auch geschrieben hab. Dazu kommt dann, dass alle Akteure ein perfektes Spiel boten - es war absolut köstlich - und die bisher BESTE Inszenierung dieses Stücks. Ein ganz dickes Lob an alle Akteure! Ihr könnt das!!!

 

 

16.03.13 - Premiere der Theatergruppe im TB Uphusen mit "Jonnys lesde Botterfohrt"

Die Theatersaison 2012/2013 endet; und auf meinem Kalender steht noch ein Termin. Nämlich der von der Theatergruppe Uphusen. Und das war für mich ein grandioses Finale dieser Spielzeit. Auf einer wirklich sehr kleinen Bühne hatte man äußerst liebenswürdig und professionell eine Gaststube aufgebaut. Das Spiel begann flott und hat mich sofort begeistert. Die Spielfreude war allen Akteuren anzusehen. Jeder war fest in seiner Rolle "drin" und spielte seinen Part perfekt und gekonnt. Niemand neigte zu Übertreibungen, alle waren schön laut in ihrer Aussprache, Texthänger gab es kaum. Die Technik verdient ebenfalls ein dickes Lob. Das "Strippen" der drei Herren war wirklich eine Augenweise für die Zuschauer. Wunderbar! Die besten Stripper, die ich diesem Stück je gesehen hab. Nicht zu prüde, nicht geschmacklos, nicht überzogen - nein - es war absolut PERFEKT. Da muss man auch ein Lob an die Regie loswerden. Danke für diesen schönen Abend in Uphusen!

Premiere am 02.03.2013

"Een bietje schwul is cool" von den Schützenhuus-Spölers Idafehn

Es gibt Theatergruppen, die spielen gut. Das heißt, die Inszenierung ist gelungen und das Publikum ist zufrieden. Manche Gruppen können es leider nicht so gut. Aber dennoch sind die Zuschauer oftmals auch dann gut unterhalten worden. Nur selten passiert es, dass eine Gruppe ein Stück so besonders gut umsetzt, dass mir das Herz aufgeht. Und DAS hat Artur Reents mit seinen Akteuren der Idafehner Theatergruppe mit der Komödie "Een bietje schwul is cool" geschafft in dieser Saison. In diesem Stück stimmte fast alles. Mimik, Lautstärke, Bühnenbild, das richtige Mass an Komik, Kostüme, Maske, Textsicherheit, Besetzung und Spielfreude. Er hat zwar zwei Rollen in das Stück zusätzlich eingebaut die nicht nötig gewesen wären - es wurde auch Text gestrichen und andererseits zusätzlich etwas eingefügt - aber ok. Es war dennoch ein Highlight für mich in der zuendegehenden
Spielzeit 2012/2013.

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